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	<title>Simmformation v7 &#187; Depression</title>
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	<description>Artikel, Trends und Hintergründe aus Medizin &#38; Pharma, Gentechnik &#38; Hirnforschung</description>
	<lastBuildDate>Fri, 23 Jul 2010 11:53:35 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
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		<title>Zweifaches Übel: Depressionen fördern Alzheimer</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 19:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gehirn & Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Frage, ob Depressionen das Risiko für die Alzheime [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Frage, ob Depressionen das Risiko für die Alzheimer-Krankheit erhöhen, haben US-amerikanische Forscher jetzt eindeutig mit &#8220;Ja&#8221; beantwortet. Wie der Neuropsychologe <a href="http://www.rush.edu/rumc/page-R12447.html">Robert S. Wilson</a> und sein Team vom Medizinischen Zentrum der Rush University in der Fachzeitschrift <em>Neurology </em>berichten, hat man die Klärung der Streitfrage vor allem 357 älteren Einwohnern des Stadtteils South Side in Chicago zu verdanken. Sie hatten an einer Langzeitstudie teilgenommen &#8211; dem Chicago Health and Aging Project &#8211; deren wichtigstes Ziel es ist, Risikofaktoren für die Alzheimer-Krankheit dingfest zu machen.<img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/7a373b3d3ab84d8295982ffca3798ca1" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Die 357 Senioren waren ausgewählt worden, weil sie alle an Alzheimer erkrankt waren. Ein erster Blick auf die Daten bestätigte dabei, dass in dieser Gruppe etwa doppelt so viele Menschen an Depressionen litten, wie bei einer Vergleichsgruppe von Senioren, die nicht an Alzheimer erkrankt waren. Allerdings konnten die Forscher auch zeigen, dass die Häufigkeit von Depressionen unter den späteren Alzheimer-Patienten über den gesamten Studienzeitraum fast unverändert geblieben war. &#8220;Das legt nahe, dass Depressionen ein echter Risikofaktor für die Alzheimer-Erkrankung sind&#8221;, so Wilson. &#8220;Wenn Depressionen nämlich nur ein frühes Zeichen der Alzheimer-Krankheit wären, dann hätte sich die Häufigkeit der Depressionen mit dem Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit erhöhen müssen&#8221;, erklärte der Wissenschaftler.</p>
<p>Wilson zieht aus seiner Studie die Lehre, dass Depressionen eben nicht als ein unvermeidlicher Bestandteil der Alzheimer-Krankheit betrachtet werden sollten. &#8220;Wenn aber ein Alzheimer-Patient Depresionen hat, sollten dies auch behandelt werden.&#8221; Für die Forscher der Rush University sind damit noch längst nicht alle Fragen beantwortet. Als nächstes wolle man klären, <em>warum</em> Depressionen das Alzheimer-Risiko erhöhen. Denkbar sind mehrere Ursachen. Zum einen haben Neurowissenschaftler bereits vor mehreren Jahren beobachtet, dass Depressionen zum Zellverlust in bestimmten Hirnregionen führen. Besonders stark betroffen ist davon der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hippocampus">Hippocampus</a>, eine Struktur die für das Abspeichern von Gedächtnisinhalten von zentraler Bedeutung ist. Möglich ist es aber auch, dass depressive Menschen deshalb häufiger an Alzheimer erkranken, weil sie weniger soziale Kontakte haben. Ein großer Freundes- und Bekanntenkreis und die aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben haben sich nämlich in jüngster Zeit als mögliche Schutzfaktoren erwiesen, die das Risiko für den Gedächtnisschwund verringern könnten.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<ul>
<li>die zitierte Studie war bei online-Stellung dieses Textes noch nicht öffentlich zugänglich. Am besten, Sie <a href="http://www.neurology.org/cgi/search?fulltext=&amp;author1=Robert+S.+Wilson&amp;pubdate_year=&amp;volume=&amp;firstpage=">suchen in der Fachzeitschrift Neurology nach dem Autor Robert S. Wilson</a>.</li>
<li><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14646025">Bienias JL et al. Design of the Chicago Health and Aging Project (CHAP). J Alzheimers Dis. 2003 Oct;5(5):349-55.</a></li>
</ul>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<ul>
<li>Die Deutsche-Senioren-Liga erklärt, <a href="http://www.deutsche-seniorenliga.de/news/28042006.html">warum Alzheimer und Depressionen oft nur schwer zu unterscheiden sind</a>.</li>
<li>Bei Lifeline.de fand ich einen nützlichen Artikel über die <a href="http://www.lifeline.de/alzheimer/behandlung/zusaetzliche_medikamente/content-147710.html">Begleiterkrankungen bei Alzheimer und wie man sie behandelt</a>.</li>
<li><a href="http://simmformation.michaelsimm.de/Stichwort/alzheimer/">Alle Artikel zum Thema Alzheimer bei Simmformation</a></li>
</ul>
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</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Pharmaindustrie: Was nicht passt, wird verschwiegen</title>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 21:23:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pharma, Gen- und Biotech]]></category>
		<category><![CDATA[Antidepressiva]]></category>
		<category><![CDATA[Arzneikosten]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt viele Arten zu lügen, und eine davon ist es, d [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt viele Arten zu lügen, und eine davon ist es, die Wahrheit zu verschweigen. Offensichtlich ist diese Art von Lügen sowohl in der Pharmaindustrie als auch an Universitäten weit verbreitet, wie nun eine Untersuchung des <a href="http://www.iqwig.de/">Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG)</a> ergeben hat. Die noch unter Ex-Kanzler Gerhard Schröder gegründete Einrichtung hat unter anderem die Aufgabe, den Nutzen von Arzneimitteln unabhängig und im Interesse der Patienten und Beitragszahler zu bewerten. Und dass wir solch eine Einrichtung bitter nötig haben, beweisen die Mitarbeiter des IQWIG mit ihrer Studie, die soeben in der Fachzeitschrift <em>Trials</em> veröffentlich wurde. Was da genau ´drin steht, kann man <a href="http://www.trialsjournal.com/content/11/1/37">hier</a> nachlesen, die zugehörige Pressemitteilung habe ich im folgenden komplett abgedruckt:<img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/880d443869654785a1c1e7d622c7a04f" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><strong>Die Geheimarchive der Medizin</strong></p>
<p>Niemand weiß, wie vielen Müttern und Kindern die Geburtszange bereits  das Leben gerettet hat. Das Instrument gehört seit etwa 250 Jahren zur  Grundausstattung jedes Kreißsaals. Trotzdem gibt es einen Schatten auf  der Erfolgsgeschichte: Denn nachdem die Brüder Chamberlen die Zange  Anfang des 17. Jahrhunderts erfunden hatten, wurde sie über 3  Generationen von ihnen und ihren Nachkommen eingesetzt, aber vor anderen  Geburtshelfern geheim gehalten. Während die Familie der Chamberlens  sich dank der Zange Ruhm und Reichtum erwarb, starben andernorts  weiterhin Mütter und Kinder, weil das Instrument dort nicht verfügbar  war.</p>
<p>Die Geschichte der Geburtszange ist eines der ältesten dokumentierten  Beispiele dafür, welche Folgen Geheimhaltung  in der Medizin haben kann.  Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Instituts für Qualität und  Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) haben jetzt in einem  Artikel für die Fachzeitschrift „Trials“ über 60 Fälle zusammengetragen,  wie die Ausbreitung von Wissen in der Medizin behindert wurde.  Dazu  haben sie hunderte von Artikeln aus Fachzeitschriften und andere Quellen  ausgewertet, unter anderem aus den Gebieten Psychiatrie,  Schmerztherapie, Herz-Kreislauf-Medizin, Hautkrankheiten, Krebstherapie,  und Infektionskrankheiten. Entsprechend groß ist auch die Spannbreite  der betroffenen Verfahren: Sie reicht von Arzneimitteln über Impfstoffe  bis hin zu Medizinprodukten wie Ultraschallgeräten oder Hilfsmitteln zur  Wundversorgung. Die Sammlung liest sich wie ein Skizzenbuch zu einer  Krimiserie.</p>
<p><strong>Verschweigen ist häufig</strong></p>
<div id="attachment_1490" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-1490" href="http://simmformation.michaelsimm.de/2010/05/pharmaindustrie-was-nicht-passt-wird-verschwiegen/iqwig_schriftzug/"><img class="size-medium wp-image-1490" title="IQWiG_Schriftzug" src="http://simmformation.michaelsimm.de/wp-content/uploads/2010/05/IQWiG_Schriftzug-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Gegengewicht zur Pharmaindustrie: Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (Foto: IQWIG)</p></div>
<p>In der Wissenschaft wird das Phänomen „publication bias“ genannt, zu  Deutsch etwa  „Verzerrung durch selektives Veröffentlichen“. Das  geschieht auf zwei Ebenen. Auf der obersten Ebene bleiben ganze Studien  unveröffentlicht:  So zeigt eine Analyse von 90 neu in den USA  zugelassenen Medikamenten, dass diese in insgesamt 900 Studien erprobt  worden waren. Aber auch 5 Jahre nach der Zulassung waren 60 % dieser  Studien noch nicht veröffentlicht. Auf der zweiten Ebene werden nur  ausgewählte Ergebnisse aus Studien publiziert: Forscher müssen heute vor  Beginn einer Studie in einem so genannten Studienprotokoll  aufschreiben, welche Ergebnisse sie messen wollen und wie diese  ausgewertet werden. Vergleiche mit späteren Veröffentlichungen in  Zeitschriften zeigen, dass in 40 bis 60 % der Studien Ergebnisse  entweder ganz weggelassen oder die Auswertungen geändert wurden.  „Dadurch werden Studienergebnisse oft positiver dargestellt als sie es  eigentlich sind“, sagt Beate Wieseler,  Stellvertretende Leiterin des  Ressorts Arzneimittelbewertung im IQWiG.</p>
<p>Das betrifft nicht nur pharmafinanzierte Studien. So zitieren die  IQWiG-Mitarbeiter eine Analyse, in der 2000 Studien im Bereich  Krebsmedizin nach Geldgebern getrennt ausgewertet wurden. Hier war der  Anteil publizierter Studien extrem niedrig:  Von den  industriefinanzierten Projekten waren 94 Prozent nicht veröffentlicht,  aber auch von den durch Universitäten finanzierten Projekten fehlten 86  %. „Auch Zulassungsbehörden sind aufgrund gesetzlicher Regelungen  teilweise dazu gezwungen Daten zurückzuhalten“, sagt  Thomas Kaiser,  Leiter des Ressorts Arzneimittelbewertung.</p>
<p><strong>Den Schaden haben die Patienten</strong></p>
<p>Das hat oft Konsequenzen für Patientinnen und Patienten. Es kann  einerseits dazu führen, dass – wie im Fall der Geburtszange &#8211;  vorteilhafte Maßnahmen zu spät eingesetzt werden oder sich zu langsam  ausbreiten. Häufiger ist aber, dass gerade schlechte Nachrichten und  Misserfolgsmeldungen unveröffentlicht bleiben. „Das hat zur Folge, dass  Ärzte und Patienten Therapien einsetzen, die in Wahrheit nutzlos oder  sogar schädlich sind“, sagt Beate Wieseler. Forscher schätzen zum  Beispiel, dass in den 1980er Jahren verschriebene Medikamente gegen  Herzrhythmusstörungen zehntausende Menschen das Leben gekostet haben,  weil frühe Hinweise auf gefährliche Nebenwirkungen nicht veröffentlicht  wurden.</p>
<p><strong>Appelle genügen nicht</strong></p>
<p>Auslöser für die Suche der IQWiG-Mitarbeiter nach dokumentierten  Beispielen für „publication bias“ waren die eigenen Erfahrungen, die das  Institut in der täglichen Arbeit macht, zuletzt beispielsweise bei der  Bewertung des Medikaments Reboxetin zur Behandlung von Depressionen.  Hier hat das Pharmaunternehmen Pfizer dem IQWiG erst unter öffentlichem  Druck Studien zur Verfügung gestellt, die es bis dahin unter Verschluss  gehalten hatte. Und in diesen unveröffentlichten Studien schnitt  Reboxetin erheblich schlechter ab, als es zuvor anhand der  veröffentlichten Studien den Anschein hatte. „Über viele Jahre wurden  Patientinnen und Patienten, aber auch Ärztinnen und Ärzte getäuscht“,  sagt Beate Wieseler.</p>
<p>Die in „Trials“ veröffentlichte Fallsammlung zeigt, dass die Neigung,  unliebsame oder nicht den eigenen Erwartungen entsprechende Ergebnisse  unter den Tisch fallen zu lassen, so weit verbreitet ist, dass Appelle  und Vorschläge freiwilliger Lösungen das Problem nicht wirksam beheben  können. „Die zunehmende Anmeldung von Studien in öffentlichen Registern  ist ein wichtiger erster Schritt“, sagt  Thomas Kaiser: „Wir brauchen  aber zum Schutz von Patienten gesetzliche Regelungen, damit Ergebnisse  aller klinischen Studien zügig und vollständig veröffentlicht werden. “</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20388211">McGauran N et al. Reporting bias in medical research &#8211; a narrative review. Trials 2010 Apr. 13;11:37</a></li>
</ul>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Institut_f%C3%BCr_Qualit%C3%A4t_und_Wirtschaftlichkeit_im_Gesundheitswesen">Die Wikipedia über das IQWIG</a></li>
<li><a href="http://www.iqwig.de/antidepressiva-nutzen-von-reboxetin-ist-nicht.981.html">Antidepressiva: Nutzen von Reboxetin ist nicht belegt.</a> (Pressemitteilung des IQWIG vom November 2009)</li>
</ul>
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		<title>Schlaganfall: Bessere Erholung mit Antidepressiva?</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 17:26:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gehirn & Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Antidepressiva]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Rehabilitation]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einem Schlaganfall erholt sich das Gehirn der Pati [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einem Schlaganfall erholt sich das Gehirn der Patienten womöglich schneller, wenn sie ein Medikament gegen Depressionen bekommen. Sowohl das Denkvermögen als auch die Lernfähigkeit und das Gedächtnis war bei solchen Patienten nach zwölf Wochen eindeutig besser als bei Kranken, die zum Vergleich lediglich ein Scheinmedikament erhalten hatten, berichten Ärzte der Universität von Iowa (USA) in der Fachzeitschrift <em>Archives of General Psychiatry</em>.<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/c9af82883834472ebc9b245de458b555" width="1" height="1" alt=""></p>
<p>&#8220;Wichtig ist, dass die gemessenen Veränderungen auch dazu geführt haben, dass Alltagstätigkeiten besser bewältigt wurden&#8221;, schreiben <a href="http://www.linkedin.com/pub/jorge-ricardo/9/77a/421">Ricardo Jorge</a> und dessen Kollegen, die für ihre Studie das Medikament <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Escitalopram">Escitalopram</a> (Handelsname: Cipralex) benutzt hatten, welches bisher nur gegen Depressionen und Angststörungen eingesetzt wird. Insgesamt hatten 129 Schlaganfall-Patienten an der Studie teilgenommen und das Medikament binnen drei Monaten nach dem Hirninfarkt erhalten. Die Arznei sei dabei gut vertragen worden und haben ebenso wenig Nebenwirkungen verursacht wie ein Scheinmedikament, berichten die Ärzte. Die genaue Wirkungsweise antidepressiver Medikamente ist noch immer unklar. Allerdings gab es in den vergangenen Jahren zahlreiche Experimente die gezeigt haben, dass Antidepressiva das Wachstum von Nervenzellen fördern und die Struktur ganzer Hirnregionen verändern können.</p>
<p>&#8220;Wie immer es funktioniert: Unsere Studie hat erstmals gezeigt, dass dieses Medikament zu einer verbesserten Erholung der geistigen Funktionen nach einem Hirninfarkt führt&#8221;, behaupten die Wissenschaftler.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://archpsyc.ama-assn.org/cgi/content/abstract/67/2/187">Jorge RE et al. Escitalopram and enhancement of cognitive recovery following stroke. Arch Gen Psychiatry 2010; 67[2]:187-196</a></li>
</ul>
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		<title>Depression &#8211; Das heimliche Leiden</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 18:31:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gehirn & Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Antidepressiva]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>

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		<description><![CDATA[Robert Enke ist tot und ungezählte Fans sind ebenso fa [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Enke">Robert Enke</a> ist tot und ungezählte Fans sind ebenso fassungslos wie die Familie, Freunde, Nachbarn und Kollegen des deutschen Fußballnationaltorwarts. Dass ein körperlich gesunder Mensch mit 32 Jahren seinem Leben ein Ende bereitet, ist für die meisten unerklärlich &#8211; zu weit weg sind sie von jenen düsteren Geisteswelten in denen so viele Depressive gefangen sind. Mein Mitgefühl, aber auch meine Bewunderung gilt Teresa Enke, die den Mut hatte, auf einer Pressekonferenz im Detail über jenes grausame Gedanken-Gefängnis zu berichten, in dem ihr Mann so lange eingesperrt war. Denn noch immer ist die Depression &#8211; wie die meisten &#8220;Geisteskrankheiten&#8221; &#8211; von Mauern des Schweigens und des Unverständnis umgeben. Es sind diese Mauern, hinter denen die &#8220;Seelenfinsternis&#8221; wachsen kann. Dank Teresa Enke werden viele nun genauer hinschauen.<img src="http://vg03.met.vgwort.de/na/0668cc9b5a9848629e992e1a86231c12" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Je früher die versteckte Volkskrankheit erkannt wird, umso besser stehen die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung, betont <a href="http://www.uniklinik-freiburg.de/psych/live/personen/berger.html">Professor Mathias Berger</a>, Ärztlicher Direktor der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Uniklinikums Freiburg. „Wichtig ist, dass die Depression vom behandelnden Arzt schnellstmöglich erkannt wird, um eine speziell auf den Patienten zugeschnittene Therapie beginnen zu können“, denn „wurde die richtige Diagnose einmal gestellt, kann 80 Prozent der Erkrankten in einem überschaubaren Zeitraum entscheidend geholfen werden“, sagt Berger in amPuls-online, einer Veröffentlichung der Uniklinik Freiburg.</p>
<p>Dort wird auch auf Zahlen der Weltgesundheitsorganisation verwiesen, wonach Depressionen die häufigste Ursache sind für &#8220;durch eine gesundheitliche Behinderung gravierend beeinträchtigten Lebensjahre.&#8221; Laut den deutschen Rentenversicherern zählen Depressionen zu den wichtigsten Ursachen für Krankschreibungen und Berentungen &#8211; mit steigender Tendenz. Depressionen können in jedem Lebensalter auftreten. Die erschreckend hohe Suizidrate von 15 Prozent bei schwer erkrankten depressiven Langzeitpatienten, unterstreicht die Wichtigkeit einer frühzeitigen Therapie. Unwissenheit, Verdrängung oder Schamgefühle hindern jedoch oft Betroffene daran, sich der Umwelt zu öffnen oder einen Arzt aufzusuchen.</p>
<p>Ein Nadelöhr beim Aufspüren der heimlichen Krankheit sind offensichtlich die Hausärzte, schließe ich aus einer Studie der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Uniklinikums Freiburg. Die ergab nämlich, dass eine entsprechende Schulung von Hausärzten die Erkennungsrate bei Depressionen auf 70 Prozent verdoppelte. Anders gesagt übersehen selbst Hausärzte zwei von drei Depressionen. Dabei ist Schnelligkeit entscheidend, denn „je weniger Krankheitsepisoden der Patient bis zum Beginn einer Therapie durchlebt hat, desto besser ist die langfristige Prognose“, so Berger.</p>
<p>Die genaue Grundlage der Depression ist noch nicht ausgemacht, heißt es bei amPuls-online. Einigkeit besteht jedoch bereits darüber, dass es kein einzelnes Depressionsgen gibt. Familien- und Zwillingsstudien belegen zwar eine genetische Veranlagung zur Depression. Die Zwillingsstudien zeigen auch, dass die Gene nur ein Teilfaktor sind. Selbst bei eineiigen Zwillingen erkrankt der Zwillingspartner nur in etwa mehr als der Hälfte der Fälle. Zu bedenken sei, dass zwischen genetischen Faktoren und sozialen Umweltfaktoren komplizierte Wechselbedingungen bestehen.</p>
<p>Der zweite Faktor für ein erhöhtes Erkrankungsrisiko sind belastende Erfahrungen in der Kindheit. Bei genetisch oder durch eine schlimme Kindheit vorbelasteten Patienten genügen oft schon kleine Auslöser, wie ein Zeitzonen- oder Jahreszeitenwechsel, um die Depression auszulösen. Dies kann auch Berger bestätigen: „Tatsächlich verzeichnen wir in Frühling und Herbst die meisten Depressionserkrankungen.“</p>
<p>Der Einsatz von so genannten Antidepressiva sei heute nicht mehr so umstritten wie vor einigen Jahren, berichtet der Psychiater. Diese Medikamente sollen die Stimmung aufhellen, den inneren Antrieb normalisieren und so gleichzeitig die körperlichen Beschwerden wie Rückenschmerzen und Schlaflosigkeit verringern. Sie wirken gezielt auf die Übertragung der Nervenimpulse im Gehirn. „Antidepressiva lösen bei einigen Patienten und ihren Angehörigen Bedenken aus“, weiß Berger, und urteilt: „Die Nebenwirkungen sind bei den heutigen Medikamenten meist gering, eine Suchtgefahr besteht nicht.“ Unabdingbar sei in der Regel eine begleitende psychotherapeutische Behandlung. Solch eine Psychotherapie bezieht das soziale Umfeld der Patienten mit ein und versucht, seelische Belastungen in alltäglichen Situationen Schritt für Schritt abzubauen. Kritische und krankheitsverursachende Lebenssituationen sollen dabei bearbeitet werden und gemeinsam mit dem Patienten probt der Therapeut, den Umgang mit schwierigen emotionalen Situatonen und vermittelt ein positives Selbstbild.</p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<ul>
<li>Das Heft <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3937880992?ie=UTF8&amp;tag=siv7-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3937880992">Depressionen überwinden</a><img style="border: medium none  ! important; margin: 0px ! important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=simmformation-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3931908836" border="0" alt="" width="1" height="1" /> der Stiftung Warentest beschreibt ausführlich den Stand des Wissens über Depressionen und deren Behandlungsmöglichkeiten.</li>
<li><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3596127645?ie=UTF8&amp;tag=siv7-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3596127645">Seelenfinsternis</a> heißt das Buch eines holländischen Psychiaters. Die einfühlsame Autobiographie hilft, depressive Menschen besser zu verstehen.</li>
<li>Zwei Bücher, die sich kritisch mit den gesellschaftlichen Hintergründen von Depressionen und dem möglichen Missbrauch von Medikamenten auseinandersetzten, sind <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3423305274?ie=UTF8&amp;tag=siv7-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3423305274">Verdammt schöne Welt<img style="border: medium none  ! important; margin: 0px ! important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=simmformation-21&amp;l=ur2&amp;o=3" border="0" alt="" width="1" height="1" /></a> von Elisabeth Wurztel (im englischen Original <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0704380080?ie=UTF8&amp;tag=siv7-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0704380080">Prozac Nation</a><img style="border: medium none  ! important; margin: 0px ! important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=simmformation-21&amp;l=ur2&amp;o=3" border="0" alt="" width="1" height="1" />) sowie die überarbeitete Fassung des Klassikes <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0140266712?ie=UTF8&amp;tag=siv7-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0140266712">Listening to Prozac</a><img style="border: medium none  ! important; margin: 0px ! important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=simmformation-21&amp;l=ur2&amp;o=3" border="0" alt="" width="1" height="1" /> von Peter D. Kramer. Leider scheint es dazu keine aktualisierte deutschsprachige Ausgabe zu geben, sondern lediglich die 1995 erschienene Übersetzung <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3466303818?ie=UTF8&amp;tag=siv7-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3466303818">Glück auf Rezept</a></li>
<li>Das <a href="http://www.buendnis-depression.de">Deutsche Bündnis gegen Depression</a> entstand aus einem Forschungsprojekt, dem <a href="http://www.kompetenznetz-depression.de/">Kompetenznetz Depression</a>. Auf den Webseiten gibt es ein eindrückliches <a href="http://www.buendnis-depression.de/depression/video-depression.php">Informationsvideo</a>, ein Forum sowie zahlreiche Fakten für Betroffene und Angehörige.</li>
<li>Nein, ich schäme mich nicht für eine <a href="http://www.vfa.de/download/de/presse/publikationen/therapieinnovation11/therapieinnovation11.pdf">Broschüre mit dem Titel &#8220;Zurück ins Leben&#8221;</a>, die ich im Jahr 2003 für den Verband forschender Arzneimittelhersteller erstellt habe.</li>
<li>“Es ist, als ob die Seele unwohl wäre”, heißt eine umfangreiche und sehr lesenswerte Broschüre, die meine Kollegin Claudia Eberhardt-Metzger im Auftrag des Bundesforschungsminsteriums erstellt hat. Sie kann auf der Seite <a href="http://www.bmbf.de/publikationen/2705.php">http://www.bmbf.de/publikationen/2705.php</a> bestellt werden oder Sie können die <a href="http://www.bmbf.de/pub/es_ist_als_ob_die_seele_unwohl_waere.pdf">Publikation direkt im pdf-Format herunterladen</a> (ca. 1,5 MB)</li>
<li>Immer noch lesenswert: Das <a href="http://www.stern.de/wissen/gesund_leben/psychologie-blick-in-die-seele-507840.html">Stern-Extra &#8220;Blick in die Seele&#8221;</a></li>
<li>In einem <a href="http://www.netdoktor.de/krankheiten/fakta/depression.htm">Artikel für den Gesundheitsdienst Netdoktor.de</a> erläutert einer der führenden Fachleute, Professor Ulrich Hegerl, Wissenswertes zur Depression. Dort finden sich auch Informationen zu den verschiedenen Arzneimitteln gegen die Krankheit.</li>
<li>Das Onlineportal <a href="http://www.denkepositiv.com/">Denke positiv</a>, welches von der Pharmafirma Wyeth “unterstützt” wird, informiert multimedial über Depressionen und Angsterkrankungen. Auch das Unternehmen <a href="http://www.lundbeck.de/">Lundbeck</a> unterhält eine eigene Website mit brauchbaren Informationen und Services zur Depression und anderen Erkrankungen des Gehirns.</li>
</ul>
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		<title>Oregano soll Depressionen verhindern</title>
		<link>http://simmformation.michaelsimm.de/2009/10/oregano-soll-depressionen-vertreiben/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=oregano-soll-depressionen-vertreiben</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 18:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gehirn & Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[SfN]]></category>

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		<description><![CDATA[Vielleicht ist ja doch nicht alles Aberglaube, was aus  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht ist ja doch nicht alles Aberglaube, was aus dem Mittelalter stammt:  Oregano wurde einstmals vermeintlichen Hexen unter die Nase gehalten, um den Teufel zu vertreiben. Zum Schutz vor bösen Mächten legte man es in den Brautschuh und seinen Beinamen &#8220;Wohlgemut&#8221; erhielt das Kraut, weil es angeblich Kummer vertreiben und die Menschen fröhlich machen sollte. Viel wissenschaftlicher klingt dagegen, was  Mitarbeiter der Schweizer Firma <a href="http://www.dsm.com/de_DE/html/dnpde/ueberuns.htm">DSM Nutritional Products</a> heraus gefunden haben: &#8220;Unsere Daten zeigen, dass Oreganoextrakt ein hirnaktiver moderater Serotonin-Wiederaufnahmehemmer ist mit antidepressiven und angstlösenden Eigenschaften&#8221;,  berichteten Hasan Mohajeri und seine Mitarbeiter in Chicago auf dem weltweit größten Treffen von Hirnforschern, der Jahrestagung der <a href="http://www.sfn.org">Society for Neuroscience</a>. Zurück übersetzt ins Deutsche bedeutet dies: Oregano könnte gegen Depressionen wirksam sein.<img src="http://vg01.met.vgwort.de/na/6659db5c588a48459785a14e8b8e386f" width="1" height="1" alt=""></p>
<div id="attachment_740" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Oregano_1.jpg&amp;filetimestamp=20080517205034"><img class="size-medium wp-image-740" title="Oregano" src="http://simmformation.michaelsimm.de/wp-content/uploads/2009/10/Oregano-300x225.jpg" alt="Gegen Depressionen ist ein Kraut gewachsen: Organo (Foto: Thomas Then, Wikipedia GNU FDL" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Gegen Depressionen scheint ein Kraut zu wachsen: Oregano (Foto: Thomas Then, Wikipedia GNU FDL</p></div>
<p>Mit einem so genannten Mikrodialyse-Experiment hatte Mohajeri bei Ratten direkt beobachten können, wie der Oreganoextrakt im Gehirn der Tiere die Menge des &#8220;Wohlfühl-Botenstoffes&#8221; Serotonin vermehrte. In einem weiteren Tierversuch hätten sich Mäuse nach Aufnahme des Extraktes  weniger depressiv verhalten als Artgenossen, die kein Organo gefressen hatten. Zwar räumt Mohajeri ein, dass Depressionen Mäusen nur schwer anzusehen sind. Der Verhaltenstest sei aber allgemein akzeptiert und werde häufig genutzt um die Stärke von antidepressiven und angstösenden Wirkstoffen zu messen, sagt der Wissenschaftler, der vor dem Wechsel in die Industrie am Zentrum für Medizinische Forschung der Universität Zürich gegen die Alzheimer-Krankheit geforscht hat.</p>
<p>Nach Schätzungen des US-amerikanischen <a href="http://www.nimh.nih.gov/index.shtml">Institut für Geistige Gesundheit (National Institute of Mental Health)</a> leiden jährlich 10 bis 15 Prozent aller Erwachsenen unter Depressionen. Experten der Weltgesundheitsorganisation erwarten, dass die Krankheit häufiger wird und dass im Jahr 2020 ein Viertel der Bevölkerung betroffen sein wird. Zwar gibt es Dutzende wirksame Arzneimittel gegen Depressionen und Angststörungen, &#8220;die meisten können aber schwerwiegende Nebenwirkungen haben und bei etwa einem Viertel der Patienten helfen diese Mittel nicht&#8221;, sagt Mohajeri.</p>
<p>Bei seinem neuen Arbeitgeber DSM, dem weltweit führender Lieferanten von Vitaminen für die Lebensmittelindustrie, suchte der gebürtige Iraner deshalb nach Natursubstanzen mit antidepressiver Wirkung und insbesondere nach Stoffen, die in der Nahrung vorkommen. Es sei allgemein akzeptiert, dass unsere Nahrung sowohl die körperliche wie auch die geistige Gesundheit beeinflusst, erinnerte Mohajeri. Für besonders empfindliche Menschen die beispielsweise erblich vorbelastet sind oder mit schwierigen Lebensumständen zu kämpfen haben, könne die richtige Ernährung den Unterschied ausmachen zwischen einem befriedigenden Dasein und einem Leben voller Stimmungsschwankungen, versicherte der Industrieforscher: &#8220;Wenn der Körper die Nahrung erhält, die er braucht, funktioniert das Gehirn besser.&#8221;</p>
<p>Wie auch die meisten geistigen Erkrankungen werden Stimmungsschwankungen durch ein Ungleichgewicht zwischen bestimmten Botenstoffen des Gehirns verursacht. Bei Angststörungen und Depressionen sind die Neurotransmitter Serotonin, Noradrenalin und Dopamin beteiligt. Die Forscher überprüften deshalb eine riesige Sammlung von Pflanzenextrakten &#8211; eine Stoffbibliothek &#8211; und ermittelten daraus jene Kandidaten, die den Stoffwechsel der drei Neurotransmitter beeinflussten. Dabei zeigte sich, dass ein spezieller Extrakt aus Oregano den Abbau der Botenstoffe im Gehirn verlangsamte. Zwei Inhaltsstoffe des Extraktes waren für dessen biologische Aktivität hauptsächlich verantwortlich: Carvacrol und Thymoquinon, von denen man auch weiß, dass sie als Antibiotika gegen Bakterien wirken.</p>
<p>Zwar ist der Oregano-Extrakt nur ein Tausendstel so stark wie eines der meistgenutzten Antidepressiva, Fluoxetin. Dennoch zeigte es bei Ratten den gewünschten Effekt und ist mittlerweile auch an gesunden Freiwilligen getestet worden, wo es keine Nebenwirkungen gegeben hat. Laut Mohajeri soll der Oreganoextrakt jedoch nicht den etablierten Antidepressiva Konkurrenz machen. Geplant sei vielmehr, es als Nahrungsergänzungsmittel anzubieten oder zusammen mit Vitaminen und Mineralien in Pillenform zu pressen, die dann etwa zur Stresslinderung angepriesen werden sollen oder zur Vorbeugung gegen Depressionen. Bei den menscchlichen Versuchspersonen sei hier eine günstige Wirkung beobachtet worden.</p>
<p>Die ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatete Pflanze Oregano ist fester Bestandteil der mediterranen Küche. Als Gewürzmittel wird das Kraut mit dem herben Aroma seit mindestens 300 Jahren geschätzt und ohne die grünen Blättchen wäre heute keine Pizza komplett. Laut Hippokrates, dem berühmtesten Arzt des Altertums, soll Oregano übrigens auch Geburten beschleunigen und Hämorrhoiden heilen. Dies habe man aber noch nicht getestet, erklärte in Chicago Hasan Mohajeri auf unsere Nachfrage.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<ul>
<li>Mohajeri M et al. Monoamine reuptake inhibition and improvement of mood by a specified oregano extract. Abstract 97.6 des 2009 Neuroscience Meeting Planner. Chicago, IL: Society for Neuroscience, 2009. Online.</li>
</ul>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<ul>
<li>Viel Wissenswertes über Oregano enthält dieser <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oregano">Artikel der Wikipedia</a></li>
<li>Ausführliche Informationen über Depressionen finden Sie in der <a href="http://www.vfa.de/download/de/presse/publikationen/therapieinnovation11/therapieinnovation11.pdf">Online-Broschüre &#8220;Zurück ins Leben&#8221;</a> vom <a href="http://www.vfa.de/">Verband Forschender Arzneimittelhersteller</a>.</li>
<li>Das <a href="http://www.kompetenznetz-depression.de/index.htm">Kompetenznetz Depression</a> informiert in Wort und Bild und bietet ein Forum, in dem Betroffene sich austauschen können.</li>
<li>Kompetent, ausführlich und neutral sind auch die <a href="http://www.apotheken-umschau.de/Depression">Informationen der Apotheken-Umschau über Depressionen</a></li>
<li><a href="../Kategorie/hirnforschung/">Alle Texte zum Thema “Gehirn &amp; Geist”, sortiert nach Datum</a></li>
<li><a href="../Stichwort/society-for-neuroscience/">Alle Berichte von der Society for Neuroscience bei Simmformation v7</a></li>
</ul>
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		<title>Nach Kindestod: Trauerhilfe per Internet</title>
		<link>http://simmformation.michaelsimm.de/2009/08/kindestod-in-der-schwangerschaft-trauerhilfe-per-internet/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=kindestod-in-der-schwangerschaft-trauerhilfe-per-internet</link>
		<comments>http://simmformation.michaelsimm.de/2009/08/kindestod-in-der-schwangerschaft-trauerhilfe-per-internet/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 06 Aug 2009 09:43:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gehirn & Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Trauma]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorbemerkung: Es folgt eine Pressemitteilung der Univer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vorbemerkung:</strong> Es folgt eine <strong>Pressemitteilung der Universität Münster</strong>. Sie wurde ausgewählt zur Wiedergabe auf Simmformation, weil hier eine Methode beschrieben wird, die es mit vergleichsweise geringem Aufwand ermöglichen <a href="#könnte"><strong>könnte</strong></a>, Eltern zu helfen, die ihr Kind während der Schwangerschaft oder unmittelbar danach verloren haben.</p>
<p>„Der Verlust eines ungeborenen Kindes ist für die betroffenen Eltern oft ein traumatisches Erlebnis.“ Diese Erfahrung hat <a href="http://psychiatrie.klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=kersting">Professor Anette Kersting</a> als Ärztin und Psychotherapeutin in der <a href="http://psychiatrie.klinikum.uni-muenster.de/">Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Münster</a> (UKM) bereits häufig gemacht. Aus diesem Grund entwickelte sie ein bundesweit einmaliges Projekt: Eltern, die während oder unmittelbar nach der Schwangerschaft ein Kind verloren haben, bietet Anette Kersting gemeinsam mit den Diplom-Psychologinnen Kristin Kroker und Katja Baus eine Internettherapie, in der sie ihre Trauer verarbeiten können. Vor rund 18 Monaten startete das<a href="http://www.internettherapie-trauernde-eltern.de"> </a><a href="http://www.internettherapie-trauernde-eltern.de/">Onlineportal Internettherapie nach Verlust eines Kindes in der Schwangerschaft</a>. Mittlerweile liegen im Rahmen der wissenschaftlichen Evaluierung des Projekts erste Ergebnisse vor, die auf eine gute Wirksamkeit der Internettherapie schließen lassen.</p>
<p>Insgesamt 54 Patienten (52 Frauen und zwei Männer) nahmen bisher an der Behandlung teil – mit Erfolg, wie die Untersuchungsergebnisse des Projekts belegen: „Im Anschluss an die Behandlung zeigten die Klienten signifikante Verbesserungen auf allen Symptomebenen. Gemessen auf den Ebenen Trauer, traumatisches Erleben, allgemeine psychische Belastungen, Depressivität, Ängstlichkeit und Somatisierung ging es den Teilnehmern der Therapie signifikant besser als vor der Behandlung,“ freut sich Kersting. Drei Monate nach Abschluss der Behandlung wurden die Teilnehmer erneut befragt – auch zu diesem Zeitpunkt war der Zustand der Betroffenen weiterhin so stabil wie direkt nach der Therapie.</p>
<p>Diese positive Entwicklung würdigt auch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das eine Weiterförderung des Projekts in Höhe von 65000 Euro pro Jahr bis 2011 bewilligte. Dank dieser Förderung können betroffene Eltern die Onlinetherapie kostenlos in Anspruch nehmen. Das Team um Anette Kersting hofft nun, noch viele weitere Eltern in ihrem Trauerprozess zu unterstützen und langfristige Daten zur Wirksamkeit ihrer Therapie sammeln zu können. Dabei wünschen sich die Therapeutinnen, dass in Zukunft auch mehr Männer das Angebot nutzen. Denn Männer trauern anders als Frauen, sind vom Verlust eines Kindes aber ebenso betroffen wie Frauen: „Eine Fehl- oder Totgeburt ist für beide Elternteile ein einschneidendes Erlebnis, das psychisch sehr belastend sein kann“, erklärt Kersting den Leidensdruck trauernder Mütter und Väter. Therapeutische Unterstützung nehmen jedoch nur wenige Väter in Anspruch. Eine herkömmliche Psychotherapie ist für viele immer noch mit einem gesellschaftlichen Makel behaftet. Die Internettherapie hingegen bietet den Betroffenen mehr Anonymität und senkt die Hemmschwelle, professionelle Hilfe in dieser schwierigen Zeit in Anspruch zu nehmen. Doch nicht für alle Patienten ist die Internettherapie die geeignete Therapieform: Menschen, die unter Begleiterkrankungen wie Depressionen leiden oder suizidgefährdet sind, verweist das Team an andere Behandlungsangebote.</p>
<div id="attachment_419" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-419" title="Internettherapie für Trauernde" src="http://simmformation.michaelsimm.de/wp-content/uploads/2009/08/Internettherapie-für-Trauernde-300x218.jpg" alt="Helfen per Internet: Professor Kersting (l.) und Kollegen (Foto: ukm)" width="300" height="218" /><p class="wp-caption-text">Helfen per Internet: Professor Kersting (l.) und Kollegen (Foto: ukm)</p></div>
<p>Obwohl die Kommunikation in der Onlinetherapie ausschließlich schriftlich per E-Mail erfolgt, entwickelt sich eine intensive Beziehung zwischen Patient und Therapeut: „Die Therapie ging vielen Teilnehmern unglaublich nahe und sie waren erstaunt darüber, wie sehr ihnen die Beratung hilft“, berichtet Kersting. Die Behandlung besteht aus zehn strukturierten Schreibaufgaben, die über einen Zeitraum von fünf Wochen durchgeführt werden. Innerhalb eines Werktages erhalten die Patienten eine Rückmeldung auf ihren Essay und Instruktionen für die nächsten Aufgaben. „Dabei gehen wir individuell auf die Situation der Klienten ein“, betont die Therapeutin. Das Behandlungskonzept selbst gliedert sich in drei Module: In der ersten Phase der Selbstkonfrontation beschäftigen sich die Eltern in vier Texten detailliert mit dem Verlust, indem sie eine besondere Situation ausführlich beschreiben. In der zweiten Phase werden die Patienten aufgefordert einen unterstützenden Brief an eine fiktive Freundin zu schreiben, die das gleiche erlebt hat. So sollen die eigenen Gedanken in Frage gestellt und eine neue Perspektive des Verlusts eingenommen werden. Die dritte Behandlungsphase zielt schließlich darauf ab, das soziale Netzwerk zu reaktivieren und in die Situation der Eltern einzubeziehen.</p>
<p>Fragen zum Therapieangebot beantworten die Fachfrauen in Einzelchats im Rahmen einer offenen Sprechstunde, die jeden Dienstag von 10 Uhr bis 11 Uhr stattfindet. Weitere Informationen und Anmeldung zur Therapie gibt es <a href="http://www.internettherapie-trauernde-eltern.de">hier</a>. Hilfe zur Bewältigung der Trauer um ein totes Kind versprechen zudem mehrere Bücher. Die folgenden wurden von den weitaus meisten Lesern bei Amazon als einfühlsam und hilfreich bewertet: &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3466344883?ie=UTF8&amp;tag=simmformation-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3466344883">Schmetterlingsflüstern &#8211; Botschaften einer Kinderseele</a>&#8220;, &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3783125855?ie=UTF8&amp;tag=siv7-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3783125855">Meine Trauer wird Dich finden</a>&#8220;, &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3837045250?ie=UTF8&amp;tag=siv7-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3837045250">Tief im Herzen und fest an der Hand</a>&#8221; sowie &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3940801038?ie=UTF8&amp;tag=siv7-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3940801038">Ein Engel ist von uns gegangen</a>&#8220;.</p>
<p><strong><a name="könnte"></a>Kritisches Nachwort:</strong> Trotz des löblichen Ansatzes habe ich oben bewusst geschrieben, die Trauertherapie über das Internet <strong>könnte</strong> wirksam sein. Zwar waren die Psychotherapeuten offensichtlich &#8220;erfolgreich&#8221; in dem Sinne, dass es den Trauernden nach der Therapie besser ging als zuvor. Es fehlt allerdings ein Vergleich, ob es den Betroffenen nicht auch ohne diese Therapie besser gegangen wäre &#8211; zumindest steht davon nichts in der Pressemitteilung und es gibt auch keinen Hinweis darauf, dass die Studie in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift veröffentlicht und von Kollegen auf ihre Stichhaltigkeit überprüft wurde. Für das Familienministerium und deren Leiterin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_von_der_Leyen">Ursula von der Leyen</a> ist dies anscheinend nicht so wichtig. Es ist Wahlkampfzeit und deshalb halte ich mich mit Hurra-Schreien zurück, wenn ich lese, dass nun erst einmal 65000 Euro jährlich für eine &#8220;Weiterförderung&#8221; des Projekts bewilligt wurden, damit betroffene Eltern diese Online-Therapie kostenlos erhalten. Die Chancen stehen gut, dass sich die Wirksamkeit der Psychotherapie per Internet auch für trauernde Eltern erbringen lässt, (<a href="http://simmformation.michaelsimm.de/2009/07/internet-therapie-gegen-schlaflosigkeit/">für Schlaflosigkeit ist dies bereits gelungen</a>). Aber erst danach würde ich solch ein Angebot für alle Betroffenen gerne mit meinen Steuern oder Krankenkassenbeiträgen mitfinanzieren. Geld ist ja genug vorhanden, 65000 Euro sind nämlich &#8211; wenn ich mich nicht verrechnet habe &#8211; gerade einmal 0,000065 Milliarden.</p>
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		<title>Kongressbericht: Society for Neuroscience 2003</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Nov 2003 12:18:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gehirn & Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Physiotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>
		<category><![CDATA[SfN]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Stagnation an allen Fronten; die viel beschworenen Gren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stagnation an allen Fronten; die viel beschworenen Grenzen des Wachstums – sie scheinen hierzulande auch in vielen Bereichen der Forschung erreicht. Nicht so in den Vereinigten Staaten, wo gerade im kalifornischen San Diego das weltweit größte Treffen von Neurowissenschaftlern stattfand. Mit gut 30 000 Teilnehmern erbrachte die Jahrestagung der „Society for Neuroscience“ einen neuen Rekord; die Zahl der Präsentationen lag bei 13500. Von der Grundlagenforschung an Grashüpfern, Fruchtfliegen, Hummern und anderem Getier reichte das Spektrum der Themen über klinisch-therapeutisch orientierte Beiträge  bis hin zu den kleinen und großen Problemen der Menschheit, wie der Frage, ob wir einen freien Willen besitzen oder woran „Mann“ einen echten weiblichen Orgamus erkennt</p>
<p><strong>Hirnakrobatik stärkt Leib und Seele</strong></p>
<p>Dass Sport gesund ist, mag eine Binsenweisheit sein. Relativ neu ist dagegen die Erkenntnis, dass dabei weniger die objektiv messbare Anstrengung zählt &#8211; etwa die gestemmten Kilogramm oder die Zahl der gelaufenen Runden im Stadion. Was die Muskeln wirklich &#8220;beeindruckt&#8221; ist vielmehr die Stärke des Signals zur Kontrolle der willkürlichen Bewegungen, erläuterte Guang Yue vom<em> Lerner Research Institute</em> der <em>Cleveland Clinic Foundation</em>. In einem seiner Versuche bat Yue 36 gesunde Rentner, den Beugemuskel des Ellbogen anzuspannen. Mit 30 Prozent der maximalen Kraftanstrengung übte ein Teil der Senioren dies nebenher beim Fernsehen. Eine zweite Gruppe von Versuchsteilnehmern trainierte ebenfalls mit 30 Prozent ihrer Maximalkraft, stellten sich dabei aber vor, die Muskeln zu starken Kontraktionen zu zwingen. Nach 12 Wochen hatte sich die Kraft der fernsehenden Alten mit einem durchschnittlichen Zuwachs von drei Prozent kaum verändert. Für das &#8220;Kopftraining&#8221; aber registrierte Yue beachtliche 15 Prozent Kraftzuwachs.. Nur bei der zweiten Gruppe fanden die Forscher eine bedeutende Zunahme in der Stärke jener Hirnstromkurven, die mit Bewegungen zusammen hängen. &#8220;Entscheidend ist wohl nicht die objektiv messbare Anstrengung&#8221;, folgert Yue. Dieser Mechanismus erkläre vermutlich  auch den Erfolg des &#8220;mentalen Trainings&#8221;. Schon seit Jahrzehnten bereiten sich viele Sportler auf Wettkämpfe vor, indem sie mit geschlossenen Augen sich die Rennstrecke vorstellen und sämtliche Bewegungsabläufe im Geiste durchexerzieren.<br />
Yues Erkenntnisse könnten nicht nur dazu beitragen, alten Menschen die Verletzungsgefahr durch schwere und schnell bewegliche Geräte verringern zu ersparen. Auch Reha-Patienten aller Alterstufen sollen davon profitieren. &#8220;Die Kombination aus leichter Physiotherapie und mentalem Training, könnte die Genesung beschleunigen&#8221;, hofft der Hirnforscher, der seine Untersuchungen nun auch auf Schlaganfallpatienten ausweiten will.</p>
<p><strong>Training soll vor Lähmung schützen</strong></p>
<p>An Mäusen hat Yues Kollege Carl W. Cotman von der <em>University of California Irvine </em>die Auswirkungen körperlichen Trainings auf die Genesung nach Lähmungen untersucht. Tiere, die in den drei Wochen vor einer Verletzung des Rückenmarks nach belieben auf einem Laufband rennen durften, erholten sich dabei sehr viel besser als Artgenossen ohne solch ein &#8220;Sportgerät&#8221;, fand der Direktor des <em>Institute for Brain Aging and Dementia</em> heraus. Acht Wochen nach einem Schnitt ins Rückenmark konnten die trainierten Mäuse besser laufen; ihre Schritte waren gleichmäßiger und besser koordiniert als bei untrainierten Tieren. Eines der Moleküle, die dabei als Bindeglied zwischen Training und einer verbesserten Erholung dienen, ist der <em>Brain Derived Neurotrophic Factor</em> (BDNF). Er kann verletzte Nervenzellen am Leben halten und das Wachstum von Neuronen fördern. In Cotmans jüngstem Experiment zeigte sich, dass Ratten nach einer Woche Training in der Hirnregion des Hippocampus mehr BDNF bilden als unbewegliche Tiere.</p>
<p>BDNF ist aber auch deshalb interessant, weil der Wachstumsfaktor Depressionen entgegen zu wirken scheint. Fest steht jedenfalls, das BDNF bei depressiven Patienten in niedrigeren Konzentrationen vorliegt, als bei Gesunden. &#8220;Je mehr wir über solche Verbindungen wissen, umso leichter werden wir den Genesungsprozeß steuern können&#8221;, lautet Cotmans Vorhersage. Solch eine Therapie der Zukunft werde aus einer Kombination von spezifischen, auf das Hirn wirkenden Arzeimitteln und darauf abgestimmten körperlichen Übungen bestehen, spekuliert der Hirnforscher.</p>
<p>Erste Ansätze dazu gibt es bereits, berichtete in New Orleans Tracy Greer vom <em>University of Texas Southwestern Medical Center</em>. Dort hatten Ärzte 17 Menschen mit leichten bis mittelschweren Depressionen behandelt, ohne jedoch die Krankheit mit Antidepressiva vollständig heilen zu können. Alle Studienteilnehmer litten weiterhin an schlechtem Schlaf oder Antriebslosigkeit; sie waren leicht gereizt oder grundlos traurig. All diese Symptome besserten sich statistisch signifikant im Laufe eines zwölfwöchigen Trainingsprogramms, das die Ärzte jeweils genau auf die Fähigkeiten der Patienten abstimmten. Ob Laufband oder Zirkeltraining, Radfahren oder Schwimmen &#8211; immer wurden die Übungen so gestaltet, dass die Patienten mindestens eine halbe Stunde täglich ins Schwitzen kamen. &#8220;Der Erfolg legt nahe, dass die Kombination aus Antidepressiva und ärztlich angeordneten Übungsprogrammen auch bei schweren Depressionen erfolgreich sein könnte&#8221;, sagte Greer. Eine Studie mit einer großen Zahl von Patienten an mehreren US-Kliniken solle diese Vermutung überprüfen und klären, ob Sport bei Depressiven besser wirkt als die Gabe eines zweiten Medikamentes.</p>
<p><strong>Eine Pille gegen die Angst</strong></p>
<p>Eine Domäne der Verhaltenstherapie sind bislang Panikattacken, ausgelöst beispielsweise durch Phobien oder die Erinnerung an ein traumatisches Ereignis. Die Behandlungsdauer allerdings ließe sich womöglich durch die einmalige Gabe einer Pille drastisch verkürzen, berichtete Michael Davis von der <em>Emory University School of Medicine</em>.</p>
<p>In einer Pilotstudie mit 28 Patienten reduzierte der als Tuberkulose-Arznei erhältliche Wirkstoff D-Cycloserin (DCS) die Zahl der nötigen Sitzungen für von Höhenangst geplagte Patienten auf ein Viertel. DCS löscht offensichtlich nicht einfach die Gedächtnisinhalte; es fördert vielmehr einen als „fear extinction“ bezeichneten natürlichen Mechanismus der Angstauslöschung, indem es direkt auf den NMDA-Rezeptor wirkt, der bei diesen Prozessen eine Schlüsselrolle spielt. Nachdem die Probanden entweder DCS oder ein Placebo erhalten hatten, nahmen sie an zwei therapeutischen Sitzungen teil, bei denen sie spezielle Brillen und Ohrhörer tragen mussten. Ein Computer simulierte dann eine Fahrt in einem gläseren Aufzug an der Außenseite eines Hotels und überspielte diese höchst realistischen Szenen in die Brillen. Eine Woche und drei Monate nach diesen Übungen waren die Empfänger des Scheinmedikamentes bei den virtuellen Übungen noch fast genau so ängstlich wie zuvor. Die 17 Patienten, die eine DCS-Pille bekommen hatten, waren demgegenüber ebenso gut wie eine Kontrollgruppe mit acht Sitzungen, aber ohne Pille.</p>
<p>Nach Abschluss der Versuchsreihe wagten sich die Empfänger des Medikamentes doppelt so häufig in Aufzüge wie die Kontrollgruppe und sie fuhren mit dem Auto auch sehr viel häufiger über hohe Brücken oder steile Bergstraßen, die sie zuvor gescheut hatten.</p>
<p>&#8220;Das ist eine besonders schöne Überraschung,&#8221; sagte Mark Bouton, Psychologyprofessor an der <em>University of Vermont</em>. Beim alleinigen Verhaltenstraining werde nämlich oftmals nur eine Form der Angst überwunden, in verwandten Situation stünden die Patienten dann wieder vor dem gleichen Problem.</p>
<p><strong>Das (vorerst) letzte Rätsel – der weibliche Orgasmus</strong></p>
<p>Bereits im Vorjahr hatte Gert Holstege reichlich Schlagzeilen gemacht, weil er eine Hirnaktivierungsstudie zum Orgasmus nicht bei Ratten und Mäusen, sondern bei gesunden Männern durchführte. Nun hat der Niederländer das Phänomen mit einem Positronen-Emissions-Tomographen auch bei Frauen untersucht. Auch die Frage, woran Mann den Unterschied erkennt zwischen einem echten und einem vorgetäuschten sexuellen Höhepunkt ist nun geklärt.<br />
Dank der helfenden Hand ihrer Partner erreichten alle acht Versuchsteilnehmerinnen ihren Höhepunkt innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters von 40 Sekunden. Zu diesem Zeitpunkt registrierte der PET-Scanner dann die Regionen im Gehirn, die besonders viel Energie in Form eines radioaktiven Zuckers verbrauchten. Zusätzlich wurden die Frauen aufgefordert, vor Beginn der Stimulationsphase einen Orgasmus vorzutäuschen und auch diesen Moment dokumentierte Holstege mit einer PET-Aufnahme. Die Unterschiede zwischen beiden Zuständen waren eindeutig: So aktivierte der vorgetäuschte Höhepunkt verschiedene Motorareale der Großhirnrinde. An den echten, durch Blutdruckmessungen und Herzaktivität bestätigten, weiblichen Höhepunkten blieb dieser hochentwickelte Hirnteil dagegen still. Statt dessen war vor allem das ventrale Tegmentum (VTA) aktiv, das im obersten Teil des Hirnstammes liegt und die benachbarte Bereich, die periaquäduktale graue Masse. Damit ist die Neugier des Anatomieprofessors allerdings noch längst nicht gestillt. Als nächstes will er untersuchen, wie der Botenstoff Dopamin sich beim sexuellen Höhepunkt im VTA anreichert und in der anschließenden Entspannungsphase neu verteilt. Vermutlich wird er gegen Ende des Jahres auch über dieses neuronale Korrelat des menschlichen Sexualverhaltens auf der Neuroscience-Tagung berichten.</p>
<p><em>[Vorlage für einen Kongressbericht in “Der Neurologe &amp; Psychiater”]</em></p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<ul>
<li><a href="../Kategorie/hirnforschung/">Alle Texte zum Thema “Gehirn &amp; Geist”, sortiert nach Datum</a></li>
<li><a href="../Stichwort/society-for-neuroscience/">Alle Berichte von der Society for Neuroscience bei Simmformation v7</a></li>
</ul>
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		<title>Parkinson-Krankheit: Neurologen ziehen Bilanz</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Sep 2001 16:37:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gehirn & Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[DGN]]></category>
		<category><![CDATA[Genetik]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnschrittmacher]]></category>
		<category><![CDATA[Pallidotomie]]></category>
		<category><![CDATA[Parkinson]]></category>
		<category><![CDATA[Risikogene]]></category>
		<category><![CDATA[Tiefhirnstimulation]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kenntnisse über Entstehung und Diagnose der Parkin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kenntnisse über Entstehung und Diagnose der Parkinsonschen  Krankheit sind in den letzten Jahren enorm angewachsen, erklärten  Experten auf der Jahrestagung der <a href="http://www.dgn.org">Deutschen Gesellschaft für Neurologie</a> in Aachen. Zwischen 150 000 und 240 000, meist ältere Menschen leiden  nach Schätzungen unter der Krankheit, deren wichtigste Merkmale  verlangsamte Bewegungen, Zittern und Muskelstarre sind. Gegen diese  Beschwerden stehen nicht nur eine Vielzahl von Medikamenten zur  Verfügung, sondern neuerdings auch die Methode der Tiefen Hirnstimulation  zur Behandlung besonders schwerer Fälle, betonten die in Aachen  versammelten Spezialisten.</p>
<p>Ein vom Bundesforschungsministerium mit 17 Millionen Mark  gefördertes „<a href="http://www.kompetenznetz-parkinson.de/">Kompetenznetzwerk</a>“  steckt allerdings auch nach zwei Jahren noch in der Startphase. Mehr  als die Hälfte der bislang verausgabten Gelder sind alleine für die  Planung und Erstellung einer vielfach gesicherten Datenbank für  standardisierte wissenschaftliche Untersuchungen verbraucht worden,  sagte Projektkoordinator <a href="http://www.uni-marburg.de/fb20/neurologie/">Professor Wolfgang Oertel</a> von der Universität  Marburg. Die Abstimmung mit den zuständigen 13 Datenschutzbeauftragten  habe 18 Monate gedauert. Im Prinzip könne jetzt aber „jeder Doktor von  jedem Internet-Cafe der Welt“ zu dem Projekt beitragen, so Deutschlands  bekanntester Parkinson-Experte. Oertel erwartet, dass die Investitionen  sich langfristig auszahlen und das Datenbanksystem innerhalb von zwei  Jahren EU-weit übernommen wird.</p>
<p>Erklärtes Ziel des „Kompetenznetz Parkinson-Syndrom“ ist es, die  Versorgung der Patienten zu verbessern und den Wissenstransfer von der  Forschung in die Praxis zu beschleunigen. Zu den acht  Forschungsschwerpunkten gehören Studien zur Früherkennung sowie zur  Wirksamkeit neuer Medikamente und Operationsverfahren ebenso wie  Kosten-Nutzenrechnungen und der Aufbau von Datenbanken mit Gewebeproben  und genetischen Informationen.</p>
<p>Durch Vergleiche zwischen den Erbinformationen Betroffener und  gesunder Menschen haben Wissenschafter in aller Welt mittlerweile sieben  Gene gefunden, die mit den Parkinson-typischen Krankheitszeichen in  Zusammenhang stehen. Eines dieser Gene – es enthält den molekularen  Bauplan für das Eiweiß Alpha-Synuklein – könnte vielleicht den Tod  spezialisierter Nervenzellen in einem winzigen Teil des Kleinhirns  erklären. Diese Zellen, die mit Hilfe des Botenstoffes Dopamin  Bewegungssignale übertragen, beginnen bereits viele Jahre vor dem  Ausbruch der Krankheit zu sterben. Bei Gewebeuntersuchungen Verstorbener  fanden Pathologen in den Zellen immer wieder Klümpchen aus  Alpha-Synuklein. Bei einer Handvoll Familien, die unter einer erblichen  Form von Parkinson leiden, sind die fatalen Klümpchen offensichtlich die  Folge eines Defekts im Gen für Alpha-Synuklein.</p>
<p>Zwar haben die weitaus meisten Parkinson-Kranken das Leiden nicht  geerbt, doch könnten zufällige Mutationen auch bei ihnen eines der  bekannten oder unbekannten „Parkinson-Gene“ beschädigt haben. Außerdem  halten es viele Wissenschaftler es für wahrscheinlich, dass normales  Alpha-Synuklein sich in Gegenwart bestimmter, Drogen, Medikamente oder  anderer Umwelteinflüsse in die giftige, klümpchenbildende Variante  umwandelt.</p>
<p>Die Suche nach Substanzen, welche die Klümpchenbildung verhindern  könnten, ist bereits in vollem Gange. In Verbindung mit einer  verbesserten Früherkennung könnte diese Strategie den Ausbruch der  Krankheit verzögern oder gar verhindern. Denn noch immer vergehen  zwischen fünf und zehn Jahren zwischen dem Beginn des Nervenzerfalls und  der Diagnose der Krankheit, berichtete Oertels Mitarbeiter Günter  Höglinger. Zu diesem Zeitpunkt sind etwa achtzig Prozent der Dopamin  bildenden Nervenzellen im Bereich der so genannten Substantia nigra  untergegangen. Ob die viel diskutierten Stammzellen den Verlust ersetzen  können, wird man erst in vielen Jahren beurteilen können, räumt einer  der prominentesten Verfechter dieser Forschungsrichtung ein, Otmar  Wiestler vom Institut für Neuropathologie der Universität Bonn.</p>
<p>Helfen können die Ärzte ihren Patienten derzeit nur mit Arzneien,  die den Verlust des Botenstoffes Dopamin vorrübergehend ausgleichen.  Zusätzlich verschreibt man oft Psychopharmaka gegen Schlafstörungen,  Depressionen und anderer Gemütsschwankungen, die sowohl eine Folge der  Krankheit sein können als auch eine Nebenwirkung der Dopamin-Behandlung.</p>
<p>Probleme bereitet die Ersatztherapie auch deshalb, weil ihre  Wirksamkeit mit zunehmender Krankheitsdauer nachlässt. Das Zittern wird  immer stärker, kontrollierte Bewegungen sind mitunter kaum mehr möglich.  Mehr noch fürchten viele das „OFF“, einen Starrezustand, der völlig  unberechenbar eintritt und bis zu zwei Stunden anhalten kann.</p>
<p>Die einzige verbleibende Möglichkeit für diese Patienten sind  komplizierte Operationen am Denkorgan. Mit millimetergenauen Eingriffen  schalteten Neurochirurgen früher die betroffenen Hirnregionen  unwiderruflich durch Hitzeeinwirkung aus (Pallidotomie). Heute bevorzugt  man das Verfahren der Tiefen Hirnstimulation (auch Tiefhirnstimulation), bei dem in spezialisierten  Kliniken eine Elektrode samt programmierbarem Minicomputer implantiert  wird. Der lässt sich dann per Knopfdruck vom Patienten aktivieren, um  die zappelnden Gliedmaßen binnen Sekunden zu beruhigen. Videoaufnahmen,  die den dramatischen Effekt der Tiefen Hirnstimulation dokumentieren,  wurden auch in Aachen gezeigt und gehören sicher zu den  eindrucksvollsten Belegen für die Fortschritte der Neurologie. Um  durchschnittlich 80 bis 90 Prozent ließen sich die Bewegungsstörungen  verringern, berichtete beispielsweise Jens Volkmann von der  Neurologischen Klinik der Universität Kiel. Der Medikamentenverbrauch  sinke nach dem Eingriff im Mittel um 60 Prozent. Etwa jeder zehnte  Parkinson-Patient könnte durch die Tiefhirnstimulation von seinem Leiden  befreit werden, schätzt Professor Volker Sturm, der solche Operationen  an der Kölner Universitätsklinik durchführt.</p>
<p>Wunder können allerdings auch die Neurologen nicht vollbringen:  Die Wirkung der Tiefen Hirnstimulation hält zwar über mindestens neun Jahre  an, wie die Daten der ersten Patienten belegen. Die Lebensqualität  scheint aber nicht im gleichen Maße zuzunehmen, fand die Arbeitsgruppe  um Volker Tronnier an der Universität Heidelberg heraus. Die Ärzte  beobachteten vermehrte Sprech- und Schluckstörungen und notierten  außerdem häufige Depressionen bei gleichzeitiger Abnahme von Initiative  und Motivation. Damit werde „ein Teil des Zugewinns aufgewogen“, mussten  die Experten in Aachen bekennen.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<ul>
<li>74. Kongress Deutsche Gesellschaft für Neurologie.  Aachen</li>
</ul>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://simmformation.michaelsimm.de/Stichwort/parkinson/">Alle    Artikel über die Parkinson-Krankheit bei Simmformation v7</a></li>
</ul>
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