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	<title>Simmformation v7 &#187; Psychologie</title>
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	<description>Artikel, Trends und Hintergründe aus Medizin &#38; Pharma, Gentechnik &#38; Hirnforschung</description>
	<lastBuildDate>Tue, 13 Dec 2011 13:24:00 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Hirnstruktur spiegelt politische Einstellung</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Apr 2011 15:01:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gehirn & Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Einen Zusammenhang zwischen der politischen Einstellung und der Ausprägung bestimmter Hirnstrukturen haben mehrere Forscher aus London gefunden. Wie sie in der online-Ausgabe der Zeitschrift Current Biology berichten, war bei Studenten, die sich als freiheitlich (engl. &#8220;liberal&#8221;) bezeichneten der vordere Bereich des so genannten Gyrus cinguli vergrößert. Konservative hatte dagegen einen größeren Mandelkern (Amygdala). Für seine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="height:33px;" class="really_simple_share"><div style="width:100px;" class="really_simple_share_facebook_like"> 
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		<div style="clear:both;"></div><p>Einen Zusammenhang zwischen der politischen Einstellung und der Ausprägung bestimmter Hirnstrukturen haben mehrere Forscher aus London gefunden. Wie sie in der online-Ausgabe der Zeitschrift <em>Current Biology</em> berichten, war bei Studenten, die sich als freiheitlich (engl. &#8220;liberal&#8221;) bezeichneten der vordere Bereich des so genannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gyrus_cinguli">Gyrus cinguli</a> vergrößert. Konservative hatte dagegen einen größeren <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amygdala">Mandelkern (Amygdala)</a>.</p>
<p>Für seine Forschung hatte <a href="http://www.fil.ion.ucl.ac.uk/~grees/">Geraint Rees vom University College London</a> mit seinem Kollegen Ryota Kanai 90 Studenten zunächst einen Fragebogen ausfüllen lassen, in dem sie ihre politische Orientierung notierten, und dann die Hirne der freiwilligen Versuchspersonen mit Hilfe der <a href="http://simmformation.michaelsimm.de/2006/01/blick-unter-die-schaedeldecke/">funktionellen Kernspintomografie</a> vermessen. Das Ergebnis deckt sich einerseits mit den bekannten Aufgaben der auffälligen Hirnregionen und andererseits mit früheren psychologischen Untersuchungen. Demnach sind Menschen mit eher liberalen Einstellungen besser in der Lage, widersprüchliche Informationen zu verarbeiten, was eine Funktion des Gyrus cinguli ist. Konservative können dagegen Bedrohungen leichter erkennen &#8211; und die werden im Mandelkern registriert und bewertet.</p>
<p>&#8220;Man wusste bereits, dass bestimmte psychologische Merkmale Rückschlüsse auf die politische Orientierung erlauben&#8221;, erklärte Kanai. &#8220;Unsere Studie hat nun einen Zusammenhang zwischen diesen Persönlichkeitsmerkmalen und bestimmten Hirnstrukturen nachgewiesen.&#8221; Offen ist laut Kanai noch die Frage, ob die politische Einstellung die Größe der identifizierten Hirnregionen beeinflusst, oder ob umgekehrt erst die mehr oder weniger starke Ausprägung von Gyrus cinguli und Mandelkern der Entwicklung liberaler oder konservativer Denkweisen voraus geht. Natürlich sei die schematische Unterteilung der Politik in Links und Rechts eine grobe Vereinfachung, räumt Kanai ein. &#8220;Prinzipiell lässt sich diese Methode aber auch nutzen, um Zusammenhänge zwischen Hirnstrukturen und anderen Denkweisen aufzudecken.&#8221; Vielleicht könnten die Unterschiede im Denkorgan ja auch erklären, warum manche Menschen sich überhaupt nicht für Politik interessieren, oder warum der eine lieber einen Apple-Computer kauft und der andere lieber einen PC.</p>
<p>Den Anstoß zur Forschungsarbeit von Rees und Kanai hatte der britische Schauspieler <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Colin_Firth">Colin Firth</a> gegeben, der zusammen mit dem Wissenschaftskorrespondenten der BBC, Tom Feilden in einer <a href="http://www.bbc.co.uk/blogs/today/tomfeilden/2010/12/are_political_beliefs_hard_wir.html">Radiosendung</a> Ende 2010 nach Unterschieden in der Hirnstruktur zwischen Politikern unterschiedlicher Parteien gefragt hatte und dazu den Konservativen Abgeordneten Alan Duncan und den Labour-Abgeordneten Stephen Pound gewinnen konnte. Der Ex-Liberale Firth hatte damals als Grund für seinen Wissensdurst der Zeitung Daily Mail verraten: &#8220;Ich wollte einfach nur herausfinden, was nicht stimmt mit der Biologie bei Leuten, die andere Ansichten haben als ich.&#8221;<img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/15f539e145ed49f9b0be4bf2f6de1ef5" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Geld lindert Schmerzen</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 22:22:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gehirn & Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerz]]></category>
		<category><![CDATA[SfN]]></category>

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		<description><![CDATA[Menschen, die vor Gericht ein Schmerzensgeld zugesprochen bekommen, leiden wahrscheinlich weniger. Diesen Schluss legt zumindest eine Untersuchung der Psychologin Wiebke Gandhi vom Zentrum für Schmerzforschung der McGill Universität in Montreal nahe. &#8220;Unsere Studie zeigt, dass Menschen die eine finanzielle Belohnung erhalten, weniger Schmerz verspüren. Umgekehrt wurden Schmerzen unserer freiwilligen Versuchsteilnehmer aber auch schlimmer, nachdem sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="height:33px;" class="really_simple_share"><div style="width:100px;" class="really_simple_share_facebook_like"> 
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		<div style="clear:both;"></div><p><a rel="attachment wp-att-1963" href="http://simmformation.michaelsimm.de/2010/11/geld-lindert-schmerzen/sfn-logo/"><img class="alignleft size-full wp-image-1963" title="SfN-Logo" src="http://simmformation.michaelsimm.de/wp-content/uploads/2010/11/SfN-Logo.jpg" alt="" width="73" height="73" /></a>Menschen, die vor Gericht ein Schmerzensgeld zugesprochen bekommen, leiden wahrscheinlich weniger. Diesen Schluss legt zumindest eine Untersuchung der Psychologin Wiebke Gandhi vom Zentrum für Schmerzforschung der McGill Universität in Montreal nahe. &#8220;Unsere Studie zeigt, dass Menschen die eine finanzielle Belohnung erhalten, weniger Schmerz verspüren. Umgekehrt wurden Schmerzen unserer freiwilligen Versuchsteilnehmer aber auch schlimmer, nachdem sie zuvor Geld verloren hatten&#8221;, erklärte Gandhi in San Diego auf der weltweit größten Versammlung von Hirnforschern, der Jahrestagung der US-amerikanischen <a href="http://www.sfn.org">Society for Neuroscience</a>.</p>
<p>Gandhi wusste bereits, dass Schmerz und Belohnung im Gehirn in ähnlichen Systemen verarbeitet werden und wollte daher genauer untersuchen, wie die beiden Gefühle sich gegenseitig beeinflussen. Bekannt war bereits, dass Drogen, gutes Essen, schöne Musik und auch erotische Bilder Schmerzen beim Menschen zu lindern vermögen.</p>
<p>An dem Experiment hatten jeweils zwölf Männer und Frauen teilgenommen, die mit zwanzig Dollar Spielgeld darauf wetteten, ob ein Glücksrad auf den Farben Rot oder Blau zum Stillstand kommen würde. Gleichzeitig mit dem Ergebnis erhielten die Probanden mit einer Elektrode einen mehr oder weniger unangenehmen Hitzereiz am Bein. Als die Freiwilligen gebeten wurden, die Stärke ihrer Schmerzen zu bewerten, zeigte sich, dass verlorene Wetten die Schmerzen verschlimmerten, obwohl die Dauer und die Temperatur des Hitzereizes unverändert waren. Umgekehrt vermeldeten die Versuchsteilnehmer jeweils geringere Schmerzen, wenn sie gerade eine Wette gewonnen hatten.</p>
<p>&#8220;Geld hat demnach einen bedeutenden Einfluss auf die Schmerzwahrnehmung gesunder Menschen&#8221;, sagte Gandhi. Als nächstes will die Hirnforscherin nun heraus finden, ob dies auch für Menschen gilt, die unter andauernden oder wiederkehrenden (chronischen) Schmerzen leiden. &#8220;Wenn wir das Verhältnis zwischen Schmerz und Belohnung besser verstehen, könnten davon auch diese Patienten profitieren&#8221;, hofft Gandhi.</p>
<ul>
<li>Tiede, W, Elfassy N., Schweinhardt P. Monetary reward attenuates pain perception. Abstract 79.10. 2010 Neuroscience Meeting Planner. San Diego, CA: Society for Neuroscience, 2010. Online.</li>
</ul>
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		<title>Mustergeschöpfe &#8211; Ausstellung in Schorndorf</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 08:59:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>
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		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Statt Nachrichten aus der Medizin gibt es heute einmal Denkanstöße aus der Kunst und eine Diskussion zu vermelden: &#8220;Mustergeschöpfe &#8211; Zwischen hohen Erwartungen und großen Befürchtungen&#8221; heißt eine Ausstellung, die am Freitag, dem 9. Juli um 19:00 mit einer Vernissage im Röhm eröffnet &#8211; auch bekannt als Alte Lederfabrik Schorndorf. Dort stellt die Künstlerin Verena [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="height:33px;" class="really_simple_share"><div style="width:100px;" class="really_simple_share_facebook_like"> 
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			</div></div>
		<div style="clear:both;"></div><p>Statt Nachrichten aus der Medizin gibt es heute einmal Denkanstöße aus der Kunst und eine Diskussion zu vermelden: &#8220;Mustergeschöpfe &#8211; Zwischen hohen Erwartungen und großen Befürchtungen&#8221; heißt eine Ausstellung, die am Freitag, dem 9. Juli um 19:00 mit einer Vernissage im Röhm eröffnet &#8211; auch bekannt als <a href="http://www.lederfabrik-schorndorf.de/">Alte Lederfabrik Schorndorf</a>. Dort stellt die Künstlerin <a href="http://www.verena-braunstein.de/lebenslauf/">Verena Braunstein</a> interessante Fragen: Macht es uns glücklicher, wenn wir all das verwirklichen, was möglich ist? Wenn alle Menschen vollkommen sind, verlieren wir dann unsere Identität?<img src="http://vg03.met.vgwort.de/na/80e9748e7d4f4ad0b75ddc6bca91b1cd" alt="" width="1" height="1" /></p>
<div id="attachment_1718" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a rel="attachment wp-att-1718" href="http://simmformation.michaelsimm.de/2010/07/mustergeschoepfe-ausstellung-in-schorndorf/schorndorf/"><img class="size-large wp-image-1718" title="Schorndorf" src="http://simmformation.michaelsimm.de/wp-content/uploads/2010/07/Schorndorf-600x288.jpg" alt="" width="600" height="288" /></a><p class="wp-caption-text">Kunst trifft Wissenschaft: Ab 9. Juli im Röhm, Schorndorf</p></div>
<p>&#8220;Da wachsen Zwitterwesen in einem Garten heran, kraftvolle Keimlinge strecken sich und Leckereien verführen uns zur Gestaltung unserer selbst &#8211; gleichzeitig gerät da auch etwas aus den Fugen, verläßt den kontrollierbaren Bereich, entwickelt ein Eigenleben&#8221;, heißt es im Prospekt. Es geht also um die Grenzbereiche des wissenschaftlichen Fortschritts, insbesondere um die Reproduktionsbiologie. Und weil die mich ebenso interessiert wie Frau Braunstein werde ich an diesem Tag gleich zwei mal mitdiskuttieren, sowohl in einer geschlossenen Schülerveranstaltung, als auch nach der Vernissage mit den Besuchern der Ausstellung. Und wer am Freitag nicht kommen kann, bekommt an folgenden Terminen eine zweite Chance, die Ausstellung zu sehen und sich näher mit der Thematik zu befassen:</p>
<ul>
<li>Am 11. Juli gibt es um 11:00 eine Sonntagsmatinée mit Frau Annegret Braun, Leiterin der Beratungsstelle Pränataluntersuchung und Aufklärung des Diakonischen Werks Württemberg. &#8220;Auf dem Weg zum perfekten Kind&#8221; lautet das Thema und es geht dabei um die Angst werdender Eltern, schon während der Schwangerschaft etwas zu versäumen. Das Thema geriet erst vor wenigen Tagen in die Schlagzeilen, <a href="http://www.faz.net/s/Rub7F74ED2FDF2B439794CC2D664921E7FF/Doc~E6AE3C7DCD8F84A9B9724BFBDF1F70EFC~ATpl~Ecommon~Scontent.html">nachdem der Bundesgerichtshof in einem Grundsatzurteil die Präimplantationsdiagnostik außerhalb des Mutterleibs quasi erlaubt hat</a> (genauer: Sie wird nicht bestraft).</li>
<li>Die Ausstellung ist geöffnet am Samstag, dem 10.7. von 15:00 bis 19:00 und am Sonntag, dem 11.7. von 11:00 bis 18:00 sowie am</li>
<li>Freitag, dem 16.7. von 16:00 bis 21:00, Samstag 17.7. von 15:00 bis 19:00 und Sonntag 18.7. von 11:00 bis 18:00.</li>
</ul>
<p>Für alle, denen der Weg nach Schorndorf zu weit ist, oder die sich nach der Ausstellung noch aus weiteren Quellen über die Möglichkeiten, Grenzen und auch den Missbrauch der Techniken zum &#8220;Baby-machen&#8221; informieren wollen, habe ich folgende Lese- und Videotipps:</p>
<ul>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCnstliche_Befruchtung">Die Wikipedia mit zahlreichen Fakten zur künstlichen Befruchtung</a></li>
<li>&#8220;Frozen Angels&#8221; (Engel auf Eis) von Frauke Sandig und Eric Black ist eine spannende, 90-minütige Dokumentation über die US-Befruchtungsindustrie und deren Auswüchse, die seit dem Erscheinen des Films im Jahr 2005 keineswegs geringer geworden sind. Der Film hat sogar eine eigene <a href="http://www.frozen-angels-der-film.de/">Webseite</a>, Sie können sich aber auch die <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000GPPQ4Y?ie=UTF8&amp;tag=simmformation-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B000GPPQ4Y">DVD bei Amazon bestellen</a>.</li>
<li>Deutlich kürzer, mit Schwerpunkt auf den Verhältnissen in Deutschland und deutlich positiver wurde das Thema dargestellt in einer Quarks &amp; Co Sendung im September 2008 mit dem Titel: <a href="http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2008/0916/000_wunschkind.jsp">Der steinige Weg zum Wunschkind</a>. Auf der WDR-Webseite kann man sowohl ein Manuskript als auch einen <a href="http://www.wdr.de/tv/home/sendemitschnitte/">Mitschnitt bestellen</a>. Ganz nebenbei wäre es wohl auch eine interessante Übung für das Fach Medienkunde, den Film &#8220;Frozen Angels&#8221; mit der WDR-Produktion zu vergleichen.</li>
<li>Der Science-Fiction Film GATTACA schließlich greift in äußerst beeindruckender Weise  das Thema der Optimierung des Menschen durch die Möglichkeiten der  Gentechnik auf. Als gelernter Genetiker halte ich GATTACA  für einen der besten &#8211; und  realistischsten &#8211; Science-Fiction-Filme überhaupt. Eine schöne <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gattaca">Besprechung findet sich auf Wikipedia</a>, und natürlich kann man auch diese <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2Fs%3Fie%3DUTF8%26ref_%3Dnb%5Fsb%5Fss%5Fi%5F0%5F7%26field-keywords%3Dgattaca%2520dvd%26url%3Dsearch-alias%253Ddvd%26sprefix%3DGATTACA&amp;site-redirect=de&amp;tag=simmformation-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=19454">DVD bei Amazon bestellen</a>.</li>
<li>Zurück in der Wirklichkeit: <a onclick="javascript:_gaq.push(['_trackEvent','outbound-article','www.wunschkinder.net']);" href="http://www.wunschkinder.net/">Die  Kinderwunsch-Seite<img id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.35/t.gif" alt="" /></a> gibt Nachhilfe nicht  nur über die Grundlagen der Fruchtbarkeit und die natürliche  Familienplanung, sondern informiert auch über die zahlreichen Methoden,  mit denen Ärzte versuchen, unerfüllte Kinderwünsche zu verwirklichen.  Ergänzt wird die gut gemachte Seite durch ein sehr reges Forum,  Buchtipps und zahlreiche Service-Angebote.</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Deutschland ist Weltmeister &#8211; in Wehleidigkeit</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 07:30:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Arzneikosten]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Das war mal wieder ein gefundenes Fressen &#8211; für die Nachrichtenagenturen ebenso wie für die Zeitungen, die sich auf eine Pressemitteilung der Techniker Krankenkasse gestürzt haben: Fast alle Patienten (95 Prozent) seien mit ihren Ärzten zufrieden, hallte es durch den Blätterwald und durch das Internet. Allenfalls mehr Informationen hätte Otto Normalpatient gerne von seinem Arzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="height:33px;" class="really_simple_share"><div style="width:100px;" class="really_simple_share_facebook_like"> 
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			</div></div>
		<div style="clear:both;"></div><p>Das war mal wieder ein gefundenes Fressen &#8211; für die Nachrichtenagenturen ebenso wie für die Zeitungen, die sich auf eine Pressemitteilung der Techniker Krankenkasse gestürzt haben: Fast alle Patienten (95 Prozent) seien mit ihren Ärzten zufrieden, hallte es durch den Blätterwald und durch das Internet. Allenfalls mehr Informationen hätte Otto Normalpatient gerne von seinem Arzt und er möchte stärker in die ärztlichen Entscheidungen einbezogen werden.<img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/abcb415e1a9a4470ab5486b0154c0d8d" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Weitaus interessanter fand ich aber ganz andere Ergebnisse der angeblich repräsentativen Umfrage, die telefonisch mit 1000 gesetzlich Versicherten durchgeführt wurde. Ich schreibe <strong>angeblich </strong>repräsentativ, denn die privat Versicherten hat man offensichtlich ignoriert und deren Verhalten in punkto Gesundheit unterscheidet sich bekanntlich deutlich von dem gesetzlich versicherter Menschen. Jetzt aber genug der Vorrede und weiter mit dem für mich wirklich Erstaunlichen an dieser Untersuchung:</p>
<ul>
<li>45 Prozent der Befragten waren innerhalb der letzten vier Wochen beim Arzt</li>
<li>90 Prozent waren im letzten halben Jahr beim Arzt, und jetzt kommt´s:</li>
<li>nahezu jeder Zweite hielt sich für chronisch krank, bei den über 60-Jährigen waren es sogar zwei Drittel</li>
</ul>
<div id="attachment_1659" class="wp-caption alignleft" style="width: 396px"><a rel="attachment wp-att-1659" href="http://simmformation.michaelsimm.de/2010/06/deutschland-ist-weltmeister-in-wehleidigkeit/grafik_arztreporteinseitig/"><img class="size-full wp-image-1659 " title="Grafik_Arztreport(einseitig)" src="http://simmformation.michaelsimm.de/wp-content/uploads/2010/06/2immer-oefter-zum-Arzt.jpg" alt="" width="386" height="517" /></a><p class="wp-caption-text">Mehr Arztbesuche pro Kopf als jedes andere Land: Sind wir ein Volk von Heulsusen?</p></div>
<p>Oh je, oh je. Geht es uns wirklich so schlecht? Ein klares &#8220;Nein&#8221; ist die Antwort, den die Schätzungen für den Anteil &#8220;echter&#8221; chronisch Kranker an der Bevölkerung liegt laut statistischem Bundesamt bei 28 Prozent und aus den Versichertendaten der Techniker Krankenkasse ergibt sich &#8220;nur&#8221; ein Wert von 20 Prozent. Als &#8220;chronisch&#8221;, das sei nebenbei bemerkt, gelten Krankheiten, die sich langsam entwickeln oder lange (mehr als vier Wochen) anhalten. Das jeder zweite sich für chronisch krank hält, findet der Vorstandsvorsitzende der TK, Norbert Klusen übrigens bedenklich: &#8220;Und es lässt auch Rückschlüsse auf die Erwartungshaltung der Menschen gegenüber unserem Gesundheitswesen zu&#8221;.</p>
<p>Dem kann ich nur zustimmen und schließe aus dieser Umfrage, dass die Deutschen offensichtlich ganz besonders wehleidig sind. Eine weitere Zahl aus der Umfrage bestätigt meinen Verdacht: Mit 18 Arztbesuchen pro Jahr liegen wir weltweit an der Spitze.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<ul>
<li>Beate Bestmann, Frank Verheyen. <a title="Im neuen Fenster" onclick="return  openWindowWithParams('/centaurus/servlet/contentblob/224246/Datei/49342/WINEG%20Wissen%20-%20Patientenzufriedenheit.pdf',  '', '');" onmousedown="wt_sendinfo  ('.wineg.wissenschaftliche-arbeit.projekte.patientenzufriedenheit.patientenzufriedenheit-pdf','click');" href="http://www.tk-online.de/centaurus/servlet/contentblob/224246/Datei/49342/WINEG%20Wissen%20-%20Patientenzufriedenheit.pdf">Patientenzufriedenheit  (PDF, 478 KB )  <img src="http://www.tk-online.de/centaurus/images/icon_pdf.gif" alt="Datei-Symbol" /></a>. Ergebnisse einer repräsentativen Studie  in der ambulanten ärztlichen Versorgung. WINEG Wissen | 01.  Hamburg: Techniker Krankenkasse 2010.</li>
<li><a href="http://www.tk-online.de/tk/wissenschaftliche-arbeit/projekte/patientenzufriedenheit/224242">Zusammenfassung der Studie zur Patientenzufriedenheit</a></li>
<li><a href="http://www.tk-online.de/tk/pressemitteilungen/gesundheit-und-service/224996">Arzt und Patient auf Augenhöhe? Deutschlands Patienten  wollen mitreden</a>. (Pressemitteilung der Techniker Krankenkasse zur Studie über Patientenzufriedenheit)</li>
<li><a href="http://www.barmer-gek.de/barmer/web/Portale/Versichertenportal/Presse-Center/Infomaterial/Arztreport/PDF__Arztreport,property=Data.pdf">Der &#8220;Arztreport&#8221; der Barmer GEK vom Januar 2010</a></li>
</ul>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1231945310052.shtml">17,7 Arztbesuche pro Jahr &#8211; ein lesenswerter Artikel im Kölner Stadtanzeiger von Stefan Sauer aus dem Vorjahr</a></li>
<li>Ein Deutungsversuch von Sven Böll im Spiegel: <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,672500,00.html">Placebo-Politik füllt deutsche Wartezimmer</a></li>
<li><a href="http://www.stern.de/gesundheit/barmer-gek-studie-deutsche-gehen-immer-haeufiger-zum-arzt-1536817.html">Deutsche gehen immer häufiger zum Arzt</a>, berichtete z.B. auch der Stern über den &#8220;Arztreport&#8221; der Krankenkasse Barmer GEK</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Warum wir immer die Falschen wählen</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 13:08:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn & Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Zweifel an unserem Wahlsystem habe ich nicht erst seit Merkel &#38; Co sich mit immer neuen Gesetzen über den Willen des Volkes hinwegsetzen. Oder bevorzugen Sie etwa Christian Wulff als Bundespräsident gegenüber Joachim Gauck? Hätten Sie für die Griechenlandhilfe gestimmt? Waren Sie für eine &#8220;Transferunion&#8221;, bei der Deutschland mit mindestens 175 Milliarden für andere Euro-Länder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="height:33px;" class="really_simple_share"><div style="width:100px;" class="really_simple_share_facebook_like"> 
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			</div></div>
		<div style="clear:both;"></div><p>Zweifel an unserem Wahlsystem habe ich nicht erst seit Merkel &amp; Co sich mit immer neuen Gesetzen über den Willen des Volkes hinwegsetzen. Oder bevorzugen Sie etwa Christian Wulff als Bundespräsident gegenüber Joachim Gauck? Hätten Sie für die Griechenlandhilfe gestimmt? Waren Sie für eine &#8220;Transferunion&#8221;, bei der Deutschland mit mindestens 175 Milliarden für andere Euro-Länder haftet? Wollten Sie die &#8220;notleidenden Banken&#8221; retten, und haben Sie ihre D-Mark freiwillig gegen den Euro eingetauscht? Und wie kommt es eigentlich, dass ein ums andere Mal Politiker gewählt werden, die offensichtlich inkompetent sind und die immer wieder damit durchkommen, uns frech zu belügen?<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/c31b9010800d4cf2be7dc6c42a36c7f6" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Nun, zumindest auf die letzte Frage haben Wissenschaftler des University College London und der Universität Princeton (USA) eine überzeugende Antwort gefunden: Wir sind selbst schuld. Die meisten Wähler vergeben ihre Stimmen nämlich nicht etwa nach gründlicher Überlegung an diejenigen mit den besten Argumenten. Entschieden wird vielmehr anhand von Oberflächlichkeiten &#8211; etwa weil der scheinbar entschlossene Gesichtsausdruck des einen Kandidaten gefällt, die nachdenkliche Mimik des Konkurrenten aber nicht.</p>
<div id="attachment_1622" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-1622" href="http://simmformation.michaelsimm.de/2010/06/warum-wir-immer-die-falschen-wahlen/bush-und-cheney/"><img class="size-medium wp-image-1622 " title="Bush und Cheney" src="http://simmformation.michaelsimm.de/wp-content/uploads/2010/06/Bush-und-Cheney-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Entschlossener Blick, aber keine Ahnung: So wird man Präsident (Foto: Eric Draper)</p></div>
<p>&#8220;Wähler beurteilen die Kompetenz von Politikern anhand von deren Gesichtsausdrücken und aufgrund dieser, auf Äußerlichkeiten basierenden Urteile kann man sowohl das Wahlverhalten des Einzelnen als auch den Ausgang der Wahl insgesamt vorhersagen&#8221;, heißt es in einer Pressemitteilung des Springer-Fachverlages, bei dem <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/else.econ.ucl.ac.uk');" href="http://else.econ.ucl.ac.uk/newweb/displayProfile.php?key=71">Dr.  Christopher Olivola<img id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.34/t.gif" alt="" /></a> und <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/weblamp.princeton.edu');" href="http://weblamp.princeton.edu/%7Epsych/psychology/research/todorov/index.php">Professor  Alexander Todorov</a> ihre Untersuchung veröffentlicht haben. Die Erklärung für dieses unselige Verhalten lautet: Weil das Gehirn eine ganze Flut von Informationen über die Kandidaten verarbeiten müsste, um zu einer gut fundierten Entscheidung zu kommen, sei es keine Überraschung, dass die Wähler &#8220;geistige Abkürzungen&#8221; nehmen. Heraus gefunden haben Olivola und Todorov dies mit einer interessanten Kombination aus Literaturstudium und Computersimulation. Erst haben die beiden Psychologen jene Gesichtsausdrücke identifiziert, die gemäß früheren Studien bei den meisten Menschen den Eindruck von Kompetenz erwecken. Dann manipulierten sie mit dem Computer diese Gesichtsausdrücke und ermitteln die Reaktionen ihrer freiwilligen Versuchspersonen. Heraus kam, dass der Anschein von Reife einerseits und körperliche Attraktivität andererseits die beiden wichtigsten Merkmale waren, aufgrund derer die Studienteilnehmer jemanden für kompetent hielten.</p>
<p>&#8220;Es wird keine leichte Aufgabe, die Menschen dazu zu bewegen, diese Macht des ersten Eindrucks zu überwinden&#8221;, fürchten Olivola und Todorov. Wegen der Schnelligkeit und dem Automatismus, mit dem Schlussfolgerungen aufgrund von Oberflächlichkeiten getroffen werden, seien diese Urteile nur schwer zu korrigieren. &#8220;Noch dazu ist es den Leuten oft nicht einmal bewusst, dass sie ihre Urteile anhand des Aussehens der Anderen treffen.&#8221; Ein Patentrezept haben die beiden Forscher deshalb nicht zu bieten. &#8220;Den Einfluss des Fernsehens und anderer Medien zu kontrollieren wäre wohl extrem schwierig. Den Wählern eine bessere Bildung zukommen zu lassen wäre wahrscheinlich die bessere Strategie&#8221;, spekulieren die beiden Wissenschaftler.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.springerlink.com/content/w6wu7h2187758167/">Olivola CY, Todorov A . Elected in 100 milliseconds:  appearance-based trait inferences and voting. <em>Journal of Nonverbal  Behavior</em> (2010) DOI 10.1007/s10919-009-0082-1</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Die Wochenschau 02-2010</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 23:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Impfung]]></category>
		<category><![CDATA[Malaria]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Schweinegrippe]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach 25 Jahren Forschung gibt es (wieder einmal) Hoffnung auf einen Impfstoff gegen die Tropenkrankheit Malaria, meldet Marcus Theurer aus London in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Jo Cohen habe die Vakkzine für GlaxoSmithKline (GSK) entwickelt, den viertgrößten Pharmakonzern der Welt. Mitbeteiligt war als Geldgeber die von Microsoft-Gründer Bill Gates finanzierte Malaria Vaccine Initiative. Der Impfstoff [...]]]></description>
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			</div></div>
		<div style="clear:both;"></div><ul>
<li>Nach 25 Jahren Forschung gibt es (wieder einmal) Hoffnung auf einen Impfstoff gegen die Tropenkrankheit Malaria, meldet <a href="http://bit.ly/58GL8m">Marcus Theurer aus London in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung</a>. Jo Cohen habe die Vakkzine für GlaxoSmithKline (GSK) entwickelt, den viertgrößten Pharmakonzern der Welt. Mitbeteiligt war als Geldgeber die von Microsoft-Gründer Bill Gates finanzierte Malaria Vaccine Initiative. Der Impfstoff befindet sich demnach in Phase III der klinischen Prüfung, einem Stadium in dem normalerweise die entscheidenden Daten für die Marktzulassung gesammelt werden. Laut Cohen liegt die Gefahr eines Scheiterns in dieser Phase nur noch bei 10 bis 15 Prozent &#8211; &#8220;gefühlsstatistisch&#8221; scheint sie mir höher zu sein. Mag sein, dass GSK die gute Nachricht gerade jetzt verbreitet, weil das Unternehmen als einer der Hauptproduzenten eines Impfstoffes gegen die Schweinegrippe derzeit von vielen Seiten der Panikmache und Preistreiberei bezichtigt wird. Aber erstens glaube ich nicht an solch eine &#8220;Verschwörung&#8221;. Zweitens darf, wer Gutes tut, auch darüber reden. Und drittens ist die Malaria mit geschätzten 900000 Todesopfern jährlich nach vor einer der schlimmsten Killer unter den Infektionskrankheiten.</li>
<li>Die neuesten europäischen<a href="http://bit.ly/8fWqwn"> Zahlen zur so genannten Schweinegrippe</a> fasst das Deutsche Ärzteblatt zusammen. Demnach haben sich bisher 36,4 Millionen Europäer gegen die neue Form der Influenza impfen lassen und zwar ohne, dass ein Anstieg schwerwiegender Impfkomplikationen erkennbar sei. Die Daten stammen aus einer <a href="http://www.ema.europa.eu/pdfs/influenza/2134510en.pdf">Pressemitteilung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMEA</a> und von EudraVigilance, einem Netzwerk zur Erfassung von Nebenwirkungen bereits zugelassener Arzneien und Impfstoffe, wo man 8580 Berichte zur Schweinegrippe-Impfung registriert hat. Dem stehen bislang 2078 Todesopfer durch die neue Grippe in Europa gegenüber. Auch <a href="http://www.cdc.gov/h1n1flu/pdf/January_15.pdf">für die USA gibt es neue Zahlen</a>, diesmal von deren &#8220;Krankheitskontrollzentrum&#8221; <a href="http://www.cdc.gov">CDC</a>. Zwischen April und 12. Dezember 2009 gab es demnach geschätzte 55 Millionen Infektionen, das entspricht etwa etwa jedem sechsten Einwohner. Knapp 250000 mussten deswegen ins Krankenhaus, und 11160 Menschen starben. Danke für den Hinweis an <a href="http://twitter.com/Stollovo">Volker Stollorz</a>, <strong>dem </strong>Experten zum Thema unter Deutschlands Wissenschaftsjournalisten.</li>
<li>Und zu guter Letzt frage ich Sie, ob sie es auch gemerkt haben. Dass nämlich das letzte Wochenende irgendwie mehr Spaß gemacht hat, als die Arbeitswoche davor? Dann geht es Ihnen wie Richard Ryan, Professor für Psychologie an der Universität von Rochester. &#8220;Von Bauarbeitern und Sekretärinnen bis hin zu Ärzten und Rechtsanwälten sind die Menschen von Freitag Abend bis zum Sonntag Nachmittag besser gelaunt und aktiver und sie haben weniger Sorgen und Schmerzen&#8221;. So lautet das Ergebnis einer Studie mit 74 arbeitenden Erwachsenen, die Ryan soeben im <em>Journal of Social and Clinical Psychology </em>veröffentlicht hat. Außerdem hat der Wissenschaftler festgestellt, dass es einen engen Zusammenhang gibt zwischen dem &#8220;Wochenend-Effekt&#8221;und 1. Der Freiheit, zu tun was man will sowie 2. Der Gelegenheit, Zeit mit den Menschen zu verbringen, die man liebt. Mit dieser Erkenntnis ist Ryan sicher ein heißer Kandidat für den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ig-Nobelpreis">Ig-Nobelpreis</a>&#8230;</li>
</ul>
<p><img src="http://vg01.met.vgwort.de/na/085d0d3349fd4300b8f8c67a36b8701d" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<item>
		<title>Nach Kindestod: Trauerhilfe per Internet</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Aug 2009 09:43:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gehirn & Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Trauma]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorbemerkung: Es folgt eine Pressemitteilung der Universität Münster. Sie wurde ausgewählt zur Wiedergabe auf Simmformation, weil hier eine Methode beschrieben wird, die es mit vergleichsweise geringem Aufwand ermöglichen könnte, Eltern zu helfen, die ihr Kind während der Schwangerschaft oder unmittelbar danach verloren haben. „Der Verlust eines ungeborenen Kindes ist für die betroffenen Eltern oft ein [...]]]></description>
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			</div></div>
		<div style="clear:both;"></div><p><strong>Vorbemerkung:</strong> Es folgt eine <strong>Pressemitteilung der Universität Münster</strong>. Sie wurde ausgewählt zur Wiedergabe auf Simmformation, weil hier eine Methode beschrieben wird, die es mit vergleichsweise geringem Aufwand ermöglichen <a href="#könnte"><strong>könnte</strong></a>, Eltern zu helfen, die ihr Kind während der Schwangerschaft oder unmittelbar danach verloren haben.</p>
<p>„Der Verlust eines ungeborenen Kindes ist für die betroffenen Eltern oft ein traumatisches Erlebnis.“ Diese Erfahrung hat <a href="http://psychiatrie.klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=kersting">Professor Anette Kersting</a> als Ärztin und Psychotherapeutin in der <a href="http://psychiatrie.klinikum.uni-muenster.de/">Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Münster</a> (UKM) bereits häufig gemacht. Aus diesem Grund entwickelte sie ein bundesweit einmaliges Projekt: Eltern, die während oder unmittelbar nach der Schwangerschaft ein Kind verloren haben, bietet Anette Kersting gemeinsam mit den Diplom-Psychologinnen Kristin Kroker und Katja Baus eine Internettherapie, in der sie ihre Trauer verarbeiten können. Vor rund 18 Monaten startete das<a href="http://www.internettherapie-trauernde-eltern.de"> </a><a href="http://www.internettherapie-trauernde-eltern.de/">Onlineportal Internettherapie nach Verlust eines Kindes in der Schwangerschaft</a>. Mittlerweile liegen im Rahmen der wissenschaftlichen Evaluierung des Projekts erste Ergebnisse vor, die auf eine gute Wirksamkeit der Internettherapie schließen lassen.</p>
<p>Insgesamt 54 Patienten (52 Frauen und zwei Männer) nahmen bisher an der Behandlung teil – mit Erfolg, wie die Untersuchungsergebnisse des Projekts belegen: „Im Anschluss an die Behandlung zeigten die Klienten signifikante Verbesserungen auf allen Symptomebenen. Gemessen auf den Ebenen Trauer, traumatisches Erleben, allgemeine psychische Belastungen, Depressivität, Ängstlichkeit und Somatisierung ging es den Teilnehmern der Therapie signifikant besser als vor der Behandlung,“ freut sich Kersting. Drei Monate nach Abschluss der Behandlung wurden die Teilnehmer erneut befragt – auch zu diesem Zeitpunkt war der Zustand der Betroffenen weiterhin so stabil wie direkt nach der Therapie.</p>
<p>Diese positive Entwicklung würdigt auch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das eine Weiterförderung des Projekts in Höhe von 65000 Euro pro Jahr bis 2011 bewilligte. Dank dieser Förderung können betroffene Eltern die Onlinetherapie kostenlos in Anspruch nehmen. Das Team um Anette Kersting hofft nun, noch viele weitere Eltern in ihrem Trauerprozess zu unterstützen und langfristige Daten zur Wirksamkeit ihrer Therapie sammeln zu können. Dabei wünschen sich die Therapeutinnen, dass in Zukunft auch mehr Männer das Angebot nutzen. Denn Männer trauern anders als Frauen, sind vom Verlust eines Kindes aber ebenso betroffen wie Frauen: „Eine Fehl- oder Totgeburt ist für beide Elternteile ein einschneidendes Erlebnis, das psychisch sehr belastend sein kann“, erklärt Kersting den Leidensdruck trauernder Mütter und Väter. Therapeutische Unterstützung nehmen jedoch nur wenige Väter in Anspruch. Eine herkömmliche Psychotherapie ist für viele immer noch mit einem gesellschaftlichen Makel behaftet. Die Internettherapie hingegen bietet den Betroffenen mehr Anonymität und senkt die Hemmschwelle, professionelle Hilfe in dieser schwierigen Zeit in Anspruch zu nehmen. Doch nicht für alle Patienten ist die Internettherapie die geeignete Therapieform: Menschen, die unter Begleiterkrankungen wie Depressionen leiden oder suizidgefährdet sind, verweist das Team an andere Behandlungsangebote.</p>
<div id="attachment_419" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-419" title="Internettherapie für Trauernde" src="http://simmformation.michaelsimm.de/wp-content/uploads/2009/08/Internettherapie-für-Trauernde-300x218.jpg" alt="Helfen per Internet: Professor Kersting (l.) und Kollegen (Foto: ukm)" width="300" height="218" /><p class="wp-caption-text">Helfen per Internet: Professor Kersting (l.) und Kollegen (Foto: ukm)</p></div>
<p>Obwohl die Kommunikation in der Onlinetherapie ausschließlich schriftlich per E-Mail erfolgt, entwickelt sich eine intensive Beziehung zwischen Patient und Therapeut: „Die Therapie ging vielen Teilnehmern unglaublich nahe und sie waren erstaunt darüber, wie sehr ihnen die Beratung hilft“, berichtet Kersting. Die Behandlung besteht aus zehn strukturierten Schreibaufgaben, die über einen Zeitraum von fünf Wochen durchgeführt werden. Innerhalb eines Werktages erhalten die Patienten eine Rückmeldung auf ihren Essay und Instruktionen für die nächsten Aufgaben. „Dabei gehen wir individuell auf die Situation der Klienten ein“, betont die Therapeutin. Das Behandlungskonzept selbst gliedert sich in drei Module: In der ersten Phase der Selbstkonfrontation beschäftigen sich die Eltern in vier Texten detailliert mit dem Verlust, indem sie eine besondere Situation ausführlich beschreiben. In der zweiten Phase werden die Patienten aufgefordert einen unterstützenden Brief an eine fiktive Freundin zu schreiben, die das gleiche erlebt hat. So sollen die eigenen Gedanken in Frage gestellt und eine neue Perspektive des Verlusts eingenommen werden. Die dritte Behandlungsphase zielt schließlich darauf ab, das soziale Netzwerk zu reaktivieren und in die Situation der Eltern einzubeziehen.</p>
<p>Fragen zum Therapieangebot beantworten die Fachfrauen in Einzelchats im Rahmen einer offenen Sprechstunde, die jeden Dienstag von 10 Uhr bis 11 Uhr stattfindet. Weitere Informationen und Anmeldung zur Therapie gibt es <a href="http://www.internettherapie-trauernde-eltern.de">hier</a>. Hilfe zur Bewältigung der Trauer um ein totes Kind versprechen zudem mehrere Bücher. Die folgenden wurden von den weitaus meisten Lesern bei Amazon als einfühlsam und hilfreich bewertet: &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3466344883?ie=UTF8&amp;tag=simmformation-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3466344883">Schmetterlingsflüstern &#8211; Botschaften einer Kinderseele</a>&#8220;, &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3783125855?ie=UTF8&amp;tag=siv7-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3783125855">Meine Trauer wird Dich finden</a>&#8220;, &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3837045250?ie=UTF8&amp;tag=siv7-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3837045250">Tief im Herzen und fest an der Hand</a>&#8221; sowie &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3940801038?ie=UTF8&amp;tag=siv7-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3940801038">Ein Engel ist von uns gegangen</a>&#8220;.</p>
<p><strong><a name="könnte"></a>Kritisches Nachwort:</strong> Trotz des löblichen Ansatzes habe ich oben bewusst geschrieben, die Trauertherapie über das Internet <strong>könnte</strong> wirksam sein. Zwar waren die Psychotherapeuten offensichtlich &#8220;erfolgreich&#8221; in dem Sinne, dass es den Trauernden nach der Therapie besser ging als zuvor. Es fehlt allerdings ein Vergleich, ob es den Betroffenen nicht auch ohne diese Therapie besser gegangen wäre &#8211; zumindest steht davon nichts in der Pressemitteilung und es gibt auch keinen Hinweis darauf, dass die Studie in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift veröffentlicht und von Kollegen auf ihre Stichhaltigkeit überprüft wurde. Für das Familienministerium und deren Leiterin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_von_der_Leyen">Ursula von der Leyen</a> ist dies anscheinend nicht so wichtig. Es ist Wahlkampfzeit und deshalb halte ich mich mit Hurra-Schreien zurück, wenn ich lese, dass nun erst einmal 65000 Euro jährlich für eine &#8220;Weiterförderung&#8221; des Projekts bewilligt wurden, damit betroffene Eltern diese Online-Therapie kostenlos erhalten. Die Chancen stehen gut, dass sich die Wirksamkeit der Psychotherapie per Internet auch für trauernde Eltern erbringen lässt, (<a href="http://simmformation.michaelsimm.de/2009/07/internet-therapie-gegen-schlaflosigkeit/">für Schlaflosigkeit ist dies bereits gelungen</a>). Aber erst danach würde ich solch ein Angebot für alle Betroffenen gerne mit meinen Steuern oder Krankenkassenbeiträgen mitfinanzieren. Geld ist ja genug vorhanden, 65000 Euro sind nämlich &#8211; wenn ich mich nicht verrechnet habe &#8211; gerade einmal 0,000065 Milliarden.</p>
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		<title>Die hemmungslose Gesellschaft</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 15:41:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Pubertät]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorbemerkung: Welche Art von Besuchern wird das Wörtchen &#8220;Sex&#8221; wohl auf meine Webseite ziehen?, habe ich mich gefragt und möchte deshalb von vorne herein feststellen, dass der nachfolgende Beitrag  weder für geile Böcke bestimmt ist, noch für moralinsaure Moralapostel. Statt dessen geht es mir darum, auf eine &#8211; wie ich finde &#8211; ziemlich beunruhigende Entwicklung [...]]]></description>
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		<div style="clear:both;"></div><p><strong>Vorbemerkung:</strong> Welche Art von Besuchern wird das Wörtchen &#8220;Sex&#8221; wohl auf meine Webseite ziehen?, habe ich mich gefragt und möchte deshalb von vorne herein feststellen, dass der nachfolgende Beitrag  weder für geile Böcke bestimmt ist, noch für moralinsaure Moralapostel. Statt dessen geht es mir darum, auf eine &#8211; wie ich finde &#8211; ziemlich beunruhigende Entwicklung hinzuweisen, die oft als &#8220;sexuelle Verwahrlosung&#8221; oder &#8220;Pornographisierung der Gesellschaft&#8221; beschrieben wird, und auf die ich erstmals durch meine Kollegin <a href="http://www.jutta-bissinger.vpweb.de/about_us.html">Jutta Bissinger</a> aufmerksam wurde. Jutta, soviel Werbung erlaube ich mir hier, ist nicht nur sozial engagiert, sondern kann auch richtig gut schreiben. Zum Beweis und zur Einstimmung auf das Thema, lesen Sie doch einfach ihren Artikel &#8220;<a href="http://www.bzw-weiterdenken.org/index.php?m=artikel&amp;rub=2&amp;tid=114&amp;see=36">Was frau beim Protest gegen Sexwerbung alles erleben kann</a>&#8220;, aber vergessen Sie bitte nicht, danach auf diese Seite zurück zu kehren.</p>
<p>Sie sind noch dabei? Oder wieder da? Dann lesen sie weiter und staunen Sie über den &#8220;Wunsch nach dem perfekten Genital&#8221;. Das Stück stammt vom Nachrichtendienst &#8220;<a href="http://www.uniklinik-freiburg.de/onlinemagazin/live/index.html">amPuls-online</a>&#8220;, bei dem ich mich hiermit für die Genehmigung zur Wiedergabe bedanken möchte.</p>
<h2><strong>Besserer Sex durch Vaginal-Verjüngung?</strong></h2>
<p>Der Schönheitswahn ist im Genitalbereich angekommen. Bis zur Vergrößerung des G-Punktes ist alles dabei. Die Risiken solcher Eingriffe werden gerne übersehen.</p>
<p>Vergrößerung des G-Punktes, Verkleinerung der inneren Schamlippen, Wiederherstellung des Jungfernhäutchens – der Drang nach dem perfekten Körper betrifft schon lange nicht mehr nur gestraffte Augenlider und größere Brüste. Immer mehr Frauen unterziehen sich einer Genitaloperation aus rein kosmetischen Gründen. Bei solchen Operationen handelt es sich beispielsweise um die Verkleinerung der inneren und Vergrößerung der äußeren Schamlippen, Fettabsaugen am Schamhügel, Vaginalverengung oder aber um die Vergrößerung des G-Punktes durch Kollagen-, Hyaluronsäure- oder Eigenfettinjektionen in diesem Bereich.</p>
<p>An der Frauenklinik des Universitätsklinikums Freiburg werden solche Eingriffe allerdings nur dann vorgenommen, wenn dies medizinisch notwenig ist. So können deutlich vergrößerte „kleine“ Schamlippen beim Geschlechtsverkehr aber auch beim Sport als störend empfunden werden. „Kosmetische Eingriffe oder Operationen zur Steigerung des Lustempfindens im Genitalbereich führen wir nicht durch“, bekräftigt <a href="http://www.uniklinik-freiburg.de/frauenklinik/live/Personen/Gitsch.html">Professor Gerald Gitsch</a>, Ärztlicher Direktor der <a href="http://www.uniklinik-freiburg.de/frauenklinik/live/index.html">Universitäts-Frauenklinik Freiburg</a>.</p>
<p>Abgesehen davon, dass solche „Verschönerungen“ ethisch stark fragwürdig sind, kommen auch noch rein medizinische Bedenken hinzu: Bei all diesen kosmetischen Operationen am weiblichen Genitale fehlen Risikoeinschätzungen und Komplikationsraten. Wer also ernsthaft meint, durch eine Vaginal-Verjüngung seine Ehe retten zu können, sollte sich über die Risiken solcher Operationen bewusst sein.</p>
<p>„Zu den Komplikationen solcher Eingriffe zählen Wundheilungsstörungen und Entzündungen, Narbenbildungen, Sensibilitätsstörungen mit herabgesetzter sexueller Empfindlichkeit bis hin zu deutlichen Funktionsbeeinträchtigungen des Genitale“, warnt Professor Gitsch. „Durch die Narbenbildung kann es zu Schmerzen beim Gehen, Sitzen und beim Geschlechtsverkehr kommen.“ Daneben weist die <a href="http://www.dggg.de/">Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe</a> darauf hin, dass es bislang keine wissenschaftlichen Daten gibt, die nachweisen, dass diese Eingriffe zu einer anhaltenden psychischen Verbesserung führen würden (Stellungsnahme im pdf-Format <a href="http://www.dggg.de/_download/unprotected/pm_140709_icp.pdf">hier</a>).</p>
<p>Experten sehen den Grund für die steigende Zahl von kosmetischen Genitaloperationen unter anderem in der Modeerscheinung der Intimrasur. Durch sie fallen unregelmäßige, zu kleine oder zu große Schamlippen mehr auf und werden von den Frauen oft als unästhetisch empfunden. Aber nicht immer steckt ein Modetrend hinter dem Wunsch einer Genitaloperation. „Gelegentlich können sich eine Depression oder Paarprobleme hinter dem Operationswunsch verbergen“, weiß Professor Gitsch. „Gerade in der Pubertät kann der Operationswunsch auch Ausdruck einer Körperbildstörung sein.“</p>
<p>Welcher Grund auch immer hinter dem Wunsch nach einer Genitaloperation steckt, Frau sollte dabei immer bedenken, dass die Folgen einer solchen Operation das Sexualleben und die Lebensqualität noch Jahre danach beeinflussen können – und zwar negativ.</p>
<p>&#8230; soweit also der Beitrag aus &#8220;<a href="http://www.uniklinik-freiburg.de/onlinemagazin/live/index.html">amPuls-online</a>&#8221;</p>
<p>Vielleicht fragen Sie sich jetzt aber, was denn der &#8220;Schönheitswahn im Genitalbereich&#8221; mit sexueller Verwahrlosung zu tun hat, oder gar mit Pornographie? Nun, wenn <a href="http://www.uniklinik-freiburg.de/frauenklinik/live/Personen/Gitsch.html">Professor Gerald Gitsch</a>, Ärztlicher Direktor der <a href="http://www.uniklinik-freiburg.de/frauenklinik/live/index.html">Universitäts-Frauenklinik Freiburg</a> und quasi &#8220;Kronzeuge&#8221; in dem obigen Artikel vermutet, dass die steigende Zahl von kosmetischen Genitaloperationen von der Modeerscheinung der Intimrasur herrühren könne und wenn er beobachtet hat, dass  &#8220;gerade in der Pubertät der Operationswunsch auch Ausdruck einer Körperbildstörung sein kann“, so ist damit die Frage nach den Ursachen nicht wirklich beantwortet. Nun läßt sich trefflich diskuttieren über das Frauenbild in unserer Gesellschaft (gerne auch über das Männerbild), über die Rolle der Medien oder der Erziehung, von &#8220;Vorbildern&#8221; wie Bushido und tausend Dinge mehr. Nein, eine einfache Antwort weiß ich auch nicht und ich möchte mich auch nicht Aufschwingen zum Richter darüber, wieviel oder welche Art von Sex &#8220;normal&#8221;, &#8220;gesund&#8221; oder auch nur &#8220;unbedenklich&#8221; ist. Freuen würde ich mich allerdings, wenn ich Sie durch meine Hinweise zum Nachdenken anrege. Ihre Gedanken können Sie gerne in den Kommentaren hinterlassen; als weitere Diskussionsgrundlage empfehle ich Ihnen noch die folgenden beiden Artikel zum Thema &#8220;Sexuelle Verwahrlosung&#8221;:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/:Sexuelle-Verwahrlosung-Voll-Porno!/581936.html">&#8220;Wenn Kinder nicht mehr lernen, was Liebe ist&#8221;, von Walter Wüllenweber bei Stern.de</a></li>
<li><a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=55946124&amp;top=SPIEGEL">&#8220;Die allerletzte Station&#8221; von Barbara Supp über die steigende Zahl jugendlicher Sexualtäter und mögliche Ursachen auf Spiegel Wissen</a></li>
<li>Das Erste brachte kürzlich zu nachtschlafender Zeit die Reportage &#8220;Letzter Halt Sex&#8221; über Kids am Abgrund, deren Leidenschaft &#8220;Rappen und Sex&#8221; sein soll. Einen Termin zur Wiederholung habe ich keinen gefunden und erst recht keinen Download in der mit unseren Zwangsgebühren finanzierten Mediathek.  So bleibt lediglich der Auszug aus der <a href="http://www.ard-digital.de/programmvorschau/100138112949/05082009-2330-DasErste/Letzter-Halt-Sex">Programmvorschau</a>: &#8220;Cheeks träumt davon, es mal mit drei oder vier Mädchen gleichzeitig zu machen, Jenny taumelt von einem One-Night-Stand zum nächsten, von einer Schwangerschaft in die nächste. Cheyenne hat jahrelange, brutale Vergewaltigungen durch ihren Vater zu verarbeiten und gerät mit 14 prompt wieder an einen, der sie betäubt und an seine Freunde verhökert. Yasmina hat ihre Jungfräulichkeit im Internet versteigert.&#8221;</li>
</ul>
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		<title>Blau macht kreativ, Rot macht aufmerksam</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Feb 2009 12:35:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gehirn & Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[An Theorien, Vermutungen und Behauptungen zur Wirkung unterschiedlicher Farben auf den Menschen gibt es keinen Mangel . Fragt man jedoch nach Beweisen, so geraten auch Experten leicht ins Wanken. Selbst das wohl angesehenste Nachschlagewerk, die Encyclopaedia Britannica, flüchtet sich ins Ungefähre, wenn sie zur Farbpsychologie erklärt, dieser wichtigste Aspekt der Farbe im täglichen Leben sei [...]]]></description>
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			</div></div>
		<div style="clear:both;"></div><p>An Theorien, Vermutungen und Behauptungen zur Wirkung unterschiedlicher Farben auf den Menschen gibt es keinen Mangel . Fragt man jedoch nach Beweisen, so geraten auch Experten leicht ins Wanken. Selbst das wohl angesehenste Nachschlagewerk, die <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3803266254?ie=UTF8&amp;tag=siv7-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3803266254">Encyclopaedia Britannica</a>, flüchtet sich ins Ungefähre, wenn sie zur <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2Fs%3Fie%3DUTF8%26x%3D0%26ref%255F%3Dnb%255Fss%255Fb%26y%3D0%26field-keywords%3DFarbpsychologie%26url%3Dsearch-alias%253Dstripbooks&amp;site-redirect=de&amp;tag=siv7-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=19454">Farbpsychologie</a><img style="border: medium none  ! important; margin: 0px ! important;" src="https://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=simmformation-21&amp;l=ur2&amp;o=3" border="0" alt="" width="1" height="1" /> erklärt, dieser wichtigste Aspekt der Farbe im täglichen Leben sei &#8220;wahrscheinlich am schlechtesten definiert und höchst variabel&#8221;, zudem kulturell und geschichtlich geprägt und überdies noch abhängig vom Alter, der Stimmung und der geistigen Gesundheit des Betrachters.<img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/8fb98cb6f31240ffa9415f5fdd686287" width="1" height="1" alt=""></p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 202px"><a href="http://www.sauder.ubc.ca/AM/Template.cfm?Section=Faculty_Research_Directory_alphabetical&amp;Template=/CM/ContentDisplay.cfm&amp;ContentID=6580"><img src="http://www.eurekalert.org/multimedia/pub/web/12081_web.jpg" alt="Prof. Juliet Zhu von der UBC Sauder School of Business" width="192" height="210" /></a><p class="wp-caption-text">Prof. Juliet Zhu von der UBC Sauder School of Business</p></div>
<p>Licht ins Dunkel bringen nun zwei Fachleute für Marktforschung: Die Privatdozentin <a href="http://www.sauder.ubc.ca/AM/Template.cfm?Section=Faculty_Research_Directory_alphabetical&amp;Template=/CM/ContentDisplay.cfm&amp;ContentID=6580">Rui (Juliet) Zhu</a> und ihr Kollege Ravi Metha von der Sauder School of Business im kanadischen Vancouver konnten in einer ganzen Reihe von Experimenten zeigen, dass die Farbe Rot bei Denkaufgaben die Aufmerksamkeit erhöht und zu einem besonders sorgfältigen Arbeiten anregt. Die Farbe Blau dagegen veranlasste die freiwilligen Versuchspersonen, ihre Denkaufgaben entspannter anzugehen. Sie konzentrierten sich weniger auf die Details, bewiesen dafür aber größere Kreativität und mehr Überblick.</p>
<p>Ausgangspunkt der Experimente waren die bisher oft widersprüchlichen Ergebnisse anderer Wissenschaftler, die sich mit der Auswirkung von Farben auf die Denkleistung beschäftigt haben, schreiben Zhu und Mehta im ScienceExpress, der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Science. &#8220;Einige Versuche haben nahe gelegt, dass Blau oder Grün für die Denkleistung besser wäre als Rot; andere Versuche haben das Gegenteil gezeigt&#8221;, so die beiden Wissenschaftler.</p>
<p>Zhu und Mehta entwarfen daher sechs Versuchsreihen, bei denen die Freiwilligen meist am Computer vor einem blauen, roten oder neutralem Hintergrund unterschiedliche Aufgaben bewältigen mussten. So ging es unter anderem darum, Ideen für Kinderspielzeuge zu entwickeln, durch die Umstellung von Buchstaben aus einem Wort ein anderes Wort zu schaffen, oder sich möglichst viele Wörter von einer Liste zu merken.</p>
<p>Vor einem roten Hintergrund erinnerten die Versuchspersonen dabei eindeutig mehr Worte aus einer Liste mit 36 Einträgen. Präsentierte man den Probanden dagegen eine Liste von Worten mit ähnlicher Bedeutung, von denen aber nur eines auf der ursprünglichen Liste stand, so war die Fehlerquote vor einem blauen Hintergrund deutlich höher. Die Versuchsteilnehmer &#8211; so scheint es &#8211; ließen ihrem Geist hier eher freien Lauf und erzielten ein schlechteres Resultat, weil sie sich weniger auf die Details konzentriert hatten.</p>
<p>In einem anderen Wortspiel ging es darum, aus Hinweisen wie &#8220;Regal&#8221; und &#8220;lesen&#8221; ein bestimmtes Zielwort (hier: &#8220;Buch&#8221;) zu finden. Diesen Test benuzten Psychologen gerne, um Kreativität zu messen und hier erwies sich ein blauer Hintergrund eindeutig als der bessere. Besonders aufschlussreich war ein Experiment, bei dem die Versuchsteilnehmer aus 20 Bauteilen Kinderspielzeuge basteln sollten, deren Wert anschließend von unabhängigen Gutachtern beurteilt wurde. Hatte man den Probanden die Bauteile zuvor in roter Farbe präsentiert, so schufen diese nach Meinung der Gutachter eher praktisches Spielzeug, waren die Bauteile dagegen blau, so schufen die Versuchsteilnehmer zwar nicht mehr Spielzeuge, doch waren diese laut Urteil der Jury origineller und kreativer, als jene, die aus roten Vorlagen zustande kamen.</p>
<p>&#8220;Mit unseren Ergebnissen können wir die bisherigen Widersprüche auflösen&#8221;, behaupten Zhu und Mehta. Die Farben Rot und Blau bringen uns demnach in unterschiedliche Grundstimmungen und wirken sich deshalb bei verschiedenen Aufgaben unterschiedlich aus. Der Zusammenhang zwischen diesen Grundstimmungen (Motivationen) und den Farben beruhe auf Erfahrung und Lernvorgängen, erklären die Marktforscher:</p>
<p>Rot werde mit Gefahr und Fehlern in Verbindung gebracht, weil beispielsweise Fehler in Hausarbeiten mit roter Farbe markiert werden, weil die gleiche Farbe auch für Warnhinweise gebraucht wird oder weil Verkehrsschilder, die Autofahrer alarmieren sollen wie &#8220;STOP&#8221; oder &#8220;Vorfahrt gewähren&#8221; ebenfalls häufig in Rot gehalten sind. Die Farbe Blau dagegen werde von den meisten Menschen mit dem Wasser oder dem Himmel in Verbindung gebracht und löse daher Gefühle von Offenheit, Frieden und Ruhe aus. In solch einer Stimmung sei man eher bereit, neue Strategien zu erproben.</p>
<p>Die gegensätzlichen Stimmungen könnten sich entweder als Vorteil oder als Nachteil erweisen, je nachdem welche Fähigkeiten zu Lösung einer Aufgabe gerade gebraucht werden, argumentieren Zhu und Mehta. Rot führe demnach eher zu einer Denkweise, die das Vermeiden von Fehlern begünstigt und bringt deshalb bessere Ergebnisse bei Aufgaben, bei denen es auf die Details aufkommt. Wer sich Namen, Zahlen und andere Fakten merken oder andere vor Gefahren warnen will, sollte sich deshalb mit einem Rotstift bewaffnen.</p>
<p>&#8220;Wenn für die Aufgabe jedoch Kreativität und Fantasie gebraucht werden, wäre blau die nützlichere Farbe&#8221;, raten Zhu und Mehta. Allerdings habe man die Versuche an einer nordamerikanischen Universität durchgeführt und es sei ihnen durchaus bewusst, dass die gleiche Farbe in unterschiedlichen Kulturen verschiedene Assoziationen haben könne. Deshalb müssten die Experimente auch anderswo wiederholt werden, bevor man die Ergebnisse verallgemeinern könne.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.sciencemag.org/cgi/content/abstract/1169144">Metha R, Zhu R: Blue or Red? Exploring the Effect of Color on Cognitive Task Performances. www.scienceexpress.org vom 5. Februar 2009, Seite 1. 10.1126/science.1169144</a></li>
</ul>
<p><strong>Hintergrund Farbpsychologie:</strong></p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --><span style="font-style: normal;"><span style="font-weight: normal;"> </span></span></p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 222px"><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/2/23/Goethe%2C_Farbenkreis_zur_Symbolisierung_des_menschlichen_Geistes-_und_Seelenlebens%2C_1809.jpg/394px-Goethe%2C_Farbenkreis_zur_Symbolisierung_des_menschlichen_Geistes-_und_Seelenlebens%2C_1809.jpg"><img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/2/23/Goethe%2C_Farbenkreis_zur_Symbolisierung_des_menschlichen_Geistes-_und_Seelenlebens%2C_1809.jpg/394px-Goethe%2C_Farbenkreis_zur_Symbolisierung_des_menschlichen_Geistes-_und_Seelenlebens%2C_1809.jpg" alt="Goethes Farbenkreis zur Idealisierung des menschlichen Geistes- und Seelenlebens" width="212" height="324" /></a><p class="wp-caption-text">Goethes &quot;Farbenkreis zur Idealisierung des menschlichen Geistes- und Seelenlebens&quot;</p></div>
<p>&#8220;Die Erfahrung lehrt uns, dass die einzelnen Farben besondere Gemütsstimmungen geben&#8221; dozierte bereits Johann Wolfgang von Goethe. Seine 1810 erschienene Schrift &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zur_Farbenlehre">Zur Farbenlehre</a>&#8221; betrachtete der Dichterfürst selbst als sein wichtigstes Werk und scheute sich nicht, dem englischen Universalgenie Isaac Newton zu unterstellen: &#8220;Alle aufgestellten Experimente sind falsch oder falsch angewendet.“ Zwar irrte Goethe in vielen Punkten, doch gilt sein Werk gleichwohl als einer der Grundsteine der modernen Farbpsychologie.</p>
<p>Den meisten Menschen vertraut ist die Wahrnehmung, dass Rot, Orange, Gelb und Braun als &#8220;warm&#8221; empfunden werden, Blau, Grün und Grau dagegen als &#8220;kalt&#8221;. Warme Farbtöne sollen Aufregung, Freude, Erregung, aber auch Aggressionen hervor rufen; Blau und Grün werden mit Sicherheit, Ruhe und Frieden in Verbindung gebracht; Braun, Grau und Schwarz schließlich mit Trauer und Melancholie.</p>
<p>In anderen Kulturkreisen ist die Bedeutung der Farben jedoch manchmal anders belegt. Während bei uns in Schwarz getrauert wird, steht dafür in Indien die Farbe Weiß. Viele Psychologen glauben, aus dem Farbgebrauch eines Menschen und dessen Reaktion auf verschiedene Farben Informationen über dessen Seelenleben gewinnen zu können.</p>
<p>Besonders populär ist ein Persönlichkeitstest, den der Schweizer Psychologe Max Lüscher entwickelt hat. <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2Fs%3Fie%3DUTF8%26tag%3Dfirefox-de-21%26index%3Dblended%26link%255Fcode%3Dqs%26field-keywords%3Dmax%2520l%25C3%25BCscher%26sourceid%3DMozilla-search&amp;site-redirect=de&amp;tag=siv7-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=19454">Seine Bücher</a> wurden in 29 Sprachen übersetzt und noch heute ist Lüscher als Berater für Firmen und für die Werbung tätig. Seine Mitwirkung bei der Gestaltung der Trikots für die Schweizer Fussballnationalmannschaft zeigte allerdings keinen besonderen Erfolg &#8211; bekanntlich kam das Team bei der letzten Europameisterschaft im eigenen Land nicht über die erste Runde hinaus.</p>
<p>Weiter noch als Lüscher gehen manche Psychologen, die behaupten, mittels einer Farbtherapie (auch Colortherapie oder Chromotherapie genannt) ließen sich Ängste, Schlafstörungen, Erschöpfungszustände oder Rheuma lindern oder gar heilen. Dagegen warnt die AOK vor dem Versuch, ernsthafte Krankheiten mit solch einer Farbtherapie zu behandeln. &#8220;Wenn dadurch eine fachgerechte medizinische Therapie unterbleibt, können gravierende Folgen entstehen&#8221;, heißt es auf der <a href="http://www.aok.de/bundesweit/behandlung/behandlung-alternative-therapien-farbtherapie-36310.php">Webseite</a> der größten deutschen Krankenkasse, die außerdem betont, dass die Kosten solch einer Therapie nicht erstattet werden.</p>
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