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	<title>Simmformation v7 &#187; Schlaganfall</title>
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	<description>Artikel, Trends und Hintergründe aus Medizin &#38; Pharma, Gentechnik &#38; Hirnforschung</description>
	<lastBuildDate>Tue, 13 Dec 2011 13:24:00 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Fundstücke: Das war der März 2011</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Apr 2011 06:32:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Als gelernter Molekularbiologe und großer Fan der Neurowissenschaften war das Highlight des Monats zweifellos die Titisee-Konferenz über Neurale Schaltkreise des Boehringer Ingelheim Fonds, Stiftung für Medizinische Grundlagenforschung. Für deren Magazin &#8220;Futura&#8221; durfte ich eine Art Vorbericht schreiben, der ins englische übersetzt wurde, dessen drei Teile ich hier bei Simmformation.de aber im deutschen Original zugänglich gemacht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="height:33px;" class="really_simple_share"><div style="width:100px;" class="really_simple_share_facebook_like"> 
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		<div style="clear:both;"></div><p>Als gelernter Molekularbiologe und großer Fan der Neurowissenschaften war das Highlight des Monats zweifellos die <a href="http://www.bifonds.de/cgi-bin/show.pl/titisee_conferences/pastITC/20110323_103itc.html">Titisee-Konferenz über Neurale Schaltkreise</a> des Boehringer Ingelheim Fonds, Stiftung für Medizinische Grundlagenforschung. Für deren Magazin &#8220;Futura&#8221; durfte ich eine Art Vorbericht schreiben, der ins englische übersetzt wurde, dessen drei Teile ich hier bei Simmformation.de aber im deutschen Original zugänglich gemacht habe (siehe die Artikel &#8220;<a href="http://simmformation.michaelsimm.de/2011/03/gene-neurone-licht-%e2%80%a6-uuund-action/">Gene? Neurone? Licht? &#8230;und Action!</a>&#8220;, &#8220;<a href="http://simmformation.michaelsimm.de/2011/03/optogenetik-%e2%80%93-ein-kochrezept/">Optogenetik &#8211; Ein Kochrezept</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://simmformation.michaelsimm.de/2011/03/vom-labor-zum-patienten/">Vom Labor zum Patienten</a>&#8220;). Erschienen ist jetzt auch das Buch &#8220;Das Neueste aus der Medizin 2011 / 2012&#8243;, zu dem ich die Kapitel &#8220;Augen und Ohren&#8221;, &#8220;Atmungssystem&#8221; sowie &#8220;Haut, Haare und Nägel&#8221; beitragen durfte. Und in Madrid war ich beim Start der Kampagne &#8220;1Mission, 1 Million&#8221; dabei, die auf das Vorhoffflimmern als einen bislang noch zu wenig beachteten Risikofaktor für den <a href="http://simmformation.michaelsimm.de/Stichwort/schlaganfall/">Schlaganfall</a> aufmerksam machen will. Im Deutschen heißt die Kampagne &#8220;Herzenssache Schlaganfall&#8221; und auf der zugehörigen <a href="https://www.herzenssache-schlaganfall.de/">Webseite</a>, kann jeder für die besten Präventionsideen abstimmen (Bericht folgt). Da ich nebenher auch noch an diversen eigenen und fremden Webseiten gebastelt habe, bin ich wieder einmal froh über die Rubrik &#8220;Fundstücke des Monats&#8221;, denn so kann ich wenigstens einige der bemerkenswerten Nachrichten auflisten, die selbst ausführlich darzustellen mir nicht möglich war:</p>
<ul>
<li><strong>Bessere Chancen bei Hepatitis C:</strong> Gegen das mit dem Blut übertragene Hepatitits-C-Virus (HCV) steht voraussichtlich bald ein neuer Wirkstoff zur Verfügung. Boceprevir könnte vor allem jenen Patienten zugute kommen, bei denen die Standardbehandlung mit pegyliertem Interferon und Ribavirin nicht ausreicht, um HCV auf Dauer zu unterdrücken. Details zu der <a href="http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1009482">Studie, mit der diese Hoffnung bestätigt wird</a>, sind soeben im <em>New England Journal of Medicine</em> erschienen. Trotz einiger Nebenwirkungen von Boceprevir war der Kommentator der Zeitschrift sehr beeindruckt und sprach davon, dass nun <a href="http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMe1100829">eine neue Ära der HCV-Therapie beginnt</a>.<strong></strong></li>
<li><strong>Länger leben mit gelber Farbe:</strong> Sehr kleine Mengen des Farbstoffes Thioflavin T verlängern das Leben &#8211; jedenfalls für den Fadenwurm <em>Caenorhabditis elegans</em>. Während ohne Thioflavin T in der von <a href="http://www.buckinstitute.org/lithgowlab">Gordon Lithgow (Buck Institute for Research on Aging in Novato, Kalifornien)</a> geleiteten Studie kein einziger Fadenwurm mehr als 20 Tage alt wurde,  waren es mit der optimalen Dosis dieser Chemikalie mehr als 80 Prozent.  Die Lebenserwartung der Tiere verlängerten die Forscher so ebenfalls um  nahezu 80 Prozent. Vermutlich bindet Thioflavin T an bestimmte giftige  Eiweiße und markiert diese so für die &#8220;Müllabfuhr&#8221; der Zellen, <a href="http://www.nature.com/news/2011/110330/full/news.2011.193.html">berichtet die Nachrichtenredaktion der Zeitschrift Nature</a>, wo auch der <a href="http://www.nature.com/nature/journal/vaop/ncurrent/full/nature09873.html">Originalartikel</a> erschienen ist. Für<a href="../Stichwort/alzheimer/"> Alzheimer</a>-Forscher  ist Thioflavin T übrigens schon länger ein nützliches Werkzeug, denn es  färbt die Ablagerungen bestimmter Eiweiß-Bruchstücke (Aß), die bei der  Entstehung der Krankheit eine maßgebliche Rolle spielen.<strong></strong></li>
<li><strong>Nach Schlaganfall: Bessere Erholung mit dem Botenstoff Noradrenalin?</strong> Diese Vermutung hegt <a href="http://www.nf.mpg.de/mitarbeiter/christian-grefkes.html">Dr. Christian Grefkes, Leiter der Forschungsgruppe Neuromodulation &amp; Neurorehabilitation am Max-Planck-Institut für neurologische Forschung in Köln</a>. Mit seinen Kollegen hat Grefkes elf Patienten untersucht und festgestellt, dass die Griffkraft der betroffenen Hand sich im Durchschnitt vervierfachte und die Betroffenen außerdem doppelt so schnell mit den Fingern klopfen konnten, nachdem sie das Medikament Reboxetin erhalten hatten, von dem man weiss, dass es die Verweildauer von Noradrenalin im Gehirn erhöht. Zitat Grefkes: „Die Befunde unserer Studie könnten sich als Startpunkt eines neuen,  vielversprechenden therapeutischen Ansatzes erweisen, um Störungen in  Hirnnetzwerken zu korrigieren und handmotorische Funktionen nach  Schlaganfall zu verbessern“. Geplant ist nun die Testung von Reboxetin  an einer größeren Patientengruppe über einen Zeitraum von mehreren  Wochen, um die Nachhaltigkeit der Verbesserungseffekte zu prüfen. (Originalarbeit: <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21190317">Wang LE et al. Noradrenergic Enhancement Improves Motor  Network Connectivity in Stroke Patients. Ann Neurol. 2010 Dec 28</a>).</li>
<li><strong>Lerntipps aus der Hirnforschung:</strong> Medizinstudenten könnten leichter lernen, mehr behalten und dabei auch mehr Spass haben, wenn die Lehre an den Universitäten sich mehr an wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Hirnforschung orientieren würde. Davon ist Michael Friedlander überzeugt und hat deshalb in der Zeitschrift <em>Academic Medicine</em> seine <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21346504">Vorschläge in einem Fachartikel</a> unterbreitet.</li>
</ul>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/7fea276bf3c2449d8ea8431eca63043c" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<item>
		<title>Nach dem Schlaganfall schnell auf die Füße</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Mar 2011 07:56:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich selbst über diese, bereits im Januar erschienene Studie schreiben, denn sie zeigt, wie man nach einem Schlaganfall die zu erwartenden Behinderungen verringern kann. Ausnahmsweise geht es dabei nicht um Medikamente, sondern um die &#8220;gute alte&#8221; Physiotherapie &#8211; früher auch Krankengymnastik genannt. Der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft war die Untersuchung eine Pressemitteilung wert &#8211; und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="height:33px;" class="really_simple_share"><div style="width:100px;" class="really_simple_share_facebook_like"> 
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		<div style="clear:both;"></div><p>Eigentlich wollte ich selbst über diese, bereits im Januar erschienene <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21148439">Studie</a> schreiben, denn sie zeigt, wie man nach einem Schlaganfall die zu erwartenden Behinderungen verringern kann. Ausnahmsweise geht es dabei nicht um Medikamente, sondern um die &#8220;gute alte&#8221; Physiotherapie &#8211; früher auch Krankengymnastik genannt. Der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft war die Untersuchung eine Pressemitteilung wert &#8211; und die ist so ordentlich geschrieben, dass ich sie hier einfach im Wortlaut wiedergebe:</p>
<p>Strenge Bettruhe kann nach einem Schlaganfall mehr schaden als nutzen. Muskeln werden abgebaut, der Kreislauf geschwächt. Je früher Ärzte und Pfleger mit der Mobilisierung der Patienten beginnen, desto eher erlangen diese auch ihre Gehfähigkeit zurück. Darauf weist die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) anlässlich einer australischen Studie hin, die kürzlich in der Fachzeitschrift „Stroke“ erschienen ist. Diese konnte den Erfolg der frühen Mobilisierung erstmals wissenschaftlich belegen. Demnach sollen Betroffene bereits in den ersten 24 Stunden nach dem Schlaganfall das Bett erstmals verlassen und sei es nur für einen kurzen Moment.</p>
<p>„Die Wiedererlangung der Gehfähigkeit ist vielen Patienten nach einem Schlaganfall ganz besonders wichtig. Auf den eigenen Beinen zu stehen, bedeutet für sie Unabhängigkeit und Lebensqualität“, erklärt Professor Dr. med. Joachim Röther, Erster Vorsitzender der DSG und Chef-Neurologe an der Asklepios Klinik in Hamburg-Altona. Aber auch aus medizinischen Gründen ist es wichtig, die Patienten möglichst rasch wieder zu mobilisieren. Denn Bettlägerigkeit führt zu Muskelabbau und schwächt Herz und Kreislauf. Eine intensive frühzeitige Physiotherapie kann dazu beitragen, dass sich die Patienten schneller erholen. „Viele der beim Schlaganfall ausgefallenen Funktionen werden allmählich von benachbarten Hirnregionen übernommen. Wir glauben, dass ein frühes Training diesen Prozess nur unterstützen kann”, so Röther.</p>
<p>Eine Studie aus Australien konnte nun erstmals beweisen, dass die frühe Mobilisierung erfolgreich und sicher ist. Die Patienten sollten nach Möglichkeit in den ersten 24 Stunden nach dem Schlaganfall das Bett zum ersten Mal verlassen. In der Studie kümmerten sich ein Physiotherapeut und eine Krankenschwester in den ersten 14 Tagen in der Klinik intensiv um die Patienten. Mit dem Ergebnis, dass diese früher wieder auf den Beinen waren: Sie benötigten im Durchschnitt nur dreieinhalb Tage, um die ersten 50 Meter zu gehen. Die Teilnehmer der Kontrollgruppe schafften dies dagegen erst nach sieben Tagen.</p>
<p>Zudem konnte ein Drittel der Patienten aus dem Krankenhaus direkt nach Hause entlassen werden – ohne weitere Reha-Maßnahme. „Unter der herkömmlichen Behandlung schaffte dies nur jeder vierte Patient”, berichtet Röther. Auch bei den Nachuntersuchungen nach drei Monaten und einem Jahr waren die Ergebnisse günstiger. Die durch den Schlaganfall geschwächten Arme und Beine waren kräftiger und die Patienten kamen besser im Alltag zurecht.</p>
<p>Die frühe Mobilisation durch ein professionelles Team innerhalb der ersten 24 Stunden gehört auf zertifizierten Stroke Units in Deutschland bereits zum Standard. „Wir haben diesen Ansatz konsequent in die Behandlung auf unseren Stroke Units eingebunden. Die Studienergebnisse tragen dieses Konzept nun eindeutig mit und zeigen, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben“, sagt Professor Dr. med. Martin Grond, Vorstandsmitglied der DSG und Chefarzt am Kreisklinikum Siegen.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21148439">Cumming TB et al. Very early mobilization after stroke fast-tracks return to walking: further results from the phase II AVERT randomized controlled trial. Stroke 2011; 42: 153-8</a></p>
<p><img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/838a529ead1442c68f756882997c5dc0" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Neue Rubrik: Fundstücke</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Jan 2011 10:01:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So viele gute Vorsätze, so viele tolle Entdeckungen aus Medizin und Wissenschaft &#8211; und so wenig Zeit, dies alles in ausführlichen Artikeln aufzuschreiben und zu vermarkten. Nachdem ich wöchentliche Meldungen nicht hin gekriegt habe (die Konjunktur zieht an und ich habe &#8211; juchuu! &#8211; wieder einen Schreibtisch voller anständig bezahlter Aufträge), werden auf Simmformation.de künftig [...]]]></description>
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		<div style="clear:both;"></div><p>So viele gute Vorsätze, so viele tolle Entdeckungen aus Medizin und Wissenschaft &#8211; und so wenig Zeit, dies alles in ausführlichen Artikeln aufzuschreiben und zu vermarkten. Nachdem ich wöchentliche Meldungen nicht hin gekriegt habe (die Konjunktur zieht an und ich habe &#8211; juchuu! &#8211; wieder einen Schreibtisch voller anständig bezahlter Aufträge), werden auf Simmformation.de künftig monatlich Kurzmeldungen unter der Kategorie &#8220;Fundstücke&#8221; erscheinen. Sehen Sie es als einen weiteren bescheidenen Versuch, die Spreu vom Weizen zu trennen, auf wichtige Entwicklungen zu verweisen und Hintergründe sichtbar zu machen. Wo immer möglich gibt es auch Links zu den (meist englischsprachigen) Quellen und Originalpublikationen. &#8220;Mini-Meldungen&#8221; von maximal 140 Zeichen können Sie außerdem kostenlos beziehen, wenn Sie <a href="http://twitter.com/Simmformation">mir auf Twitter folgen</a> (siehe rechts).</p>
<h2>Das war der Januar 2011:</h2>
<ul>
<li><strong>Reha durchs Internet:</strong> Patienten mit einem künstlichen Knie  erholen sich nach der Operation ebenso gut zuhause mit einem  Internet-basierten Rehabilitationsprogramm wie durch eine Physiotherapie  in der Klinik, berichtet Trevor Russell von der School of Health and  Rehabilitation Science der Universität von Queensland im australischen  Brisbane in der Fachzeitschrift <em>Journal of Bone and Joint Surgery</em>. &#8220;Das  Konzept der Telerehabilitation ist zehn Jahre alt, jedoch gab es bisher  kaum ordentliche Studien, die deren Nutzen und Möglichkeiten beweisen&#8221;,  begründete Russell seine Untersuchung mit 65 Patienten. Nach dem  Losprinzip erhielten diese Patienten entweder sechs Wochen lang die  übliche Physiotherapie in der Klinik, oder sie sahen die Anweisungen  eines Physiotherapeuten daheim mithilfe einer eigens entwickelten  Kombination aus PC, Webcam, Spezialmikrofon und der dazugehörigen  Software. Am Ende der Studie hatte sich der Gesundheitszustand der  Patienten in beiden Gruppe ähnlich gut verbessert. Unter anderem hatten  Russell und seine Kollegen dies anhand Tests zur Beweglichkeit,  Muskelkraft, Laufgeschwindigkeit und auch der Lebensqualität nachweisen  können. Unterm Strich waren die Teilnehmer der Telerehabilitation  darüber hinaus mit ihrer Behandlung zufriedener als jene, die eigens in  die Klinik kamen. &#8220;Sie würden sich wieder dafür entscheiden und diese  Methode auch ihren Freunden empfehlen&#8221;, sagte Russell. Die spezielle  Ausrüstung im Versuch der australischen Wissenschaftler könnte womöglich  schon bald durch Programme ersetzt werden, die auch auf gewöhnlichen  Multimedia-PCs laufen, erklärte der Gesundheitsforscher. (<strong>Quelle</strong>:  American Academy of Orthopaedic Surgeons via <a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2011-01/aaoo-iri011911.php">Eurekalert.</a> Originalpublikation <a href="http://www.ejbjs.org/cgi/reprint/93/2/113">hier</a>).</li>
<li><strong>Mehr Straßenlärm, mehr Schlaganfälle:</strong> Bei Menschen über 65 Jahren  steigt das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden mit jeweils 10  Dezibel um 27 Prozent. Dies berichtet eine Arbeitsgruppe um Dr. Mette  Sørensen vom Institut für Krebs-Epidemiologie im dänischen Kopenhagen.  &#8220;Frühere Studien haben eine Beziehung zwischen Straßenlärm, erhöhtem  Blutdruck und Herzinfarkten aufgezeigt&#8221;, erinnerte Sørensen, &#8220;und unsere  Studie trägt nun zu den Beweisen bei, dass Straßenlärm eine Vielzahl  von Herz-Kreislauferkrankungen verursachen kann.&#8221; Ausgewertet wurden die  Daten von mehr als 50000 Dänen, deren Gesundheitsstatus man im Rahmen  einer großen Studie über Ernährung, Krebs und Gesundheit gewonnen hatte.  Im Verlauf der durchschnittlich zehnjährigen Beobachtungszeit war es in  dieser Gruppe zu annähernd 1900 Schlaganfällen gekommen. Ein Vergleich  mit dem Geräuschpegel an den Wohnorten der Studienteilnehmern hatte dann  gezeigt, dass es mit zunehmendem Straßenlärm mehr Schlaganfälle gegeben  hatte. Sørensen fordert deshalb, Menschen besser vor Lärm zu schützen.  Zwar räumte Sørensen aber ein, es sei noch nicht nachgewiesen, dass der  Lärm tatsächlich die Schlaganfälle verursacht. Wenn man jedoch von einem  ursächlichen Zusammenhang ausgeht, wäre Straßenlärm für etwa acht  Prozent aller Schlaganfälle verantwortlich und sogar für 19 Prozent  aller Hirnschläge bei über 65-Jährigen (<strong>Quelle</strong>: Pressemitteilung der  European Society for Cardiology via <a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2011-01/esoc-tni012411.php">Eurekalert</a>. Originalartikel: <a href="http://eurheartj.oxfordjournals.org/content/early/2011/01/08/eurheartj.ehq466.full.pdf+html">Road traffic noise and stroke: a prospective cohort study. <em>European Heart Journal</em>. doi:10.1093/eurheartj/ehq466</a>).</li>
<li><strong> </strong>
<p><br class="spacer_" /></p>
<div id="attachment_2013" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><strong><strong><a rel="attachment wp-att-2013" href="http://simmformation.michaelsimm.de/2011/01/fundstuecke-januar-2011/kalb-mit-ohrmarken/"><img class="size-medium wp-image-2013  " title="Kalb mit Ohrmarken" src="http://simmformation.michaelsimm.de/wp-content/uploads/2011/01/E-2008-0925-Kalb-mit-Ohrmarken-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Kühe tragen womöglich Enzyme in sich, die Biosprit effektiver produzieren könnten</p></div>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><strong>Das Geheimnis des Kuhmagens:</strong> Noch ist sie nicht besonders effektiv, die Umwandlung von Pflanzenmasse in Biosprit. Ein Bericht in der Fachzeitschrift <em>Science </em>verheißt  jedoch einen großen Schritt nach vorne bei dieser Zukunftstechnologie.  Den Schlüssel dazu könnten bislang unbekannte Mikroorganismen und deren  Enzyme liefern, die Forscher im Inneren eines Kuhmagens aufgespürt  haben. Daraus extrahierten Matthias Hess und seine Kollegen vom <a href="http://www.jgi.doe.gov/">Joint Genome Institute</a>, dem <a href="http://www.lbl.gov/">Lawrence Berkeley National Laboratory</a> und der UC Berkeley unter anderem das Erbmaterial von 15 Mikroben, die  in der freien Natur Biomasse verdauen, die sich bisher aber nicht im  Labor züchten ließen. Außerdem puzzelten sie Genfragmente zusammen,  welche die Bauanleitungen für zehntausende von Biokatalysatoren  darstellen, die Pflanzenmaterial zerlegen (<strong>Quelle</strong>: Pressemitteilungen  der <a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2011-01/uoia-tlt012711.php">University of Illinois</a> und des <a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2011-01/dgi-hni012111.php">DOE/Joint Genome Institute</a>, beide via Eurekalert. Originalartikel: <a href="http://www.sciencemag.org/content/331/6016/463.full">Metagenomic  Discovery of Biomass-Degrading Genes and Genomes from Cow Rumen.  Science 28 January 2011: Vol. 331 no. 6016 pp. 463-467. DOI:  10.1126/science.1200387</a>).</p>
</li>
<li><strong>Vitamine nutzlos, Fischöl ebenso.</strong> Dies gilt zumindest für Patienten, die einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erlitten haben. In einer randomisierten Studie französischer Wissenschaftler ergab sich unter 2501 Teilnehmern in vier Gruppen kein Unterschied in der Häufigkeit schwerwiegender kardiovaskulärer Ereignisse. Immer wieder hatten Wissenschaftler in den vergangenen 15 Jahren  berichtet, dass Menschen, die mehr B-Vitamine oder Omega-3-Fettsäuren zu  sich nehmen, seltener einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall  erlitten als der Durchschnitt der Bevölkerung. Auch wusste man bereits,  dass schon moderat erhöhte Blutwerte des Stoffwechselproduktes  Homocystein mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen  einhergehen und dass Nahrungsergänzungsmittel mit Folsäure und Vitamin  B12 den Homocystein-Blutspiegel um ein Viertel zu senken vermögen. Die  Hoffnung, durch die Gabe von Vitaminen das Risiko für  Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verringern, wurde aber inzwischen in neun  großen Studien enttäuscht, und Untersuchungen mit Omega-3-Fettsäuren  hatten widersprüchliche Ergebnisse erbracht. &#8220;Diese Untersuchung bestätigt somit erneut, dass positive Zusammenhänge  aus Beobachtungsstudien keine gute Grundlage für Empfehlungen gegenüber  den Patienten sind“, warnt Professor Hans-Christoph Diener, Direktor der Neurologischen Universitätsklinik Duisburg-Essen (<strong>Quelle</strong>: <a href="http://dgn.org/pressemitteilungen/1499-praevention-nach-herzinfarkt-oder-schlaganfall-omega-3-fettsaeuren-und-b-vitamine-schuetzen-nicht.html">Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie</a>. Originalpublikation <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21115589">hier</a>).</li>
<li><strong>Betrug im Gesundheitswesen:</strong> 700 Verurteilungen wegen  Versicherungsbetrug gab es im vergangenen Jahr im US-amerikanischen  Gesundheitswesen. Wenn ich einen <a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=44421">Bericht</a> im Deutschen Ärzteblatt richtig  interpretiere, erhielt die US-Regierung deswegen im vergangenen  Haushaltsjahr vier Milliarden Dollar Entschädigungen von Pharmafirmen,  Kliniken, Ärzten und Pflegeheimen, die zumeist die staatliche  Krankenversicherung Medicare übers Ohr gehauen hatten. Glaubt man dem  republikanischen Abgeordnete Darrell Issa, sind die Betrugsfälle aber  nur die Spitze des Eisberges: Der behauptet nämlich, dass jährlich 92  Milliarden Dollar ´draufgehen für die Erstattung von Behandlungen, die  gar nicht stattgefunden haben.</li>
<li><strong>Hormon stärkt Gedächtnis:</strong> Ein neues Ziel für das Gehirndoping  haben Wissenschaftler um Christina Alberini an der Mount Sinai School of  Medicine in New York ausgemacht. Bei Ratten verbesserte das Eiweiß  IGF-II nicht nur die Fähigkeit, Neues zu lernen, sondern die Tiere  vergaßen ihre Lektionen auch seltener als unbehandelte Artgenossen.  Damit dies funktioniert musste IGF-II allerdings binnen ein bis zwei  Wochen nach der Lektion ins Gehirn gespritzt werden oder zeitgleich mit  dem Versuch, Gedächtnisinhalte abzurufen, berichtet das Fachmagazin <em> Nature </em>in der Ausgabe vom 27. Januar (<strong>Quelle</strong>:<a href="http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/44467/Wachstumsfaktor_foerdert_Erinnerungsvermoegen_bei_Ratten.htm"> </a><a href="http://www.nature.com/nature/journal/v469/n7331/full/nature09667.html">A critical role for IGF-II in memory consolidation and enhancement, Nature 469, 491–497. doi:10.1038/nature09667</a>. Siehe auch den ausführlicheren <a href="http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/44467/Wachstumsfaktor_foerdert_Erinnerungsvermoegen_bei_Ratten.htm">Bericht</a> hierzu im Deutschen Ärzteblatt).</li>
<li><strong>Globale Erwärmung:</strong> 2010 war zusammen mit 2005 das wärmste Jahr  seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen. Eine vorläufige Berechnung der  <a href="http://www.noaa.gov/">US National Oceanic and Atmospheric Administration</a> ergab, dass 2010 um  0,62 Grad Celsius wärmer war, als der Durchschnitt für das 20ste Jahrhundert.  Es war außerdem das Jahr mit den bislang größten Niederschlägen.</li>
<li><strong>Einzelfall</strong>: Tiefe Hirnstimulation senkt therapieresistenten Bluthochdruck (Quelle: <a href="http://www.neurology.org/content/76/4/405.short">Patel NK et al. Deep brain stimulation relieves refractory hypertension. Neurology. 2011 Jan25;76(4):405-407</a> ).</li>
</ul>
<p><strong>Und außerdem:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://bit.ly/giL7Ds">Scheidungskinder denken 2-3 Mal häufiger an Selbstmord, sagen kanadische Psychologen.</a></li>
<li><a href="http://bit.ly/g9qSj7">Doping: Jeder 8. junge Gewichtheber in den USA nimmt illegal HGH oder IGF-1, dazu Steroide und Drogen von der Straße.</a></li>
<li><a href="http://bit.ly/giTPmH">Darmkrebs: Ein Gentest von Forschern der TU München und Agendia soll Rückfall-gefährdete Patienten aufspüren.</a></li>
<li><a href="http://nyti.ms/fiBkTf">Gentests: Menschen wollen Wissen, keine Bevormundung, urteilt John Tierney in der New York Times</a>.</li>
<li><a href="http://bit.ly/ezOWjU">Asthma: Warnung vor dem Anfall durch einen  &#8220;Entzündungs-Sensor&#8221; für die Atemluft?</a></li>
<li><a href="http://bit.ly/i5BljS">Verpackung aus &#8220;Killerpapier&#8221; mit Nanobeschichtung soll Bakterien in Lebensmitteln bekämpfen.</a></li>
</ul>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><img src="http://vg03.met.vgwort.de/na/4be1f9c704404daa900e3db9ee1a01f3" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<item>
		<title>Typische Genmuster bei „Mini-Schlaganfällen“</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Nov 2010 06:41:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gehirn & Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>

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		<description><![CDATA[Durch eine kurze Unterbrechungen im Blutfluss zum Gehirn – die so genannte transiente ischämische Attacke (TIA) &#8211; werden etwa 460 verschiedene Gene in einer charakteristischen Reihenfolge an- oder ausgeschaltet, berichten Wissenschaftler auf der Jahrestagung der US-amerikanischen Society for Neuroscience. Mit einer computergestützten Analyse dieser Genmuster lassen sich in Zukunft womöglich jene Patienten mit einer TIA [...]]]></description>
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		<div style="clear:both;"></div><p>Durch eine kurze Unterbrechungen im Blutfluss zum Gehirn – die so genannte transiente ischämische Attacke (TIA) &#8211; werden etwa 460 verschiedene Gene in einer charakteristischen Reihenfolge an- oder ausgeschaltet, berichten Wissenschaftler auf der Jahrestagung der US-amerikanischen Society for Neuroscience. Mit einer computergestützten Analyse dieser Genmuster lassen sich in Zukunft womöglich jene Patienten mit einer TIA erkennen, die ein besonders hohes Risiko für einen Schlaganfall haben, hofft die Studienleiterin Dr. Xinhua Zhan vom Mind Institute der Universität von Kalifornien in Davis.</p>
<p>„Wir konnten die TIA-Patienten anhand der Genexpressionsmuster in zwei sehr unterschiedliche Gruppen teilen“, sagte Zhan, die für diese Untersuchung mit dem renommierten Neurologen Prof. Frank R. Sharp zusammen gearbeitet hat. Nur in der einen Gruppe wurden dabei Veränderungen der Genaktivität festgestellt, die sich auf die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke auswirken. Der Abgleich mit den Krankenakten dieser Patienten zeigte, dass die meisten Paradontose oder andere „Entzündungskrankheiten“ hatten. „Wir vermuten, dass diese Patienten ein höheres Risiko für Schlaganfälle haben“, spekulierte Zhan.</p>
<p>Für die Genanalyse hatte Zhan 24 TIA-Patienten zwischen drei und 69 Stunden nach dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen Blut abgenommen und daraufhin untersucht, welche Gene im Vergleich zu einer gesunden Kontrollgruppe entweder an- oder ausgeschaltet wurden. Während 325 Gene bei den TIA-Patienten eindeutig häufiger abgelesen wurden, fanden Zhan und ihre Kollegen auch 165 Gene, die „abgeschaltet“ oder klar seltener abgelesen wurden und die zu einem großen Teil an der Regulation des Immunsystems beteiligt sind. „Auf einen Blick kann man an diesen Genmustern ablesen, wie das Immunsystem in den Stunden nach einer TIA herunter reguliert wird“, erklärte Zhan.</p>
<p>In einer anschließenden Nachbeobachtung wird derzeit erfasst, ob die mutmaßlichen Risikopatienten tatsächlich öfter einen Hirninfarkt erleiden als die unauffälligen TIA Patienten ohne Hinweis auf eine Entzündungskrankheit. Außerdem soll diese Statistik Aufschluss darüber geben, ob sich die beiden Gruppen in der Schwere der Schlaganfälle und bezüglich der verbleibenden Behinderungen unterscheiden.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p>Zahn X. et al. Brief focal ischemia in rats and TIA in humans regulate gene expression in peripheral blood. Program No. 56.1. 2010 Neuroscience Meeting Planner. San Diego, CA: Society for Neuroscience, 2010. Online.</p>
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		<title>Mit dunkler Schokolade gegen den Schlaganfall?</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 10:32:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gehirn & Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Herz]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Schokoladen-Fan freue ich mich über die folgende Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Postdam-Rehbrücke. Wenn es stimmt, was dessen Wissenschaftler in einer großen Studie mit 20000 Teilnehmern heraus gefunden haben, dann ist ein tägliches kleines Stück (rezeptfreier) dunkler Schokolade ähnlich wirksam zur Senkung des Schlaganfall- und Herzinfarkt-Risikos, wie die besten Medikamente, die es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="height:33px;" class="really_simple_share"><div style="width:100px;" class="really_simple_share_facebook_like"> 
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		<div style="clear:both;"></div><p>Als Schokoladen-Fan freue ich mich über die folgende Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Postdam-Rehbrücke. Wenn es stimmt, was dessen Wissenschaftler in einer großen Studie mit 20000 Teilnehmern heraus gefunden haben, dann ist ein tägliches kleines Stück (rezeptfreier) dunkler Schokolade ähnlich wirksam zur Senkung des Schlaganfall- und Herzinfarkt-Risikos, wie die besten Medikamente, die es derzeit gegen Herzkreislauferkrankungen gibt. Natürlich ist dies kein seriöser Vergleich, und mancher Kollege wird mich deshalb vielleicht schelten, denn untersucht wurden im ersten Fall die Ernährungsgewohnheiten gesunder Männer, während die Medikamente ja in der Regel nur besonders gefährdeten Personen verschrieben werden. Aber interessant wäre es doch, so eine Vergleichsstudie von Statinen gegen Schokolade und ich würde mich dafür sogar freiwillig melden&#8230;<img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/0c868b7f44614e128d3cbf767e838ab4" alt="" width="1" height="1" /></p>
<h3>Langzeitstudie: Schokolade kann das Risiko für            Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken</h3>
<p>Der tägliche Verzehr von einem            kleinen Stück Schokolade kann das Risiko für  Herz-Kreislauf-Erkrankungen            senken, insbesondere für Schlaganfall. Dabei ist der Effekt  zum            Teil auf eine blutdrucksenkende Wirkung der Schokolade  zurückzuführen.            Zu diesem Ergebnis kam ein Forscherteam vom <a href="http://www.dife.de/index.php">Deutschen Institut  für            Ernährungsforschung (DIfE)</a>, nachdem es die Daten einer großen            Langzeitstudie mit circa 20000 Teilnehmern ausgewertet  hatte.</p>
<div id="attachment_1443" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-1443" href="http://simmformation.michaelsimm.de/2010/03/mit-dunkler-schokolade-gegen-den-schlaganfall/schokolade-quelle-wikipedia/"><img class="size-medium wp-image-1443  " title="Schokolade - Quelle Wikipedia" src="http://simmformation.michaelsimm.de/wp-content/uploads/2010/03/Schokolade-Quelle-Wikipedia-300x288.jpg" alt="" width="300" height="288" /></a><p class="wp-caption-text">Mmmm - dunkle Schokolade. Und gesund ist sie auch noch, denn sieben Gramm am Tag senken den Blutdruck senken und verringern dadurch das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle (Foto: Wikipedia)</p></div>
<p>Der in dunkler Schokolade enthaltene Kakao enthält viele  Flavanole,            die sich günstig auf die Elastizität der Blutgefäße            und den Blutdruck auswirken. Dies haben in den letzten Jahren  verschiedene            klinische Kurzzeitstudien belegen können. Ergebnisse aus  Langzeitstudien            gab es aber kaum. Für die DIfE-Forscher war dies der Grund, den  Sachverhalt            mit Hilfe der Potsdamer Epic-Studiendaten zu überprüfen und            mit dem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung  zu            bringen. Die Epic-Studie ist ein europaweites Projekt, das die Zusammenhänge zwischen Ernährung,            Krebs und anderen chronischen Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes  untersucht.            Insgesamt hat Epic 519000 Teilnehmer, deren Daten von 23 Zentren in zehn Ländern erfasst werden. Epic ist eine prospektive Studie, was bedeutet, dass TeilnehmerInnen zu Beginn der Studie noch nicht an der zu  untersuchenden            Krankheit leiden. Die Risikofaktoren für eine bestimmte  Erkrankung            lassen sich so vor ihrem Entstehen erfassen. Bei retrospektiven (&#8220;zurückschauenden&#8221;) Studien dagegen werden bereits erkrankte Menschen befragt. Diese Methode hat aber eine geringere Aussagekraft, weil die Daten durch ein schlechtes Gedächtnis und verfälschte Erinnerungen der Studienteilnehmer ungenauer sind.</p>
<p>In der aktuellen Studie erlitten während der  durchschnittlichen            Nachbeobachtungszeit von etwa acht Jahren 166  Studienteilnehmer einen            Herzinfarkt – 136 Personen erkrankten an einem Schlaganfall.  Aus            den in den Jahren 1994 bis 1998 erhobenen Epic-Basisdaten  ermittelten            die Forscher die Zusammenhänge zwischen dem  Schokoladenverzehr,            dem Blutdruck und dem Auftreten von  Herz-Kreislauf-Erkrankungen.</p>
<p>Wie die Studie zeigt, haben Personen, die im Schnitt etwa  sieben Gramm            kakaohaltiger Schokolade pro Tag verzehren, im Vergleich zu  Personen,            die nur wenig Schokolade essen, ein um fast 40 Prozent  verringertes            Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dabei sank das  Schlaganfallrisiko            um fast die Hälfte – das Herzinfarktrisiko verminderte sich            um 27 Prozent. Der Erstautor der neuen Studie, Brian Buijsse, war bereits vor vier Jahren durch die  Auswertung            einer niederländischen Bevölkerungsstudie mit 470 Männern zu ganz ähnlichen Ergebnissen gekommen: Dort hatte sich gezeigt, dass  Personen,            die im Durchschnitt täglich vier Gramm Kakao verzehren, nicht  nur            einen niedrigeren Blutdruck, sondern in dem 15-jährigen Beobachtungszeitraum auch ein vermindertes  Risiko hatten,            an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Vier Gramm Kakao  ist eine            Menge, die mit zehn Gramm Bitterschokolade vergleichbar ist.</p>
<p>„Schokolade ist für ihren blutdrucksenkenden Effekt bekannt.            Da ein hoher Blutdruck für Schlaganfälle ein stärkerer            Risikofaktor ist als für Herzinfarkte, haben wir erwartetet,  dass            der Schokoladenverzehr auch stärker mit einem verminderten  Schlaganfallrisiko            verbunden ist. Genau dies haben wir in den Studiendaten  gesehen“,            sagte Buijsse.</p>
<p>In der aktuellen Studie hatten die Personen mit dem höchsten  Schokoladenverzehr            einen geringeren Blutdruck als die Personen mit dem geringsten  Schokoladenverzehr.            Allerdings war der Blutdruckunterschied weniger stark  ausgeprägt            als in anderen Studien. Ein Grund für die relativ geringe  Blutdrucksenkung            könne die Vorliebe der meisten Studienteilnehmer für  Vollmilchschokolade            sein, mutmaßt Buijsse. Denn Vollmilchschokolade hat einen  geringeren            Kakaoanteil als Bitterschokolade und somit auch einen  geringeren Anteil            an blutdrucksenkenden Flavanolen.</p>
<p>Heiner Boeing, Studienleiter der Potsdamer EPIC-Studie, merkt  an, dass            die neuen Studienergebnisse keinen Freibrief für einen  ungehemmten            Schokoladenverzehr erteilen. Denn Schokolade in großen Mengen  konsumiert            macht dick und ist damit ungesund. Geringe Mengen Schokolade  können            dagegen die kardiovaskuläre Gesundheit verbessern. Dabei sind  insbesondere            Schokoladen mit einem hohen Kakaoanteil zu empfehlen.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p>Buijsse et al. Chocolate  consumption            in relation to blood pressure and   risk of cardiovascular  disease in            German adults. European Heart Journal DOI  10.1093/eurheartj/ehq068</p>
<p><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16505260">Buijsse B, Feskens EJ, Kok FJ,  Kromhout D.  Cocoa intake,  blood pressure, and  cardiovascular mortality:             the Zutphen  Elderly Study. Arch Intern Med.  2006 Feb            27;166(4):411-7.</a></p>
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		<title>Lieber einen dicken Hintern&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 21:58:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Herzinfarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>
		<category><![CDATA[Übergewicht]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; als einen dicken Bauch &#8211; so könnte man das Ergebnis einer Studie mit knapp 11000 Teilnehmern zusammenfassen, die Wissenschaftler der Universität München in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Journal of Clinical Endocrinology &#38; Metabolism veröffentlicht haben. Dabei ging es den Forschern allerdings nicht um Fragen des Geschmacks sondern um das Risiko, einen Herzinfarkt oder einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="height:33px;" class="really_simple_share"><div style="width:100px;" class="really_simple_share_facebook_like"> 
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					data-text="Lieber einen dicken Hintern&#8230;" data-url="http://simmformation.michaelsimm.de/2010/03/lieber-einen-dicken-hintern/"></a> 
			</div></div>
		<div style="clear:both;"></div><p>&#8230; als einen dicken Bauch &#8211; so könnte man das Ergebnis einer Studie mit knapp 11000 Teilnehmern zusammenfassen, die Wissenschaftler der Universität München in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift <em>Journal of Clinical Endocrinology &amp; Metabolism </em>veröffentlicht haben. Dabei ging es den Forschern allerdings nicht um Fragen des Geschmacks sondern um das Risiko, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden. Um dieses Risiko abzuschätzen haben Mediziner lange Zeit den so genannten<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Body-Mass-Index"> Body-Mass-Index (BMI)</a> genutzt, der sich ausrechnen läßt, wenn man die Körpermasse (in Kilogramm) teilt durch die Körpergröße (in Metern) zum Quadrat. Auch die Weltgesundheitsorgansisation (WHO) setzt trotz zunehmender Kritik von Experten noch immer auf diese Meßgröße.<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/1296172e2b8e4f678d379694bc558d51" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Doch der BMI ist ein alter Hut &#8211; sagen jedenfalls die Münchener Wissenschaftler um Studienleiter Dr. Harald J. Schneider von der  Medizinischen Klinik,  Campus Innenstadt. In ihrer Untersuchung hatten sie bei knapp 11000 Freiwilligen anfangs sowohl den BMI gemessen als auch den als WHtR abgekürzten Wert, der sich ergibt, wenn man den Taillenumfang durch die Körpergröße teilt. Als die Forscher nach drei- bis achtjähriger Beobachtungszeit dann die Zahl der Infarkte mit den ursprünglich gemessenen BMI- und WtHR-Werten verglichen war das Ergebnis eindeutig: &#8220;Der BMI spielt keine Rolle für  das Schlaganfall-, Herzinfarkt- oder  Todesrisiko eines Menschen&#8221;, so Schneider.</p>
<p>Nicht die Menge, sondern die Verteilung des Körperfetts ist nämlich entscheidend für bestimmte Krankheits-Gefahren, erläutern die Wissenschaftler und sprechen deshalb auch von &#8220;gutem und bösem Fett.&#8221; Der  Speck um den Bauch &#8211; also um die Taille &#8211; kann schädliche Fettsäuren  abgeben und verschiedene Botenstoffe in den Körper abgeben, die Entzündungen  fördern, erklären sie. Das passiert auch und gerade in den Gefäßen, was die  Arterienverkalkung (Arteriosklerose) vorantreibt und somit Infarkte begünstigt. Hüft-, Oberschenkel- und Gesäßfett hingegen  haben nach jüngsten Erkenntnissen nichts mit dem Risiko für  Herz-Kreislauferkrankungen zu tun und wirken mitunter sogar schützend, wie  manche Untersuchungen zeigen. &#8220;Es  gibt immer mehr Studien, die belegen, dass die Messung des BMI wenig  bringt&#8221;, sagt Schneider &#8211; und hofft nun darauf,  &#8220;dass medizinische Fachgesellschaften und WHO ihre Empfehlungen für die  Messung des Körperfetts bald ändern.&#8221;</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20130075">Schneider HJ et al. The Predictive Value of Different Measures of Obesity for Incident Cardiovascular Events and Mortality. J Clin Endocrinol Metab, April 2010, 95(4)</a></li>
</ul>
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		<title>Schlaganfall: Bessere Erholung mit Antidepressiva?</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 17:26:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gehirn & Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Antidepressiva]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Rehabilitation]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einem Schlaganfall erholt sich das Gehirn der Patienten womöglich schneller, wenn sie ein Medikament gegen Depressionen bekommen. Sowohl das Denkvermögen als auch die Lernfähigkeit und das Gedächtnis war bei solchen Patienten nach zwölf Wochen eindeutig besser als bei Kranken, die zum Vergleich lediglich ein Scheinmedikament erhalten hatten, berichten Ärzte der Universität von Iowa (USA) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="height:33px;" class="really_simple_share"><div style="width:100px;" class="really_simple_share_facebook_like"> 
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					data-text="Schlaganfall: Bessere Erholung mit Antidepressiva?" data-url="http://simmformation.michaelsimm.de/2010/02/schlaganfall-bessere-erholung-mit-antidepressiva/"></a> 
			</div></div>
		<div style="clear:both;"></div><p>Nach einem Schlaganfall erholt sich das Gehirn der Patienten womöglich schneller, wenn sie ein Medikament gegen Depressionen bekommen. Sowohl das Denkvermögen als auch die Lernfähigkeit und das Gedächtnis war bei solchen Patienten nach zwölf Wochen eindeutig besser als bei Kranken, die zum Vergleich lediglich ein Scheinmedikament erhalten hatten, berichten Ärzte der Universität von Iowa (USA) in der Fachzeitschrift <em>Archives of General Psychiatry</em>.<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/c9af82883834472ebc9b245de458b555" width="1" height="1" alt=""></p>
<p>&#8220;Wichtig ist, dass die gemessenen Veränderungen auch dazu geführt haben, dass Alltagstätigkeiten besser bewältigt wurden&#8221;, schreiben <a href="http://www.linkedin.com/pub/jorge-ricardo/9/77a/421">Ricardo Jorge</a> und dessen Kollegen, die für ihre Studie das Medikament <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Escitalopram">Escitalopram</a> (Handelsname: Cipralex) benutzt hatten, welches bisher nur gegen Depressionen und Angststörungen eingesetzt wird. Insgesamt hatten 129 Schlaganfall-Patienten an der Studie teilgenommen und das Medikament binnen drei Monaten nach dem Hirninfarkt erhalten. Die Arznei sei dabei gut vertragen worden und haben ebenso wenig Nebenwirkungen verursacht wie ein Scheinmedikament, berichten die Ärzte. Die genaue Wirkungsweise antidepressiver Medikamente ist noch immer unklar. Allerdings gab es in den vergangenen Jahren zahlreiche Experimente die gezeigt haben, dass Antidepressiva das Wachstum von Nervenzellen fördern und die Struktur ganzer Hirnregionen verändern können.</p>
<p>&#8220;Wie immer es funktioniert: Unsere Studie hat erstmals gezeigt, dass dieses Medikament zu einer verbesserten Erholung der geistigen Funktionen nach einem Hirninfarkt führt&#8221;, behaupten die Wissenschaftler.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://archpsyc.ama-assn.org/cgi/content/abstract/67/2/187">Jorge RE et al. Escitalopram and enhancement of cognitive recovery following stroke. Arch Gen Psychiatry 2010; 67[2]:187-196</a></li>
</ul>
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		<title>Die Wochenschau 03-2010</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 08:25:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Multiple Sklerose]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf Pillen gegen die Multiple Sklerose haben Patienten schon seit langem gewartet. Noch müssen sie sich nämlich Interferone spritzen, um den Verlauf der Krankheit wenigstens zu verlangsamen. Nun berichtet das New England Journal of Medicine jedoch über Erfolge mit zwei Substanzen, die man schlucken kann und die trotzdem die Blut-Hirn-Schranke überwinden: Cladribin und Fingolimod haben [...]]]></description>
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					data-text="Die Wochenschau 03-2010" data-url="http://simmformation.michaelsimm.de/2010/01/die-wochenschau-03-2010/"></a> 
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		<div style="clear:both;"></div><ul>
<li>Auf Pillen gegen die Multiple Sklerose haben Patienten schon seit langem gewartet. Noch müssen sie sich nämlich Interferone spritzen, um den Verlauf der Krankheit wenigstens zu verlangsamen. Nun berichtet das<em> New England Journal of Medicine</em> jedoch über Erfolge mit zwei Substanzen, die man schlucken kann und die trotzdem die Blut-Hirn-Schranke überwinden: Cladribin und Fingolimod haben in klinischen Studien der Phase III ihre Wirksamkeit belegt, wobei Fingolimod sogar im direkten Vergleich deutlich besser wirkte als die bisher gebräuchlichen Arzneien. Wie einer <a href="http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/39760/Multiple_Sklerose_Orale_Medikamente_zeigen_Wirkung.htm">Zusammenfassung im Deutschen Ärzteblatt</a> zu entnehmen ist, ist ein Nachteil der beiden neuen Medikamente jedoch, dass sie das Immunsystem massiv beeinflussen und dadurch offenbar Infektionen mit Herpesviren ausbrechen können. Zwei dieser Infektionen verliefen in den Studien tödlich, außerdem wurden Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Hautkrebs und andere mögliche Nebenwirkungen registriert.</li>
<li>Wer einen Schlaganfall überlebt müsste gewarnt sein und alles tun, um den zweiten Hirninfarkt zu verhindern, sollte man meinen. Dennoch nehmen nach zwei Jahren bis zu 55 Prozent der Patienten vorbeugende Medikamente nicht mehr ein, berichten schwedische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift <em>Stroke.</em></li>
</ul>
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