<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare für Simmformation v7</title>
	<atom:link href="http://simmformation.michaelsimm.de/comments/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://simmformation.michaelsimm.de</link>
	<description>Artikel, Trends und Hintergründe aus Medizin &#38; Pharma, Gentechnik &#38; Hirnforschung</description>
	<lastBuildDate>Wed, 03 Mar 2010 10:01:19 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
		<item>
		<title>Kommentar zu Lieber einen dicken Hintern&#8230; von MSimm</title>
		<link>http://simmformation.michaelsimm.de/2010/03/lieber-einen-dicken-hintern/comment-page-1/#comment-432</link>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 10:01:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://simmformation.michaelsimm.de/?p=1415#comment-432</guid>
		<description>Vielen Dank, Herr Aschenbeck für Ihr Interesse und ihre Fragen.

Ich muss Sie aber um Verständnis dafür bitten, dass a) und d) für mich nicht ohne weitere Recherchen zu beantworten sind - Details dazu konnte ich weder im Originalartikel noch in der zugehörigen Pressemitteilung der Uni München finden.

Immerhin kann ich Ihnen aber sagen, dass WHtR die Abkürzung ist für &quot;waist-to-height ratio, also das Verhältnis von Hüft (genauer Taillen-)umfang zur Körpergröße.

Erstrebenswert ist laut einem Fachartikel (&lt;a href=&quot;http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16236591&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;AshwellM, HsiehSD 2005 Six reasons why the waist-to-height ratio is a rapid and effective global indicator for health risks of obesity and how its use could simplify the international public health message on obesity. Int J Food Sci Nutr 56:303–307&lt;/a&gt;) ein Wert von unter 0,5. Offizielle Empfehlungen gibt es aber nach meinem Verständnis noch nicht.

Am besten ist es wohl, sie kontaktieren den Studienautor selbst. Dessen Adresse finden sie am unteren Ende dieser &lt;a href=&quot;http://idw-online.de/pages/de/news357681&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Pressemitteilung&lt;/a&gt;

mit feundlichen Grüßen

Michael Simm</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank, Herr Aschenbeck für Ihr Interesse und ihre Fragen.</p>
<p>Ich muss Sie aber um Verständnis dafür bitten, dass a) und d) für mich nicht ohne weitere Recherchen zu beantworten sind &#8211; Details dazu konnte ich weder im Originalartikel noch in der zugehörigen Pressemitteilung der Uni München finden.</p>
<p>Immerhin kann ich Ihnen aber sagen, dass WHtR die Abkürzung ist für &#8220;waist-to-height ratio, also das Verhältnis von Hüft (genauer Taillen-)umfang zur Körpergröße.</p>
<p>Erstrebenswert ist laut einem Fachartikel (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16236591" rel="nofollow">AshwellM, HsiehSD 2005 Six reasons why the waist-to-height ratio is a rapid and effective global indicator for health risks of obesity and how its use could simplify the international public health message on obesity. Int J Food Sci Nutr 56:303–307</a>) ein Wert von unter 0,5. Offizielle Empfehlungen gibt es aber nach meinem Verständnis noch nicht.</p>
<p>Am besten ist es wohl, sie kontaktieren den Studienautor selbst. Dessen Adresse finden sie am unteren Ende dieser <a href="http://idw-online.de/pages/de/news357681" rel="nofollow">Pressemitteilung</a></p>
<p>mit feundlichen Grüßen</p>
<p>Michael Simm</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Lieber einen dicken Hintern&#8230; von Aschenbeck, Gerd, Dr.</title>
		<link>http://simmformation.michaelsimm.de/2010/03/lieber-einen-dicken-hintern/comment-page-1/#comment-431</link>
		<dc:creator>Aschenbeck, Gerd, Dr.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 08:50:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://simmformation.michaelsimm.de/?p=1415#comment-431</guid>
		<description>Sehr geehrter Herr Simm, vielen Dank für Ihren
Bericht: &quot;Lieber einen dicken Hintern...&quot;
Meine Fragen dazu:
a) welcher Art sind die schädlichen Fettsäuren,
   die aus dem Bauchfett abgegeben werden       
   nicht aber aus den Fettzellen der 
   Oberschenkel ?
b) welcher WHtR - Wert ist erstrebenswert ?
c) was heißt WHtR ?
d) welche Botenstoffe werden aus den
   Fettzellen des Bauches abgegeben ?

Mit freundlichen Grüßen,
Gerd Aschenbeck</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Simm, vielen Dank für Ihren<br />
Bericht: &#8220;Lieber einen dicken Hintern&#8230;&#8221;<br />
Meine Fragen dazu:<br />
a) welcher Art sind die schädlichen Fettsäuren,<br />
   die aus dem Bauchfett abgegeben werden<br />
   nicht aber aus den Fettzellen der<br />
   Oberschenkel ?<br />
b) welcher WHtR &#8211; Wert ist erstrebenswert ?<br />
c) was heißt WHtR ?<br />
d) welche Botenstoffe werden aus den<br />
   Fettzellen des Bauches abgegeben ?</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen,<br />
Gerd Aschenbeck</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Die Wochenschau 04-2010 von Thomas Kron</title>
		<link>http://simmformation.michaelsimm.de/2010/02/die-wochenschau-04-2010/comment-page-1/#comment-265</link>
		<dc:creator>Thomas Kron</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 20:11:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://simmformation.michaelsimm.de/?p=1304#comment-265</guid>
		<description>Zum Thema Ginkgotoxin hier ein Statement von Schwabe zur Info:

Ginkgo-Extrakt wirkt nicht pro-konvulsiv

Monografiekonformer Ginkgo-Extrakt ist seit mehr als 20 Jahren in Deutschland und vielen anderen Ländern weltweit zugelassen und ein anerkannt wirksamer, gut verträglicher Wirkstoff zur Behandlung von Hirnleistungsstörungen und Demenzerkrankungen. Wirksamkeit und Verträglichkeit wurden auch aktuell in Übersichtsarbeiten (Kasper 2009, Kaschel 2009) sowie vom Institut für Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG 2008) speziell für den Wirkstoff EGb 761® (Tebonin®) mit 240 mg Tagesdosis bestätigt. 

Über die Dokumentation aus umfangreichen klinischen Studien hinaus bestehen Erfahrungen aus der Einnahme von jährlich mehr als 150 Millionen Tagesdosierungen Tebonin® alleine in Deutschland seit mehr als 2 Jahrzehnten. Aus beiden Datenquellen besteht kein Hinweis auf ein Auftreten von Krampfanfällen in kausalem Zusammenhang mit der Anwendung von EGb 761®. 

Dies ist hervorzuheben vor der Erkenntnis, dass dementiell erkrankte Patienten ein gegenüber der Vergleichspopulation signifikant erhöhtes Anfallsrisiko aufweisen (ca. 400 bis 500 auf 100.000 Personenjahre, Scarmeas 2009; So 1996; Hesdorffer 1996). 100.000 Behandlungs-Personenjahre erreicht Tebonin® in Deutschland innerhalb von höchstens 3 Kalenderjahren. Die Beobachtung von Krampfanfällen unter der Tebonin®-Einnahme liegt bei kleiner 5 in drei Kalenderjahren und ist also sogar deutlich geringer als bei der Zielpopulation ohnehin zu erwarten wäre. 

Auch eine Wirkabschwächung von Antiepileptika über zum Beispiel eine Induktion von CYP-Isoenzym 2C19 ist wissenschaftlich nicht belegt (Unger 2009).

Daher überrascht es, Verdachtsmomente auf Förderung von Krampfanfällen alleine aus experimentellen in vitro Daten abzuleiten (Leistner 2010). Hier stellt sich die Frage: Wie passen diese Daten zu dem klinisch unauffälligen Bild für den Extrakt EGb 761®? Die Analyse zeigt:

•	Die in vitro Daten wurden mit einem Reinstoff (Methylpyridoxin, MPO) in hoher Dosis gewonnen, der seit mehr als 15 Jahren als Inhaltsstoff vor allem der Ginkgosamen bekannt ist. In den für die Extraktherstellung verwendeten getrockneten Blättern ist er nur in geringen Konzentrationen enthalten und wird bei der Extraktherstellung weiter abgereichert.
•	Beim Menschen kommt ausschließlich der Extrakt in seiner Gesamtheit zur Anwendung. Die aufgezeigte MPO-Wirkung ist unter EGb 761® bereits deswegen nicht gegeben, weil der Extrakt neben geringen Konzentrationen an MPO erhebliche Mengen neuroprotektiv wirkender Inhaltsstoffe enthält (z.B. Bilobalid), die offensichtlich das Wirkprofil des Extraktes beim Menschen dominieren. So konnte gezeigt werden, dass das in EGb 761® angereicherte Bilobalid die krampfauslösenden Wirkungen von MPO antagonisiert (Sasaki et al., 1995, 2000) 
•	Bei Einnahme des Extraktes sind die Gehalte an MPO um den Faktor 50 bis 100 geringer als diejenigen, die von den Autoren als bedeutsam für die Humanexposition angenommen werden. Tatsächlich lagen in einer Pilotstudie die MPO-Konzentrationen im Plasma nach Einnahme von 240mg EGb 761® sämtlich unter der Nachweisgrenze von 1 Nanogramm pro ml (Schwabe-Daten).
•	Die von Leistner et al als Belege für eine klinische Relevanz angeführten Fallbeispiele überzeugen bereits von der Informationsbasis her nicht. Darüber hinaus führen die anekdotischen Fälle selbst  in der Zusammenschau zu einer um mehrhundertfach geringeren Frequenz von Krampfanfällen als in der Vergleichspopulation (s.o.).

FAZIT für die Patientenberatung: 

Die bereits seit Jahren bekannten und jetzt vorgelegten in vitro Befunde ändern die günstige Verträglichkeitsbewertung von EGb 761® nicht. Die aufgezeigten Erkenntnisse zu den Eigenschaften des Einzelstoffes MPO haben sich in der Behandlungswirklichkeit  beim Menschen als nicht relevant erwiesen: Aus der langjährigen Anwendungspraxis mit dem Extrakt EGb 761® bestehen keine Hinweise auf Krampfanfälle mit kausalem Zusammenhang. Selbst die wenigen in zeitlichem Zusammenhang mit der Einnahme des Extraktes berichteten Fälle liegen um ein Vielfaches unter den erwarteten Häufigkeiten der Vergleichspopulation.

Dies bestätigt den anerkannten Sachverhalt, dass die im Zellkulturtest oder an isolierten Enzymen aufgezeigten Eigenschaften eines geringfügig im Extrakt enthaltenen Einzelstoffes nicht auf die Wirkungen des Extraktes beim Menschen übertragen werden können, zumal im Extrakt EGb 761® quantitativ erheblich umfangreicher enthaltene Inhaltsstoffe die Wirkung beim Menschen bestimmen.

Darüber hinaus tragen Gebrauchs- und Fachinformation einem theoretischen Risiko für spezielle Personengruppen Rechnung, die nicht zum Anwenderkreis des Extraktes gehören (Anfallskranke, Kinder).

Literatur
Kasper, S., Schubert, H. Ginkgo special extract EGb 761® in the treatment of dementia: Evidence of efficacy and tolerability. Fortschr Neurol Psychiat, 2009; 77: 494-506.  
Kaschel R. Ginkgo biloba: specificity of neuropsychological improvement-a selective review in search of differential effects. Hum Psychopharmacol. 2009 Jul;24(5):345-70.

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Ginkgohaltige Präparate bei Alzheimer Demenz. Abschlussbericht A05-19B . Köln: IQWiG; 2008.

Scarmeas N, Lawrence MS, Honig S, Choi H, Cantero J, Brandt J, Blacker D, Albert M,
Amatniek JC, Marder K, Bell K, Hauser WA, Stern Y: Seizures in Alzheimer Disease:
Who, When, and How Common? Arch Neurol. 2009 August ; 66(8): 992–997. doi:10.1001/archneurol.2009.130.

Hesdorffer DC, Hauser WA, Annegers JF, Kokmen E, Rocca WA,: Dementia and adult-onset unprovoked seizures. Neurology 1996; 46:727-730

Unger M: Klinische Studien zu pharmakokinetischen Arzneimittelinteraktionen mit Phytopharmaka und Nahrungsergänzungsmitteln – ein Update. Zeitschrift für Phytotherapie, 2009; 30 (Suppl. 1): S 17

Sasaki K, Hatta S, Wada K, Ohshika H, Haga M: Anticonvulsant activity of bilobalide, a sesquiterpene in Ginkgo biloba L. leaves, against chemical-induced and electroshock-induced convulsions in mice. Research Communications in Biological Psychology and Psychiatry 1995;20:145-156.

Sasaki K, Hatta S, Wada K, Ohshika H, Haga M: Bilobalide prevents reduction of -aminobutyric acid levels and glutamic acid decarboxylase activity induced by 4-O-methylpyridoxine in mouse hippocampus. Life Sciences 2000;67:709-715.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Thema Ginkgotoxin hier ein Statement von Schwabe zur Info:</p>
<p>Ginkgo-Extrakt wirkt nicht pro-konvulsiv</p>
<p>Monografiekonformer Ginkgo-Extrakt ist seit mehr als 20 Jahren in Deutschland und vielen anderen Ländern weltweit zugelassen und ein anerkannt wirksamer, gut verträglicher Wirkstoff zur Behandlung von Hirnleistungsstörungen und Demenzerkrankungen. Wirksamkeit und Verträglichkeit wurden auch aktuell in Übersichtsarbeiten (Kasper 2009, Kaschel 2009) sowie vom Institut für Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG 2008) speziell für den Wirkstoff EGb 761® (Tebonin®) mit 240 mg Tagesdosis bestätigt. </p>
<p>Über die Dokumentation aus umfangreichen klinischen Studien hinaus bestehen Erfahrungen aus der Einnahme von jährlich mehr als 150 Millionen Tagesdosierungen Tebonin® alleine in Deutschland seit mehr als 2 Jahrzehnten. Aus beiden Datenquellen besteht kein Hinweis auf ein Auftreten von Krampfanfällen in kausalem Zusammenhang mit der Anwendung von EGb 761®. </p>
<p>Dies ist hervorzuheben vor der Erkenntnis, dass dementiell erkrankte Patienten ein gegenüber der Vergleichspopulation signifikant erhöhtes Anfallsrisiko aufweisen (ca. 400 bis 500 auf 100.000 Personenjahre, Scarmeas 2009; So 1996; Hesdorffer 1996). 100.000 Behandlungs-Personenjahre erreicht Tebonin® in Deutschland innerhalb von höchstens 3 Kalenderjahren. Die Beobachtung von Krampfanfällen unter der Tebonin®-Einnahme liegt bei kleiner 5 in drei Kalenderjahren und ist also sogar deutlich geringer als bei der Zielpopulation ohnehin zu erwarten wäre. </p>
<p>Auch eine Wirkabschwächung von Antiepileptika über zum Beispiel eine Induktion von CYP-Isoenzym 2C19 ist wissenschaftlich nicht belegt (Unger 2009).</p>
<p>Daher überrascht es, Verdachtsmomente auf Förderung von Krampfanfällen alleine aus experimentellen in vitro Daten abzuleiten (Leistner 2010). Hier stellt sich die Frage: Wie passen diese Daten zu dem klinisch unauffälligen Bild für den Extrakt EGb 761®? Die Analyse zeigt:</p>
<p>•	Die in vitro Daten wurden mit einem Reinstoff (Methylpyridoxin, MPO) in hoher Dosis gewonnen, der seit mehr als 15 Jahren als Inhaltsstoff vor allem der Ginkgosamen bekannt ist. In den für die Extraktherstellung verwendeten getrockneten Blättern ist er nur in geringen Konzentrationen enthalten und wird bei der Extraktherstellung weiter abgereichert.<br />
•	Beim Menschen kommt ausschließlich der Extrakt in seiner Gesamtheit zur Anwendung. Die aufgezeigte MPO-Wirkung ist unter EGb 761® bereits deswegen nicht gegeben, weil der Extrakt neben geringen Konzentrationen an MPO erhebliche Mengen neuroprotektiv wirkender Inhaltsstoffe enthält (z.B. Bilobalid), die offensichtlich das Wirkprofil des Extraktes beim Menschen dominieren. So konnte gezeigt werden, dass das in EGb 761® angereicherte Bilobalid die krampfauslösenden Wirkungen von MPO antagonisiert (Sasaki et al., 1995, 2000)<br />
•	Bei Einnahme des Extraktes sind die Gehalte an MPO um den Faktor 50 bis 100 geringer als diejenigen, die von den Autoren als bedeutsam für die Humanexposition angenommen werden. Tatsächlich lagen in einer Pilotstudie die MPO-Konzentrationen im Plasma nach Einnahme von 240mg EGb 761® sämtlich unter der Nachweisgrenze von 1 Nanogramm pro ml (Schwabe-Daten).<br />
•	Die von Leistner et al als Belege für eine klinische Relevanz angeführten Fallbeispiele überzeugen bereits von der Informationsbasis her nicht. Darüber hinaus führen die anekdotischen Fälle selbst  in der Zusammenschau zu einer um mehrhundertfach geringeren Frequenz von Krampfanfällen als in der Vergleichspopulation (s.o.).</p>
<p>FAZIT für die Patientenberatung: </p>
<p>Die bereits seit Jahren bekannten und jetzt vorgelegten in vitro Befunde ändern die günstige Verträglichkeitsbewertung von EGb 761® nicht. Die aufgezeigten Erkenntnisse zu den Eigenschaften des Einzelstoffes MPO haben sich in der Behandlungswirklichkeit  beim Menschen als nicht relevant erwiesen: Aus der langjährigen Anwendungspraxis mit dem Extrakt EGb 761® bestehen keine Hinweise auf Krampfanfälle mit kausalem Zusammenhang. Selbst die wenigen in zeitlichem Zusammenhang mit der Einnahme des Extraktes berichteten Fälle liegen um ein Vielfaches unter den erwarteten Häufigkeiten der Vergleichspopulation.</p>
<p>Dies bestätigt den anerkannten Sachverhalt, dass die im Zellkulturtest oder an isolierten Enzymen aufgezeigten Eigenschaften eines geringfügig im Extrakt enthaltenen Einzelstoffes nicht auf die Wirkungen des Extraktes beim Menschen übertragen werden können, zumal im Extrakt EGb 761® quantitativ erheblich umfangreicher enthaltene Inhaltsstoffe die Wirkung beim Menschen bestimmen.</p>
<p>Darüber hinaus tragen Gebrauchs- und Fachinformation einem theoretischen Risiko für spezielle Personengruppen Rechnung, die nicht zum Anwenderkreis des Extraktes gehören (Anfallskranke, Kinder).</p>
<p>Literatur<br />
Kasper, S., Schubert, H. Ginkgo special extract EGb 761® in the treatment of dementia: Evidence of efficacy and tolerability. Fortschr Neurol Psychiat, 2009; 77: 494-506.<br />
Kaschel R. Ginkgo biloba: specificity of neuropsychological improvement-a selective review in search of differential effects. Hum Psychopharmacol. 2009 Jul;24(5):345-70.</p>
<p>Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Ginkgohaltige Präparate bei Alzheimer Demenz. Abschlussbericht A05-19B . Köln: IQWiG; 2008.</p>
<p>Scarmeas N, Lawrence MS, Honig S, Choi H, Cantero J, Brandt J, Blacker D, Albert M,<br />
Amatniek JC, Marder K, Bell K, Hauser WA, Stern Y: Seizures in Alzheimer Disease:<br />
Who, When, and How Common? Arch Neurol. 2009 August ; 66(8): 992–997. doi:10.1001/archneurol.2009.130.</p>
<p>Hesdorffer DC, Hauser WA, Annegers JF, Kokmen E, Rocca WA,: Dementia and adult-onset unprovoked seizures. Neurology 1996; 46:727-730</p>
<p>Unger M: Klinische Studien zu pharmakokinetischen Arzneimittelinteraktionen mit Phytopharmaka und Nahrungsergänzungsmitteln – ein Update. Zeitschrift für Phytotherapie, 2009; 30 (Suppl. 1): S 17</p>
<p>Sasaki K, Hatta S, Wada K, Ohshika H, Haga M: Anticonvulsant activity of bilobalide, a sesquiterpene in Ginkgo biloba L. leaves, against chemical-induced and electroshock-induced convulsions in mice. Research Communications in Biological Psychology and Psychiatry 1995;20:145-156.</p>
<p>Sasaki K, Hatta S, Wada K, Ohshika H, Haga M: Bilobalide prevents reduction of -aminobutyric acid levels and glutamic acid decarboxylase activity induced by 4-O-methylpyridoxine in mouse hippocampus. Life Sciences 2000;67:709-715.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Die Wochenschau 04-2010 von Thomas Kron</title>
		<link>http://simmformation.michaelsimm.de/2010/02/die-wochenschau-04-2010/comment-page-1/#comment-260</link>
		<dc:creator>Thomas Kron</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 08:31:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://simmformation.michaelsimm.de/?p=1304#comment-260</guid>
		<description>Nachdem es eine Zeitlang nur die Gene waren, die für alles verantwortlich waren, ist es ja heute das &quot;Individuum&quot;, das an allem Schuld hat. Dies bedeutet natürlich, dass sich Staat, Gesellschaft, Politik aus der Verantwortung ziehen können. Statt &quot;krankmachende&quot; Rahmenbedingungen zu thematisieren, soll der Einzelne eben mehr Gesundheitsbewußtsein haben - oder eben mehr Krankenkassenbeiträge bezahlen. 
Deswegen ist diese Arbeit meiner Meinung nach wichtig.Sozialmedizin ist leider kein sehr großes Thema bei uns.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem es eine Zeitlang nur die Gene waren, die für alles verantwortlich waren, ist es ja heute das &#8220;Individuum&#8221;, das an allem Schuld hat. Dies bedeutet natürlich, dass sich Staat, Gesellschaft, Politik aus der Verantwortung ziehen können. Statt &#8220;krankmachende&#8221; Rahmenbedingungen zu thematisieren, soll der Einzelne eben mehr Gesundheitsbewußtsein haben &#8211; oder eben mehr Krankenkassenbeiträge bezahlen.<br />
Deswegen ist diese Arbeit meiner Meinung nach wichtig.Sozialmedizin ist leider kein sehr großes Thema bei uns.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Lasertherapie soll Nackenschmerzen lindern von MSimm</title>
		<link>http://simmformation.michaelsimm.de/2010/01/lasertherapie-soll-nackenschmerzen-lindern/comment-page-1/#comment-259</link>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 16:50:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://simmformation.michaelsimm.de/?p=1252#comment-259</guid>
		<description>Hast ja recht. Im Zweifelsfall würde ich ebenfalls lieber auf mein Mountainbike springen, als mich mit ´nem Softlaser igeln lassen ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hast ja recht. Im Zweifelsfall würde ich ebenfalls lieber auf mein Mountainbike springen, als mich mit ´nem Softlaser igeln lassen <img src='http://simmformation.michaelsimm.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Lasertherapie soll Nackenschmerzen lindern von Thomas Kron</title>
		<link>http://simmformation.michaelsimm.de/2010/01/lasertherapie-soll-nackenschmerzen-lindern/comment-page-1/#comment-258</link>
		<dc:creator>Thomas Kron</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 15:55:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://simmformation.michaelsimm.de/?p=1252#comment-258</guid>
		<description>Energisches Zuwarten hilft auch, Softlaser bringt aber Umsatz -ergo was für die IGeL-Fraktion. Die Studie ist übrigens schon etwas angestaubt. Aber trotzdem.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Energisches Zuwarten hilft auch, Softlaser bringt aber Umsatz -ergo was für die IGeL-Fraktion. Die Studie ist übrigens schon etwas angestaubt. Aber trotzdem.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Länger leben mit Mantelzell-Lymphom von MSimm</title>
		<link>http://simmformation.michaelsimm.de/2009/02/fortschritte-beim-mantelzell-lymphom/comment-page-1/#comment-245</link>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Jan 2010 18:26:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://simmformation.michaelsimm.de/?p=162#comment-245</guid>
		<description>Danke für das Kompliment!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für das Kompliment!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Länger leben mit Mantelzell-Lymphom von Torsten Wendt-Mikeit</title>
		<link>http://simmformation.michaelsimm.de/2009/02/fortschritte-beim-mantelzell-lymphom/comment-page-1/#comment-244</link>
		<dc:creator>Torsten Wendt-Mikeit</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Jan 2010 15:50:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://simmformation.michaelsimm.de/?p=162#comment-244</guid>
		<description>Ein sehr, sehr gutes Komprimat an Informationen rund um das Mantelzell-Lymphom und zu aktuellen Therapie-Standards bezogen auf diese Entität aus der Familie der Non-Hodgkin-Lymphome. Übersichtlichkeit und Informationsgehalt sind aufgrund der Kürze des Artikels bemerkenswert, herausragend. Und die angebotenen, weiterführenden Links rund um diese Erkrankung und die Behandlung betrachte ich als wertvoll - weil gelungen. Insgesamt ein sehr nutzbringender Artikel - sicher nicht nur für Betroffene... .Danke für Recherche und Aufarbeitung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein sehr, sehr gutes Komprimat an Informationen rund um das Mantelzell-Lymphom und zu aktuellen Therapie-Standards bezogen auf diese Entität aus der Familie der Non-Hodgkin-Lymphome. Übersichtlichkeit und Informationsgehalt sind aufgrund der Kürze des Artikels bemerkenswert, herausragend. Und die angebotenen, weiterführenden Links rund um diese Erkrankung und die Behandlung betrachte ich als wertvoll &#8211; weil gelungen. Insgesamt ein sehr nutzbringender Artikel &#8211; sicher nicht nur für Betroffene&#8230; .Danke für Recherche und Aufarbeitung.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Klima &amp; Gesundheit: Bewegung ist besser als Spritsparen von Thomas Kron</title>
		<link>http://simmformation.michaelsimm.de/2009/11/klima-und-gesundheit-bewegung-ist-besser-als-spritsparen/comment-page-1/#comment-236</link>
		<dc:creator>Thomas Kron</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 12:57:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://simmformation.michaelsimm.de/?p=1054#comment-236</guid>
		<description>Deswegen habe ich drei Rennräder, aber meinen dicken 5er BMW abgeschafft. Und nutze ab und zu den Oldtimer meiner Frau.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Deswegen habe ich drei Rennräder, aber meinen dicken 5er BMW abgeschafft. Und nutze ab und zu den Oldtimer meiner Frau.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Tai Chi dämpft Schmerzen bei Kniegelenks-Arthrose von wudang</title>
		<link>http://simmformation.michaelsimm.de/2009/10/tai-chi-verringert-schmerzen-bei-kniegelenks-arthrose/comment-page-1/#comment-183</link>
		<dc:creator>wudang</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 16:05:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://simmformation.michaelsimm.de/?p=889#comment-183</guid>
		<description>doch, die Erfahrung habe ich auch gemacht, leide seit ca.10 J. an leichter Kniegelenksarthrose, durch Taiji viel besser geworden</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>doch, die Erfahrung habe ich auch gemacht, leide seit ca.10 J. an leichter Kniegelenksarthrose, durch Taiji viel besser geworden</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
