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	<title>Simmformation v7</title>
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	<description>Artikel, Trends und Hintergründe aus Medizin &#38; Pharma, Gentechnik &#38; Hirnforschung</description>
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		<title>Was sonst noch war in KW 34</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 04:47:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Schweinegrippe]]></category>

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		<description><![CDATA[
	Die Schweinegrippe-Pandemie ist vorbei, verkündet d [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li>Die Schweinegrippe-Pandemie ist vorbei, <a href="http://www.who.int/mediacentre/news/statements/2010/h1n1_vpc_20100810/en/index.html">verkündet die Weltgesundheitsorganisation WHO</a> am Dienstag, dem 10.8.2010. Wie es nun weitergehen soll und welche Impfstoffe für die kommende Saison empfohlen werden, steht <a href="http://www.who.int/csr/disease/swineflu/notes/briefing_20100810/en/index.html">hier</a>, und außerdem gibt es eine <a href="http://www.who.int/csr/disease/swineflu/en/">Übersichtsseite zu H1N1</a> mit laufend aktualisierten Einschätzungen der aktuellen Situation. All diese Infos sind auf englisch.</li>
<li>Salat schmeckt nicht (das wusste ich schon) und er ist auch nicht gesund (das habe ich geahnt). Beide Thesen stammen von dem hoch geschätzten Kollegen <a href="http://www.faz.net/s/RubD87FF48828064DAA974C2FF3CC5F6867/Doc~E0A68182AD0E04503BC8E41597BBD721D~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Jörg Albrecht</a>, sind witzig vorgetragen und <a href="http://www.faz.net/s/Rub268AB64801534CF288DF93BB89F2D797/Doc~E29FBDAD5CC4B4908AA11B51C9033FACB~ATpl~Ecommon~Sspezial.html">nachzulesen in der Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung</a></li>
</ul>
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		<title>USA: Gen-Raps macht sich selbstständig</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Aug 2010 04:15:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pharma, Gen- und Biotech]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>

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		<description><![CDATA[Gentechnisch veränderte Rapspflanzen haben sich im US- [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gentechnisch veränderte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Raps">Raps</a>pflanzen haben sich im US-Bundesstaat Nord-Dakota in der Wildnis breitgemacht, berichten Forscher auf der Jahreskonferenz der <a href="http://www.esa.org/">us-amerikanischen ökologischen Gesellschaft (ESA)</a>. Bei ihren Stichproben hatten die Wissenschaftler um Meredith G. Schafer von der <a href="http://www.uark.edu/home/">Universitat Arkansas</a> insgesamt 5400 Kilometer Autobahnen, Bundes- und Landstaßen bereist. In Abständen von jeweils 8 Kilometern suchten sie dabei jeweils auf einem Streifen von einem Meter Breite und 50 Meter Länge nach den gelb leuchtenden Gewächsen. Auf mehr als 400 dieser Teststreifen wurden die Forscher fündig und zählten dort bis zu 175 Pflanzen pro Quadratmeter. Jeweils eines dieser Gewächse wurde dann eingesammelt, fotografiert und später im Labor untersucht.<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/ba1010c652b742848b548cb347ed0c68" alt="" width="1" height="1" /></p>
<div id="attachment_1880" class="wp-caption alignleft" style="width: 253px"><a rel="attachment wp-att-1880" href="http://simmformation.michaelsimm.de/2010/08/usa-gen-raps-macht-sich-selbststandig/raps-aus-kohler/"><img class="size-medium wp-image-1880" title="Raps aus Köhler" src="http://simmformation.michaelsimm.de/wp-content/uploads/2010/08/Raps-aus-Köhler-243x300.jpg" alt="" width="243" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Garantiert ohne Gentechnik: Raps aus dem Buch Köhlers Medizinal-Pflanzen von 1887</p></div>
<p>In annähernd 350 Proben &#8211; also über 85 Prozent aller eingesammelten Pflanzen &#8211; konnten die Wissenschaftler dabei die Eiweißstoffe CP4 EPSPS und PAT nachweisen. Beide Substanzen werden in der Natur zwar von bestimmten Bakterien gebildet,  in wilden und herkömmlich gezüchteten Rapspflanzen kommen sie aber nicht vor. Erst nach einem Gentransfer im Labor entstanden vor einigen Jahren Rapspflanzen, die CP4 EPSPS bzw. PAT bilden und denen die Unkrautvernichtungsmittel <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Glyphosat">Glyphosat</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Glufosinat">Glufonisat</a> deshalb nur noch wenig ausmachen. Bauern, die diesen &#8220;Gen-Raps&#8221; gekauft und angebaut haben, versprechen sich davon höhere Einkommen, weil die Bewirtschaftung der Felder einfacher wird. Gleich doppelt profitieren Firmen wie Monsanto oder Bayer, die nicht nur Glyphosat und Glufonisat unter Namen wie &#8220;Roundup&#8221;, &#8220;Basta&#8221; oder &#8220;Liberty&#8221; verkaufen, sondern auch noch das gentechnisch veränderte Saatgut. Kritiker sehen angesichts dieser Praktiken einerseits die Gefahr einer Monopolisierung der Landwirtschaft, andererseits befürchten Umweltschützer eine unkontrollierte Ausbreitung Herbizid-resistenter Pflanzen in der Natur.</p>
<p>Während gentechnisch veränderter Raps in der EU bisher nur zu Versuchszwecken angepflanzt werden darf, dominieren diese Pflanzen in Kanada und den USA auf über 90 Prozent der gesamten Anbaufläche für Raps. In den USA entspricht dies derzeit etwa zwei Millionen Hektar, teilten die Wissenschafter um Schafer mit, und man habe diese Pflanze auch deshalb untersucht, weil hier eine Auswilderung besonders wahrscheinlich sei.</p>
<p>Mit ihrer Arbeit hätten sie nun einen &#8220;unumstößlichen Beweis&#8221; erbracht, dass gentechnisch veränderte Pflanzen außerhalb von kultivierten Flächen wachsen, betonen Schafer und ihre Mitarbeiter.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://eco.confex.com/eco/2010/techprogram/P27199.HTM">Schafer MG et al. Evidence for the establishment and persistence of genetically modified canola populations in the U.S. ESA 95th Annual Meeting (2010). Abstract PS 103-166</a></li>
</ul>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transgener_Raps">Transgener Raps heißt das Gewächs, um das es in diesem Wikipedia-Artikel geht</a>. Um Verwirrung zu vermeiden: Dies ist lediglich der wissenschaftliche Ausdruck für &#8220;Gen-Raps&#8221;.</li>
<li>Ebenfalls in der Wikipedia: Hintergrundinformationen über die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCne_Gentechnik">Grüne Gentechnik</a>.</li>
<li>Auch <a href="http://green.blogs.nytimes.com/2010/08/06/an-invader-biotech-canola/">die New York Times hat das Thema in diesem Hintergrund-Bericht aufgegriffen</a>.</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Diabetes: &#8220;Stammzellen teuer, riskant &amp; bisher erfolglos&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 12:35:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Pharma, Gen- und Biotech]]></category>
		<category><![CDATA[Diabetes]]></category>
		<category><![CDATA[Stammzellen]]></category>

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		<description><![CDATA[Erneut haben Ärzte und Wissenschaftler die Firma XCell [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erneut haben Ärzte und Wissenschaftler die Firma XCell-Center dafür kritisiert, dass sie teure Therapien mit angeblich unbewiesener Wirkung anbietet. Die Kritik, vorgetragen vom <a href="http://www.kompetenznetz-diabetes-mellitus.net/">Kompetenznetz Diabetes mellitus</a> und der <a href="http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de">Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG)</a> richtet sich aber auch an die Bezirksregierung Köln, die als zuständige Genehmigungsbehörde die Aktivitäten des XCell-Centers erlaubt hat. Das XCell-Center ist eine private Klinik mit Standorten in  Düsseldorf und Köln, die so genannte &#8220;regenerative Therapien&#8221; weltweit anbietet. Für die Behandlung des Diabetes werden dort angeblich zwischen 7500 und 10500 Euro verlangt &#8211; ein Betrag, der von den  Krankenkassen nicht übernommen wird.<img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/3ae0583ab2274c0bbd79378407e7dea6" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Durch die Genehmigung der Bezirksregierung Köln erhielt das XCell-Center die Erlaubnis, Patienten Knochenmark zu entnehmen, die darin enthaltenen Stammzellen im Labor zu isolieren, aufzubereiten und den jeweils gleichen Patienten wieder in die Bauchspeicheldrüse zu transplantieren. Dort sollen die Stammzellen sich  in Insulin produzierende Betazellen verwandeln, oder andere Zellen zu dieser Verwandlung anregen. Wie das Kompetenznetz Diabetes mellitus und die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) nun in einem offenen Brief an die Bezirksregierung Köln schreiben, ist eine Wirksamkeit dieser Behandlung jedoch wissenschaftlich nicht belegt. Die Patienten würden durch hohe Kosten belastet. Eine Schädigung der Gesundheit durch Nebenwirkungen sei nicht auszuschließen. Zwar sei dies nach erfolgreichen Tierversuchen ein &#8220;viel versprechender Ansatz, um zukünftig Diabetes mellitus zu heilen&#8221;, urteilten die Experten. „Derzeit gibt es jedoch keinerlei wissenschaftliche Erkenntnisse, dass Patienten von einer solchen Therapie profitieren“, kritisieren Professor Anette-Gabriele Ziegler, Sprecherin des Kompetenznetzes Diabetes mellitus (München) und DDG-Präsident Professor Thomas Danne (Hannover).</p>
<p>&#8220;Unsere innovative Stammzellentherapie mit autologen Stammzellen (aus dem eigenen Körper des Patienten) ist einzigartig in Europa und bekämpft Diabetes 1 und 2 an der Basis durch Reduzierung der Überzuckerung&#8221;  verspricht man dagegen beim XCell-Center, und weiter: &#8220;Diese transplantierten Zellen können sich in verschiedene Arten von Zellen verwandeln und sind in der Lage, beschädigte Zellen wie etwa die pankreatischen Betazellen zu regenerieren. Unsere innovative Stammzellenbehandlung nutzt das Selbstheilungspotenzial des eigenen Körpers des Patienten, um die Regeneration oder Reparatur anzuregen. Da die transplantierten Zellen autolog sind, besteht praktisch keine Gefahr einer Immunreaktion.&#8221;</p>
<p>&#8220;Beim Menschen ist die Therapie bisher nicht gelungen&#8221;, betonen dagegen die Deutsche Diabetes Gesellschaft und das Kompetenznetz Diabetes in ihrer gemeinsamen Pressemitteilung. Darin wird auch auf eine Studie verwiesen, die kürzlich in Spanien abgebrochen wurde, nachdem drei  von zehn geplanten Patienten behandelt worden waren. Die in die Bauchspeicheldrüse transplantierten Zellen hatten die Insulinproduktion nicht steigern können.</p>
<p>Wollte man den Typ-1-Diabetes mit Stammzellen behandeln, müsste dafür noch ein weiteres Hindernis überwunden werden, erklären die Kritiker. Schließlich handelt es sich hier &#8211; im Gegensatz zu Typ-2- Diabetes mellitus &#8211; um eine Autoimmunerkrankung, bei der Abwehrzellen der Patienten die Insulin-prodizierenden Betazellen zerstören. Die aggressiven Abwehrzellen blieben auch nach einem Eingriff weiter im Körper vorhanden und würden die transplantierten Stammzellen bedrohen, erklären die Experten. Verhindern ließe sich dies, wenn die transplantierten Zellen so verändert würden, dass das Immunsystem sie nicht mehr erkennt. Dies ist nach Auskunft von Ziegler und Danne bisher nicht gelungen.</p>
<p>Die Alternative bestünde darin, die Autoimmunreaktion durch Medikamente einzudämmen. Dies sei nur mit erheblichen Nebenwirkungen für den Patienten möglich, warnen die Experten.  „Solange Nutzen und Risiken der neuen Stammzelltherapie nicht bekannt sind, sollte sie nur im Rahmen von klinischen Studien durchgeführt werden“, fordern Ziegler und Danne. Von der Bezirksregierung Köln erwarten sie nun eine Erklärung, wie es zur Zulassung der Therapie für die Firma XCell-Center gekommen ist. Ein Schreiben gleichen Inhaltes wurde außerdem an das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paul-Ehrlich-Institut">Paul-Ehrlich-Institut</a> in Langen bei Frankfurt geschickt, das für die Zulassung von Impfstoffen und biomedizinischen Arzneimitteln zuständig ist.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/redaktion/news-patient/inhalte/stammzelltherapie2.php">Diabetes-Experten warnen vor Stammzelltherapie</a>. Pressemitteilung der Deutschen Diabetes Gesellschaft.</li>
<li><a href="http://profi.diabetesde.org/stellungnahmen/xcell_centers/">Briefe an die Bezirksregierung Köln und das Paul-Ehrlich-Institut mit wissenschaftlicher Stellungsnahme</a> zur Behandlung von Diabetes mellitus mit  autologen, adulten Stammzellen durch das XCell-Center (Düsseldorf und  Köln)</li>
<li>Hier geht es zu den<a href="http://www.xcell-center.de/behandlungsmoeglichkeiten/behandelte-krankheiten/diabetes.aspx"> Informationen des XCell-Center über die kritisierte Diabetes-Behandlung</a></li>
</ul>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<ul>
<li>Über <a href="http://simmformation.michaelsimm.de/2009/10/warnung-vor-stammzelltherapie-mit-adulten-zellen/">Warnungen vor dem XCell-Center</a> berichteten wir bereits im Oktober 2009. Die Kritik der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, der Deutschen Parkison-Gesellschaft und des renommierten Stammzellexperten Rudolf Jaenisch verhallte ohne Folgen.</li>
<li>Der Artikel <a href="http://simmformation.michaelsimm.de/2009/10/stammzellen-hoffnungstraeger-mit-risiken/">Stammzellen &#8211; Hoffnungsträger mit Risiken</a> enthält weitere Erklärungen, eine kurze Geschichte der Forschung und zahlreiche weiterführende Links.</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Zöliakie: Giftige Bestandteile des Glutens enttarnt</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 11:13:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Pharma, Gen- und Biotech]]></category>
		<category><![CDATA[Allergie]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Zöliakie]]></category>

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		<description><![CDATA[60 Jahre nachdem der Getreidebestandteil Gluten als Ver [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>60 Jahre nachdem der Getreidebestandteil Gluten als Verursacher der Zöliakie dingfest gemacht wurde, sind australische Wissenschaftler einer Therapie für die bislang unheilbare Autoimmunerkrankung einen Schritt näher gekommen. <a href="http://www.wehi.edu.au/faculty_members/dr_bob_anderson">Professor Bob Anderson</a> und seine Mitarbeiter am <a href="http://www.wehi.edu.au/">Walter und Eliza Hall-Institut für Medizinische Forschung</a> in Melbourne haben in äußerst aufwändigen Versuchen heraus gefunden, welche Abschnitte des auch als &#8220;Klebereiweiß&#8221; bezeichneten Glutens den Dünndarm schädigen können.<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/7913a7be0f9c49b9ab45bb5b287f2bab" alt="" width="1" height="1" /></p>
<div id="attachment_1841" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a rel="attachment wp-att-1841" href="http://simmformation.michaelsimm.de/2010/07/zoliakie-giftige-bestandteile-des-glutens-enttarnt/anderson/"><img class="size-full wp-image-1841" title="Anderson" src="http://simmformation.michaelsimm.de/wp-content/uploads/2010/07/Anderson.jpg" alt="" width="200" height="133" /></a><p class="wp-caption-text">Bob Anderson will mit seiner Firma Nexpep eine Immuntherapie gegen die Zöliakie entwickeln (Foto: Czesia Markiewicz, Walter and Eliza Hall Institute)</p></div>
<p>Eine von Anderson geleitete Biotech-Firma namens <a href="http://www.nexpep.com/">Nexpep</a> habe dieses Wissen bereits umgesetzt um eine experimentelle Immuntherapie zu entwickeln, die Patienten gegenüber Gluten &#8220;desensibilisieren&#8221; soll, heißt es in einer Pressemitteilung. Eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klinische_Studie">klinische Studie</a> der Phase I sei bereits im Juni abgeschlossen worden, die Ergebnisse würden &#8220;in den nächsten Monaten&#8221; erwartet. Noch sind Menschen, die an Zöliakie leiden, dazu gezwungen, sich zeitlebens glutenfrei zu ernähren. Da die allergie-auslösenden Bestandteile von Gluten sowohl in Weizen, als auch in Roggen, Gerste und Hafer enthalten sind und diese wiederum in sehr vielen verarbeiteten Lebensmitteln und Fertigprodukten vorkommen, müssen Zöliakie-Patienten mit erheblichen Einschränken leben. Normales Brot ist für sie ebenso tabu wie Bier, Pasta oder Kekse. Glutenfreie Ersatzprodukte sind zwar mittlerweile nicht mehr nur in Reformhäusern, sondern auch in manchen Supermärkten erhältlich. Die Mehrkosten der Patienten, die in einer australischen Untersuchung umgerechnet etwa 900 Euro jährlich ausmachten, werden von den hiesigen gesetzlichen Krankenkassen aber nicht ersetzt.</p>
<p>Weltweit soll Schätzungen zufolge etwa jeder dreihunderste Mensch von der auch als &#8220;Sprue&#8221; oder &#8220;glutenbedingte Enteropathie&#8221; bekannten Krankheit betroffen sein. Schon bei Kleinkindern und Säuglingen kann sie zu geblähtem Bauch und häufigem heftigem Stuhlgang führen, sowie zu Übelkeit und Erbrechen, Gewichtsverlust und Entwicklungsstörungen. Bei Erwachsenen kann sich das Leiden auch mit zahlreichen anderen Symptomen bemerkbar machen, darunter Müdigkeit und schlechte Laune sowie Mangelzustände (z. B. Eisen, Folsäure, Vitamin K und D, Kalzium), die den Körper wiederum anfällig für Infektionen machen.</p>
<p>Seit vor 60 Jahren Gluten als Auslöser der Zöliakie entdeckt wurde, war es das höchste Ziel der Forschung, die giftigen Eiweißbestandteile im Gluten zu identifizieren, erklärte Anderson: &#8220;Und wir haben das getan.&#8221; Wie die Forscher in der Fachzeitschrift <em>Science Translational Medicine</em> berichten, wurden im Laufe der neujährigen Untersuchung über 200 Zöliakie-Patienten in Australien und Großbritannien untersucht &#8211; das sind zehn mal mehr als in vorherigen Studien. Die Freiwilligen mussten dabei an drei aufeinander folgenden Tagen Weizenbrot, Gerstenbrei oder Roggenmuffins essen, um eine Immunantwort gegen Gluten auszulösen. Dann fischten die Forscher jene Immunzellen aus dem Blut der Patienten, die aggresiv auf Gluten reagierten und testeten Tausende von Bruchstücken des Klebereiweißes daraufhin, ob sie die Immunzellen zu reizen vermochten. So fanden die Wissenschaftler ein &#8220;toxisches Trio&#8221;: Drei Fragmente, die offensichtlich die Krankheit auslösen können.</p>
<p>Dieses toxische Trio ist auch die Grundlage für die neue Immuntherapie, welche Anderson nun mit seinen Kollegen entwickeln will. Den Patienten werden dabei zunächst winzige Mengen der Eiweißfragmente gespritzt und deren Dosierung wird allmählich erhöht, sodass sich die überschießende Immunreaktion abschwächt. Das Prinzip ist als Hyposensibilisierung bekannt ist und erzielt beispielsweise beim Heuschnupfen Erfolgsquoten von annähernd 50 Prozent. Sollte ähnliches auch bei einer Hyposensibilisierung mit dem toxischen Trio gelingen, wäre dies nicht nur für Zöliakie-Patienten eine gute Nachricht. Auch der an der Firma Nexpep beteiligte Anderson dürfte dann finanziell ausgesorgt haben. Die Zahl der Patienten wachse jedes Jahr um 20 Prozent, heißt es auf der Webseite des Unternehmens &#8211; und damit auch der Markt für einen Impfstoff.<strong> </strong></p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://stm.sciencemag.org/content/2/41/41ra51.abstract">Tye-Din et al. Comprehensive, quantitative mapping of t cell epitopes in gluten in celiac disease.  Science Translational Medicine (2010) 2;41</a></li>
</ul>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<ul>
<li>Ziemlich aktuell: Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Z%C3%B6liakie">Stand des Wissens zur Zöliakie bei Wikipedia</a></li>
<li>Aus einem Guss und gründlich recherchiert scheint mir der <a href="http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=32739">Artikel &#8220;Wenn  Getreide krank macht&#8221; von Kerstin Pohl</a>, den ich in der Pharmazeutischen  Zeitung online gefunden habe.</li>
<li>Als Ratgeber für Betroffene eignet sich m.E. besonders gut der <a href="http://www.stern.de/ernaehrung/erkrankungen/zoeliakie-wenn-gluten-den-koerper-quaelt-615793.html">Beitrag &#8220;Wenn Gluten den Körper quält&#8221; auf der Webseite der Zeitschrift &#8220;Stern&#8221;</a>.</li>
<li>Die <a href="http://www.dzg-online.de/">Deutsche Zöliakie Gesellschaft</a> ist eine Selbsthilfeorganisation, deren Ziele der &#8220;Informations- und  Erfahrungsaustausch von Betroffenen und Angehörigen, die praktische  Lebenshilfe sowie die gegenseitige emotionale Unterstützung und  Motivation zu einem positivem Umgang mit der Erkrankung Zöliakie /  Sprue&#8221; sind. Bemerkenswert: Die drei Vorstandsmitglieder gehören selbst zum Kreis der Betroffenen  Menschen oder haben Kinder mit Zöliakie.</li>
<li><a href="http://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT00879749?term=nexpep&amp;rank=1">Details zur experimentellen Immuntherapie der Firma Nexpep in der englischsprachigen Datenbank Clinicaltrials.gov</a>.</li>
</ul>
<ul>
<li>
<ul>
</ul>
</li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Allergieforscher finden Hemmstoff fürs Immunsystem</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 11:58:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Pharma, Gen- und Biotech]]></category>
		<category><![CDATA[Allergie]]></category>

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		<description><![CDATA["Bochumer Forscher haben im Stallstaub den Stoff entdec [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Bochumer Forscher haben im Stallstaub den Stoff entdeckt, der Landkinder  möglicherweise vor Allergien und allergischem Asthma schützt&#8221;, heißt es in einer interessanten <strong>Pressemitteilung </strong>der Ruhr-Universität Bochum. Ich denke, dass die Wissenschaftler (oder die Kollegen von der Pressestelle) mit dieser Zusammenfassung womöglich ein wenig über das Ziel hinaus geschossen sind. Denn bei näherer Betrachtung erfährt man, dass es sich hier lediglich um einen Tierversuch mit Immunzellen von Mäusen handelte. Diese Immunzellen &#8211; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dendritische_Zelle">dendritische Zellen</a>, um genau zu sein &#8211; haben die Forscher mit Arabinogalaktan in Kontakt gebracht. Arabinogalaktan ist ein pflanzliches Zuckermolekül, das in großen Mengen im Stallstaub enthalten ist. Der Zusammenhang mit der Allergieforschung besteht darin, dass:<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/c0f85d17000e43bf838455197ef063b6" alt="" width="1" height="1" /></p>
<ol>
<li>Kinder, die auf Bauernhöfen aufwachsen, bekanntermaßen seltener an Allergien und  allergischem Asthma leiden, als beispielsweise Kinder, die in städtischen Appartmentwohnungen groß werden.</li>
<li>Was die Landkinder schützt, war lange rätselhaft. Allerdings vermuten viele Wissenschaftler, dass der vermeintliche Schutzstoff in Ställen zu finden sein müßte, womöglich auch im Stallstaub.</li>
<li>Fanden die Wissenschaftler um <a href="http://www.ruhr-uni-bochum.de/homeexpneu/mitarbeiter/marcus.html">Dr. Marcus Peters von der Abteilung Experimentelle Pneumologie der Universität Bochum</a>, dass einer der häufigsten Stoffe im Stallstaub eben dieses Arabinogalaktan ist. Es kommt in großen Mengen in Futterpflanzen wie dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wiesen-Fuchsschwanz">Wiesen-Fuchsschwanz  (<em>Alopecurus pratensis</em>)</a> vor und macht bis zu zehn Prozent des Stallstaubs aus. Aufgrund dieser Indizien war Arabinogalaktan also einer von vielen möglichen Kandidaten für den Stoff, der Landkinder vor Allergien schützt.</li>
</ol>
<div id="attachment_1798" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-1798" href="http://simmformation.michaelsimm.de/2010/07/allergieforscher-finden-hemmstoff-furs-immunssystem/allergieforschung-im-kuhstall/"><img class="size-medium wp-image-1798 " title="Allergieforschung im Kuhstall" src="http://simmformation.michaelsimm.de/wp-content/uploads/2010/07/Allergieforschung-im-Kuhstall-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Was im Stallstaub steckt: Oben links ein Staubpartikel unter dem Mikroskop. Oben rechts die Analyse, mit der Arabinogalaktan nachgewiesen wurde (Quelle: Ruhr-Universität Bochum)</p></div>
<p>Zurück zu den Mäusen und deren dendritischen Zellen: Die bildeten nämlich unter dem Einfluss von Arabinogalaktan einen Botenstoff (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Interleukin-10">Interleukin 10</a>), der als Bremse für das Immunsystem fungiert. Und die solchermaßen stimulierten dendritischen Zellen waren &#8211; im Gegensatz zu nicht mit Arabinogalaktan stimulierten Zellen &#8211; nicht mehr in der Lage, eine allergische Reaktion in Gang zu bringen. „Die Abschwächung der Immunreaktion auf diesem Wege ist uns nicht neu“,  erklärte Peters. „Auch manche Bakterien machen sich den Mechanismus  gezielt zunutze, um die Immunantwort des Wirts abzuschwächen.“ Durch  Arabinogalaktan werde aber nur die übersteigerte Wachsamkeit des  Immunsystems verhindert – die Abwehr von Krankheitserregern funktioniere  weiterhin normal. &#8220;Auf die Dosis kommt es an&#8221;, so Peters.</p>
<p>Dass ausgerechnet ein Gras-Bestandteil vor Heuschnupfen schützt, wundert  die Forscher nicht: „Das ist eine Konzentrationsfrage“, meint Peters. „In kleineren Konzentrationen können die Pollen des  Wiesen-Fuchsschwanzes Allergien auslösen, in großen Dosen und sehr früh  im Leben aber auch verhindern. Nichts anderes als eine Dosissteigerung  ist ja auch die Strategie bei der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hyposensibilisierung">Hyposensibilisierung</a> (Anm.: eine mehrjährige Therapie gegen Allergien).&#8221;</p>
<p>Ob sich  Arabinogalaktan zur Vorbeugung oder auch zur Therapie von Allergien und  allergischem Asthma einsetzen lässt, werden die Forscher jetzt  untersuchen, so die Presssemitteilung. Und weiter: &#8220;Denkbar wäre eine Anwendung als Spray oder Nasentropfen, da  die Substanz gut wasserlöslich ist.&#8221;</p>
<p>Bis dahin, fürchte ich, ist es allerdings noch ein sehr langer Weg. Laut Wikipedia überstehen nur etwa acht Prozent aller Substanzen, die in Zellkulturen oder Tierversuchen erfolgreich als mögliche Arzneikandidaten getestet wurden, die vorgeschriebenen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klinische_Studie">klinischen Studien</a> am Menschen, bevor sie nach etlichen Jahren auf den Markt kommen.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20621350">Peters M et al.  Arabinogalactan isolated from cowshed dust extract  protects mice from allergic airway inflammation and sensitization. J Allergy Clin Immunol 2010 Jul 9. [Epub ahead of print]</a></li>
</ul>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<ul>
<li>Sehr nützlich und umfangreich fand ich den &#8220;<a href="http://www.stern.de/allergie/">Ratgeber Allergie</a>&#8221; der Zeitschrift Stern</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Angeborene Farbenblindheit: Erfolg mit Gentherapie</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 12:03:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pharma, Gen- und Biotech]]></category>
		<category><![CDATA[Blindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gentherapie]]></category>

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		<description><![CDATA[Um es gleich vorweg zu sagen und keine unbegründeten H [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1773" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-1773" href="http://simmformation.michaelsimm.de/2010/07/angeborene-farbenblindheit-erfolg-mit-gentherapie/flamingos-desktop-auflosung/"><img class="size-medium wp-image-1773" title="Flamingos [Desktop Auflösung]" src="http://simmformation.michaelsimm.de/wp-content/uploads/2010/07/Flamingos-Desktop-Auflösung-300x223.jpg" alt="" width="300" height="223" /></a><p class="wp-caption-text">Erkennen Sie die Flamingos? So sieht ein Farbenblinder die Welt (Foto: Dr. Olav Hagemann, Achromatopsie-Selbsthilfe, Laborlexikon.de Lizenzbedingungen siehe: Creative Commons Deutschland)</p></div>Um es gleich vorweg zu sagen und keine unbegründeten Hoffnungen zu wecken: Im folgenden Bericht geht es um einen <strong>Tierversuch an Mäusen</strong> (in der Überschrift war für diese Tatsache kein Platz mehr). Dennoch halte ich es für bemerkenswert, dass es Forschern an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und am Universitätsklinikum Tübingen gelungen ist, die Sehfähigkeit ihrer Versuchstiere wieder herzustellen, die an einer schweren, erblichen Form der Farbenblindheit (Achromatopsie) litten. „Unsere Ergebnisse haben ohne Zweifel großes Potential für die  Behandlung genetischer Formen der Blindheit beim Menschen“, beteuert denn auch einer der Hauptverantwortlichen, <a href="http://www.cup.uni-muenchen.de/ph/aks/biel/Main/Biel">Professor Martin Biel</a>, Pharmakologe an der LMU, in der folgenden <strong>Pressemitteilung</strong>:<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/1ab77ba1add349a8978f995577e964a0" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Die Achromatopsie ist eine erblich bedingte und bislang unheilbare  Augenkrankheit. Die Betroffenen nehmen Farben nicht wahr, haben eine  sehr geringe Sehschärfe und leiden unter erhöhter Lichtempfindlichkeit  sowie Augenzittern. Einem Forscherteam um den LMU-Pharmakologen  Professor Martin Biel und <a href="http://www.medizin.uni-tuebingen.de/Presse_Aktuell/Einrichtungen+A+bis+Z/Kliniken/Augenheilkunde/Forschungsinstitut+f%C3%BCr+Augenheilkunde/AG+Neurodegeneration+des+Auges.html">Professor Mathias Seeliger vom  Universitätsklinikum Tübingen</a> ist es im Tiermodell erstmals gelungen,  die Sehfähigkeit bei Achromatospie wiederherzustellen. Das schwere  Augenleiden beruht auf einem genetischen Defekt, der letztlich zu einem  Ausfall der Zapfen führt. Die Zapfen sind ein Typ von Lichtrezeptor in  der Netzhaut des Auges. „Noch können wir nicht beurteilen, ob  entsprechende Behandlungsansätze langfristig auch beim Menschen  erfolgreich sein werden“, sagt Biel. „Unsere Ergebnisse haben jedoch  ohne Zweifel großes Potential für die Behandlung genetischer Formen der  Blindheit beim Menschen.“</p>
<p>Die Netzhaut des Auges enthält zwei Arten von Lichtrezeptoren: Die  besonders lichtempfindlichen Stäbchen können keine Farben unterscheiden,  erlauben aber das Sehen im Dämmerlicht und in der Dunkelheit. Die  Zapfen dagegen ermöglichen das Farbsehen sowie das scharfe Sehen bei  Tageslicht. Von ihnen gibt es drei Typen mit unterschiedlicher  Empfindlichkeit für verschiedene Wellenlängen des Lichts. Menschen mit  Achromatopsie besitzen von Geburt an keine funktionsfähigen Zapfen. Sie  können daher nur Graustufen unterscheiden, sehen extrem unscharf und  sind überempfindlich gegenüber hellem Licht. Im Laufe ihres Lebens kommt  es zu einer fortschreitenden Degeneration der Netzhaut.</p>
<p><strong>Ein Gendefekt zerstört die Zapfen</strong></p>
<p>Die Krankheit wird in der überwiegenden Mehrheit der Fälle durch  Mutationen im CNGA3-Gen oder CNGB3-Gen ausgelöst. Die genetischen  Veränderungen führen zum Defekt eines Ionenkanals, der für die Funktion  der Zapfen von essentieller Bedeutung ist. Nun ist es einem Forscherteam  um Biel und Seeliger gelungen, diesen fehlenden  Ionenkanal in den Zapfen der Netzhaut bei einem Tiermodell für Achromatopsie zu  bilden. Mit Erfolg: Die Mäuse erlangten ihre Sehfähigkeit wieder.  Ebenfalls beteiligt war die Arbeitsgruppe von Dr. <a href="http://www.neuro.mpg.de/news_events/news/0911_GollischPreis.html">Tim Gollisch</a> am  <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Max-Planck-Institut_f%C3%BCr_Neurobiologie">Max-Planck-Institut für Neurobiologie in Martinsried bei München</a>.</p>
<p>Im Versuch schleusten die Forscher mit Hilfe von Viruspartikeln eine  korrekte Kopie als Ersatz für den defekten DNA-Abschnitt in die  Zielzellen. „In unserem Tiermodell fehlte der Ionenkanal CNGA3“,  berichtet Biel. „Unsere Arbeitsgruppe in München hat spezifische virale  Vektoren entwickelt. Mit diesen rAAV wurden die Mäuse mit dem  CNGA3-Defekt dann in Tübingen behandelt.“ Erstmals konnte auf diesem Weg  mit CNGA3 ein großer Membran-Protein-Komplex in den Zapfen der Netzhaut  exprimiert werden. In funktionellen Studien konnten die Forscher zudem  zeigen, dass die Lichtrezeptoren der therapierten Tiere wieder auf  Lichtreize reagieren und diese Information an nachgeschaltete Zellen des  Sehsystems weitergeben.</p>
<p>„Diese Photorezeptoren waren von Geburt an funktionslos“, sagt Biel. „Es  hat uns sehr gefreut, dass sie dank unserer Therapie zum ersten Mal  normal auf Licht reagierten und damit den Tieren das Sehen ermöglichten.  “ Doch die Behandlung zeigte einen weiteren positiven Effekt: Das  Absterben der Zapfen und die Degeneration der Netzhaut wurden deutlich  verlangsamt. „Dieser Aspekt ist für uns natürlich von besonderer  Bedeutung“, ergänzt Seeliger. „Unsere Ergebnisse lassen hoffen,  derartige Gentherapieansätze in Zukunft einem eine Möglichkeit zur  Vorbeugung und Behandlung genetischer Blindheit sein werden.“</p>
<p>Dafür spricht auch, dass das in München entwickelte Mausmodell bereits  in einer weiteren erfolgreichen Kooperation eingesetzt wurde. Zusammen mit einem Forscherteam um <a href="http://www.fmi.ch/research/groupleader/?group=112">Dr. Botond Roska</a> vom  <a href="http://www.fmi.ch/">Friedrich-Miescher-Institut</a> in Basel konnte die Sehfähigkeit von blinden  Mäusen mit Retinitis pigmentosa, der häufigsten genetisch bedingten  Blindheit, hergestellt werden. „Hier wurde das lichtsensitive Protein  Halorhodopsin aus Bakterien verwendet, um die Lichtempfindlichkeit der  Zapfen wiederherzustellen“, berichtet Biel. „Wir wollen nun eine virale  Gentherapie für die Retinitis Pigmentosa entwickeln. Im Moment ist es  noch zu früh, um zu beurteilen, wie wirksam solche Behandlungsansätze  beim Menschen sein können. Unsere Ergebnisse lassen aber auf neue  Optionen zur Vorbeugung und Behandlung genetisch bedingter Blindheit  hoffen.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20628362">Michalakis S et al. Restoration of Cone Vision in the CNGA3−/− Mouse Model of Congenital  Complete Lack of Cone Photoreceptor Function. Mol Ther 2010 Jul 13 [Epub ahead of print]</a></li>
<li><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20576849">Busskamp V et al. Genetic Reactivation of Cone Photoreceptors Restores Visual Responses in  Retinitis pigmentosa. Science 2010 Jun 24. [Epub ahead of print]</a></li>
</ul>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<ul>
<li>Dass die Gentherapie einer Handvoll blinder Kindern half, vermeldeten  wir <a href="http://simmformation.michaelsimm.de/2009/10/gentherapie-hilft-blinden-kinder/">hier</a> im Oktober 2009 &#8211; jedoch handelte es sich bei der so genannten  Leber-Amaurose um eine ausgesprochen seltene Erbkrankheit, die jährlich  in ganz Europa nur etwa fünf Neugeborene trifft. An der Achromatopsie  dagegen leiden alleine in Deutschland etwa 3000 Menschen.</li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Farbenblindheit">Die Wikipedia informiert über die Farbenblindheit</a> und den Unterschied zur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rot-Gr%C3%BCn-Sehschw%C3%A4che">Rot-Grün-Sehschwäche</a>, unter anderem gibt es in dem Artikel eine Simulation zu sehen, wie sich die Welt einem vollständig Farbenblinden präsentiert.</li>
<li>Von der zweiten Augenkrankheit, die im Artikel angesprochen wurde, der Retinitis pigmentosa, sind in Deutschland 30000 bis 40000 Menschen betroffen. Auch dazu gibt es einen ordentlichen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Retinopathia_pigmentosa">Artikel in der Wikipedia</a>.</li>
<li><a href="http://simmformation.michaelsimm.de/Stichwort/gentherapie/">Alle Artikel zum Thema Gentherapie bei Simmformation v7</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Senkt Vitamin D das Parkinson-Risiko?</title>
		<link>http://simmformation.michaelsimm.de/2010/07/senkt-vitamin-d-das-parkinson-risiko/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=senkt-vitamin-d-das-parkinson-risiko</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 15:55:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gehirn & Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Parkinson]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamine]]></category>

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		<description><![CDATA[Das "Sonnen-Vitamin" D schützt womöglich vor der Park [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das &#8220;Sonnen-Vitamin&#8221; D schützt womöglich vor der Parkinson-Krankheit, so das Ergebnis einer Studie, die finnische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift <em>Neurology</em> veröffentlicht haben. Die Forscher um Paul Knekt vom <a href="http://www.thl.fi/en_US/web/en">Nationalen Institut für Gesundheit und Wohlfahrt</a> hatten in den Jahren 1978 bis 1980 bei 3000 Freiwilligen Blutproben genommen und die Versuchsteilnehmer anschließend bis zu 30 Jahre lang beobachtet. Dabei stellte man fest, dass die Parkinson-Krankheit in der Gruppe mit den geringsten Vitamin D-Mengen im Blut etwa drei Mal häufiger häufiger aufgetreten war als bei der Gruppe mit den höchsten Vitamin D-Werten.<img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/0666751452374eccabf2f43903dbde65" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Manche Experten spekulieren, dass Vitamin D jene Hirnzellen schützen könnte, deren Niedergang bei der Parkinson-Krankheit das Zittern und die Bewegungsstörungen der Patienten verursacht. Bewiesen ist dieser Zusammenhang allerdings keineswegs, und in einem Kommentar warnte  <a href="http://neurology.emory.edu/Faculty/Evatt.htm">Marian Leslie Evatt von der Emory University</a> auch vor voreiligen Schlüssen.  Sie bezweifele, ob sich die Befunde der finnischen Studie auch auf die Bevölkerung anderer Länder übertragen lassen, schrieb die Neurologieprofessorin.</p>
<p>Im Gegensatz etwa zu Deutschland leiden in nördlichen Breiten viele Menschen an einer Unterversorgung mit Vitamin D. Und wenn man nun überall anfänge, etwa durch Vitaminpillen die Versorgung zu &#8220;verbessern&#8221;, könne dies auch negative Folgen haben. Zumindest aus Tierversuchen gäbe es nämlich auch klare Hinweise, dass eine Überversorgung mit Vitamin D schädlich sein kann, so Evatt.</p>
<p>Den Großteil des Vitamin D stellt der menschliche Körper in der Haut her, wenn diese mit der Sonne ausreichend UV-Strahlen abbekommt. Weitere Quellen des Vitamins sind <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fettfische">Fettfische</a> wie Heringe und Sardinen, Lachse, Aale oder Karpfen; aber auch Milch und Getreideprodukte.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20625085">Knekt P. et al. Serum vitamin d and the risk of Parkinson disease. Arch of Neurol 2010 Jul; 67(7): 808-811</a></li>
<li><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20625083">Evatt ML. Beyond vitamin status: is there a role for vitamin d  in Parkinson disease? Arch Neurol 2010 Jul;67(7):795-7</a></li>
</ul>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<ul>
<li>Im Medizinerjargon und eher skeptisch <a href="http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/41974/Vitamin-D_koennte_vor_Demenz_und_Parkinson_schuetzen.htm">berichtet das Deutsche Ärzteblatt</a> zusätzlich über eine Studie in der italienischen Region Chianti, wonach erniedrigte Vitamin D-Werte auch mit einem beschleunigten geistigen Verfall im Alter zusammen hängen.</li>
<li><a href="http://simmformation.michaelsimm.de/Stichwort/parkinson/">Alle Artikel über Parkinson bei Simmformation v7</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Mustergeschöpfe &#8211; Ausstellung in Schorndorf</title>
		<link>http://simmformation.michaelsimm.de/2010/07/mustergeschoepfe-ausstellung-in-schorndorf/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=mustergeschoepfe-ausstellung-in-schorndorf</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 08:59:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sonst.]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Statt Nachrichten aus der Medizin gibt es heute einmal  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Statt Nachrichten aus der Medizin gibt es heute einmal Denkanstöße aus der Kunst und eine Diskussion zu vermelden: &#8220;Mustergeschöpfe &#8211; Zwischen hohen Erwartungen und großen Befürchtungen&#8221; heißt eine Ausstellung, die am Freitag, dem 9. Juli um 19:00 mit einer Vernissage im Röhm eröffnet &#8211; auch bekannt als <a href="http://www.lederfabrik-schorndorf.de/">Alte Lederfabrik Schorndorf</a>. Dort stellt die Künstlerin <a href="http://www.verena-braunstein.de/lebenslauf/">Verena Braunstein</a> interessante Fragen: Macht es uns glücklicher, wenn wir all das verwirklichen, was möglich ist? Wenn alle Menschen vollkommen sind, verlieren wir dann unsere Identität?<img src="http://vg03.met.vgwort.de/na/80e9748e7d4f4ad0b75ddc6bca91b1cd" alt="" width="1" height="1" /></p>
<div id="attachment_1718" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a rel="attachment wp-att-1718" href="http://simmformation.michaelsimm.de/2010/07/mustergeschoepfe-ausstellung-in-schorndorf/schorndorf/"><img class="size-large wp-image-1718" title="Schorndorf" src="http://simmformation.michaelsimm.de/wp-content/uploads/2010/07/Schorndorf-600x288.jpg" alt="" width="600" height="288" /></a><p class="wp-caption-text">Kunst trifft Wissenschaft: Ab 9. Juli im Röhm, Schorndorf</p></div>
<p>&#8220;Da wachsen Zwitterwesen in einem Garten heran, kraftvolle Keimlinge strecken sich und Leckereien verführen uns zur Gestaltung unserer selbst &#8211; gleichzeitig gerät da auch etwas aus den Fugen, verläßt den kontrollierbaren Bereich, entwickelt ein Eigenleben&#8221;, heißt es im Prospekt. Es geht also um die Grenzbereiche des wissenschaftlichen Fortschritts, insbesondere um die Reproduktionsbiologie. Und weil die mich ebenso interessiert wie Frau Braunstein werde ich an diesem Tag gleich zwei mal mitdiskuttieren, sowohl in einer geschlossenen Schülerveranstaltung, als auch nach der Vernissage mit den Besuchern der Ausstellung. Und wer am Freitag nicht kommen kann, bekommt an folgenden Terminen eine zweite Chance, die Ausstellung zu sehen und sich näher mit der Thematik zu befassen:</p>
<ul>
<li>Am 11. Juli gibt es um 11:00 eine Sonntagsmatinée mit Frau Annegret Braun, Leiterin der Beratungsstelle Pränataluntersuchung und Aufklärung des Diakonischen Werks Württemberg. &#8220;Auf dem Weg zum perfekten Kind&#8221; lautet das Thema und es geht dabei um die Angst werdender Eltern, schon während der Schwangerschaft etwas zu versäumen. Das Thema geriet erst vor wenigen Tagen in die Schlagzeilen, <a href="http://www.faz.net/s/Rub7F74ED2FDF2B439794CC2D664921E7FF/Doc~E6AE3C7DCD8F84A9B9724BFBDF1F70EFC~ATpl~Ecommon~Scontent.html">nachdem der Bundesgerichtshof in einem Grundsatzurteil die Präimplantationsdiagnostik außerhalb des Mutterleibs quasi erlaubt hat</a> (genauer: Sie wird nicht bestraft).</li>
<li>Die Ausstellung ist geöffnet am Samstag, dem 10.7. von 15:00 bis 19:00 und am Sonntag, dem 11.7. von 11:00 bis 18:00 sowie am</li>
<li>Freitag, dem 16.7. von 16:00 bis 21:00, Samstag 17.7. von 15:00 bis 19:00 und Sonntag 18.7. von 11:00 bis 18:00.</li>
</ul>
<p>Für alle, denen der Weg nach Schorndorf zu weit ist, oder die sich nach der Ausstellung noch aus weiteren Quellen über die Möglichkeiten, Grenzen und auch den Missbrauch der Techniken zum &#8220;Baby-machen&#8221; informieren wollen, habe ich folgende Lese- und Videotipps:</p>
<ul>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCnstliche_Befruchtung">Die Wikipedia mit zahlreichen Fakten zur künstlichen Befruchtung</a></li>
<li>&#8220;Frozen Angels&#8221; (Engel auf Eis) von Frauke Sandig und Eric Black ist eine spannende, 90-minütige Dokumentation über die US-Befruchtungsindustrie und deren Auswüchse, die seit dem Erscheinen des Films im Jahr 2005 keineswegs geringer geworden sind. Der Film hat sogar eine eigene <a href="http://www.frozen-angels-der-film.de/">Webseite</a>, Sie können sich aber auch die <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000GPPQ4Y?ie=UTF8&amp;tag=simmformation-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B000GPPQ4Y">DVD bei Amazon bestellen</a>.</li>
<li>Deutlich kürzer, mit Schwerpunkt auf den Verhältnissen in Deutschland und deutlich positiver wurde das Thema dargestellt in einer Quarks &amp; Co Sendung im September 2008 mit dem Titel: <a href="http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2008/0916/000_wunschkind.jsp">Der steinige Weg zum Wunschkind</a>. Auf der WDR-Webseite kann man sowohl ein Manuskript als auch einen <a href="http://www.wdr.de/tv/home/sendemitschnitte/">Mitschnitt bestellen</a>. Ganz nebenbei wäre es wohl auch eine interessante Übung für das Fach Medienkunde, den Film &#8220;Frozen Angels&#8221; mit der WDR-Produktion zu vergleichen.</li>
<li>Der Science-Fiction Film GATTACA schließlich greift in äußerst beeindruckender Weise  das Thema der Optimierung des Menschen durch die Möglichkeiten der  Gentechnik auf. Als gelernter Genetiker halte ich GATTACA  für einen der besten &#8211; und  realistischsten &#8211; Science-Fiction-Filme überhaupt. Eine schöne <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gattaca">Besprechung findet sich auf Wikipedia</a>, und natürlich kann man auch diese <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2Fs%3Fie%3DUTF8%26ref_%3Dnb%5Fsb%5Fss%5Fi%5F0%5F7%26field-keywords%3Dgattaca%2520dvd%26url%3Dsearch-alias%253Ddvd%26sprefix%3DGATTACA&amp;site-redirect=de&amp;tag=simmformation-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=19454">DVD bei Amazon bestellen</a>.</li>
<li>Zurück in der Wirklichkeit: <a onclick="javascript:_gaq.push(['_trackEvent','outbound-article','www.wunschkinder.net']);" href="http://www.wunschkinder.net/">Die  Kinderwunsch-Seite<img id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.35/t.gif" alt="" /></a> gibt Nachhilfe nicht  nur über die Grundlagen der Fruchtbarkeit und die natürliche  Familienplanung, sondern informiert auch über die zahlreichen Methoden,  mit denen Ärzte versuchen, unerfüllte Kinderwünsche zu verwirklichen.  Ergänzt wird die gut gemachte Seite durch ein sehr reges Forum,  Buchtipps und zahlreiche Service-Angebote.</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Zweifaches Übel: Depressionen fördern Alzheimer</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 19:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gehirn & Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Frage, ob Depressionen das Risiko für die Alzheime [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Frage, ob Depressionen das Risiko für die Alzheimer-Krankheit erhöhen, haben US-amerikanische Forscher jetzt eindeutig mit &#8220;Ja&#8221; beantwortet. Wie der Neuropsychologe <a href="http://www.rush.edu/rumc/page-R12447.html">Robert S. Wilson</a> und sein Team vom Medizinischen Zentrum der Rush University in der Fachzeitschrift <em>Neurology </em>berichten, hat man die Klärung der Streitfrage vor allem 357 älteren Einwohnern des Stadtteils South Side in Chicago zu verdanken. Sie hatten an einer Langzeitstudie teilgenommen &#8211; dem Chicago Health and Aging Project &#8211; deren wichtigstes Ziel es ist, Risikofaktoren für die Alzheimer-Krankheit dingfest zu machen.<img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/7a373b3d3ab84d8295982ffca3798ca1" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Die 357 Senioren waren ausgewählt worden, weil sie alle an Alzheimer erkrankt waren. Ein erster Blick auf die Daten bestätigte dabei, dass in dieser Gruppe etwa doppelt so viele Menschen an Depressionen litten, wie bei einer Vergleichsgruppe von Senioren, die nicht an Alzheimer erkrankt waren. Allerdings konnten die Forscher auch zeigen, dass die Häufigkeit von Depressionen unter den späteren Alzheimer-Patienten über den gesamten Studienzeitraum fast unverändert geblieben war. &#8220;Das legt nahe, dass Depressionen ein echter Risikofaktor für die Alzheimer-Erkrankung sind&#8221;, so Wilson. &#8220;Wenn Depressionen nämlich nur ein frühes Zeichen der Alzheimer-Krankheit wären, dann hätte sich die Häufigkeit der Depressionen mit dem Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit erhöhen müssen&#8221;, erklärte der Wissenschaftler.</p>
<p>Wilson zieht aus seiner Studie die Lehre, dass Depressionen eben nicht als ein unvermeidlicher Bestandteil der Alzheimer-Krankheit betrachtet werden sollten. &#8220;Wenn aber ein Alzheimer-Patient Depresionen hat, sollten dies auch behandelt werden.&#8221; Für die Forscher der Rush University sind damit noch längst nicht alle Fragen beantwortet. Als nächstes wolle man klären, <em>warum</em> Depressionen das Alzheimer-Risiko erhöhen. Denkbar sind mehrere Ursachen. Zum einen haben Neurowissenschaftler bereits vor mehreren Jahren beobachtet, dass Depressionen zum Zellverlust in bestimmten Hirnregionen führen. Besonders stark betroffen ist davon der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hippocampus">Hippocampus</a>, eine Struktur die für das Abspeichern von Gedächtnisinhalten von zentraler Bedeutung ist. Möglich ist es aber auch, dass depressive Menschen deshalb häufiger an Alzheimer erkranken, weil sie weniger soziale Kontakte haben. Ein großer Freundes- und Bekanntenkreis und die aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben haben sich nämlich in jüngster Zeit als mögliche Schutzfaktoren erwiesen, die das Risiko für den Gedächtnisschwund verringern könnten.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<ul>
<li>die zitierte Studie war bei online-Stellung dieses Textes noch nicht öffentlich zugänglich. Am besten, Sie <a href="http://www.neurology.org/cgi/search?fulltext=&amp;author1=Robert+S.+Wilson&amp;pubdate_year=&amp;volume=&amp;firstpage=">suchen in der Fachzeitschrift Neurology nach dem Autor Robert S. Wilson</a>.</li>
<li><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14646025">Bienias JL et al. Design of the Chicago Health and Aging Project (CHAP). J Alzheimers Dis. 2003 Oct;5(5):349-55.</a></li>
</ul>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<ul>
<li>Die Deutsche-Senioren-Liga erklärt, <a href="http://www.deutsche-seniorenliga.de/news/28042006.html">warum Alzheimer und Depressionen oft nur schwer zu unterscheiden sind</a>.</li>
<li>Bei Lifeline.de fand ich einen nützlichen Artikel über die <a href="http://www.lifeline.de/alzheimer/behandlung/zusaetzliche_medikamente/content-147710.html">Begleiterkrankungen bei Alzheimer und wie man sie behandelt</a>.</li>
<li><a href="http://simmformation.michaelsimm.de/Stichwort/alzheimer/">Alle Artikel zum Thema Alzheimer bei Simmformation</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Deutschland ist Weltmeister &#8211; in Wehleidigkeit</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 07:30:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Arzneikosten]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Das war mal wieder ein gefundenes Fressen - für die Na [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das war mal wieder ein gefundenes Fressen &#8211; für die Nachrichtenagenturen ebenso wie für die Zeitungen, die sich auf eine Pressemitteilung der Techniker Krankenkasse gestürzt haben: Fast alle Patienten (95 Prozent) seien mit ihren Ärzten zufrieden, hallte es durch den Blätterwald und durch das Internet. Allenfalls mehr Informationen hätte Otto Normalpatient gerne von seinem Arzt und er möchte stärker in die ärztlichen Entscheidungen einbezogen werden.<img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/abcb415e1a9a4470ab5486b0154c0d8d" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Weitaus interessanter fand ich aber ganz andere Ergebnisse der angeblich repräsentativen Umfrage, die telefonisch mit 1000 gesetzlich Versicherten durchgeführt wurde. Ich schreibe <strong>angeblich </strong>repräsentativ, denn die privat Versicherten hat man offensichtlich ignoriert und deren Verhalten in punkto Gesundheit unterscheidet sich bekanntlich deutlich von dem gesetzlich versicherter Menschen. Jetzt aber genug der Vorrede und weiter mit dem für mich wirklich Erstaunlichen an dieser Untersuchung:</p>
<ul>
<li>45 Prozent der Befragten waren innerhalb der letzten vier Wochen beim Arzt</li>
<li>90 Prozent waren im letzten halben Jahr beim Arzt, und jetzt kommt´s:</li>
<li>nahezu jeder Zweite hielt sich für chronisch krank, bei den über 60-Jährigen waren es sogar zwei Drittel</li>
</ul>
<div id="attachment_1659" class="wp-caption alignleft" style="width: 396px"><a rel="attachment wp-att-1659" href="http://simmformation.michaelsimm.de/2010/06/deutschland-ist-weltmeister-in-wehleidigkeit/grafik_arztreporteinseitig/"><img class="size-full wp-image-1659 " title="Grafik_Arztreport(einseitig)" src="http://simmformation.michaelsimm.de/wp-content/uploads/2010/06/2immer-oefter-zum-Arzt.jpg" alt="" width="386" height="517" /></a><p class="wp-caption-text">Mehr Arztbesuche pro Kopf als jedes andere Land: Sind wir ein Volk von Heulsusen?</p></div>
<p>Oh je, oh je. Geht es uns wirklich so schlecht? Ein klares &#8220;Nein&#8221; ist die Antwort, den die Schätzungen für den Anteil &#8220;echter&#8221; chronisch Kranker an der Bevölkerung liegt laut statistischem Bundesamt bei 28 Prozent und aus den Versichertendaten der Techniker Krankenkasse ergibt sich &#8220;nur&#8221; ein Wert von 20 Prozent. Als &#8220;chronisch&#8221;, das sei nebenbei bemerkt, gelten Krankheiten, die sich langsam entwickeln oder lange (mehr als vier Wochen) anhalten. Das jeder zweite sich für chronisch krank hält, findet der Vorstandsvorsitzende der TK, Norbert Klusen übrigens bedenklich: &#8220;Und es lässt auch Rückschlüsse auf die Erwartungshaltung der Menschen gegenüber unserem Gesundheitswesen zu&#8221;.</p>
<p>Dem kann ich nur zustimmen und schließe aus dieser Umfrage, dass die Deutschen offensichtlich ganz besonders wehleidig sind. Eine weitere Zahl aus der Umfrage bestätigt meinen Verdacht: Mit 18 Arztbesuchen pro Jahr liegen wir weltweit an der Spitze.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<ul>
<li>Beate Bestmann, Frank Verheyen. <a title="Im neuen Fenster" onclick="return  openWindowWithParams('/centaurus/servlet/contentblob/224246/Datei/49342/WINEG%20Wissen%20-%20Patientenzufriedenheit.pdf',  '', '');" onmousedown="wt_sendinfo  ('.wineg.wissenschaftliche-arbeit.projekte.patientenzufriedenheit.patientenzufriedenheit-pdf','click');" href="http://www.tk-online.de/centaurus/servlet/contentblob/224246/Datei/49342/WINEG%20Wissen%20-%20Patientenzufriedenheit.pdf">Patientenzufriedenheit  (PDF, 478 KB )  <img src="http://www.tk-online.de/centaurus/images/icon_pdf.gif" alt="Datei-Symbol" /></a>. Ergebnisse einer repräsentativen Studie  in der ambulanten ärztlichen Versorgung. WINEG Wissen | 01.  Hamburg: Techniker Krankenkasse 2010.</li>
<li><a href="http://www.tk-online.de/tk/wissenschaftliche-arbeit/projekte/patientenzufriedenheit/224242">Zusammenfassung der Studie zur Patientenzufriedenheit</a></li>
<li><a href="http://www.tk-online.de/tk/pressemitteilungen/gesundheit-und-service/224996">Arzt und Patient auf Augenhöhe? Deutschlands Patienten  wollen mitreden</a>. (Pressemitteilung der Techniker Krankenkasse zur Studie über Patientenzufriedenheit)</li>
<li><a href="http://www.barmer-gek.de/barmer/web/Portale/Versichertenportal/Presse-Center/Infomaterial/Arztreport/PDF__Arztreport,property=Data.pdf">Der &#8220;Arztreport&#8221; der Barmer GEK vom Januar 2010</a></li>
</ul>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1231945310052.shtml">17,7 Arztbesuche pro Jahr &#8211; ein lesenswerter Artikel im Kölner Stadtanzeiger von Stefan Sauer aus dem Vorjahr</a></li>
<li>Ein Deutungsversuch von Sven Böll im Spiegel: <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,672500,00.html">Placebo-Politik füllt deutsche Wartezimmer</a></li>
<li><a href="http://www.stern.de/gesundheit/barmer-gek-studie-deutsche-gehen-immer-haeufiger-zum-arzt-1536817.html">Deutsche gehen immer häufiger zum Arzt</a>, berichtete z.B. auch der Stern über den &#8220;Arztreport&#8221; der Krankenkasse Barmer GEK</li>
</ul>
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