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	<title>Simmformation v7</title>
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	<description>Artikel, Trends und Hintergründe aus Medizin &#38; Pharma, Gentechnik &#38; Hirnforschung</description>
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		<title>Mit dem Laser gegen Altersweitsichtigkeit</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 13:57:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Auge]]></category>
		<category><![CDATA[Laser]]></category>

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		<description><![CDATA[Das ist ja ´mal eine interessante Geschichte zu einem Gebrechen, das mich ebenso betrifft wie so ziemlich jeden über 50: Die Altersweitsichtigkeit könnte womöglich mit einer neuartigen Lasertherapie überwunden werden. Zur Klarstellung: Dies ist ein Verfahren, das bisher nur im Tierversuch (an Kaninchen) und an den Augenlinsen verstorbener Organspender erprobt wurde. Dennoch möchte ich Professor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist ja ´mal eine interessante Geschichte zu einem Gebrechen, das mich ebenso betrifft wie so ziemlich jeden über 50: Die Altersweitsichtigkeit könnte womöglich mit einer neuartigen Lasertherapie überwunden werden. Zur Klarstellung: Dies ist ein Verfahren, das bisher nur im Tierversuch (an Kaninchen) und an den Augenlinsen verstorbener Organspender erprobt wurde. Dennoch möchte ich Professor Christian Ohrloff zitieren: „Diese Resultate sind sehr vielversprechend“, sagt der Direktor der <a href="http://www.uni-augenklinik-frankfurt.de/">Universitätsaugenklinik Frankfurt am Main</a>. Das Verfahren der so geannnten fs-Lentotomie könnte erstmals die Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) bei der Ursache angreifen, so Ohrloff.<img src="http://vg01.met.vgwort.de/na/3c05d62831bd4f4ba34538c74088bdc9" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Genaueres erklärt die folgende, nur leicht überarbeitete <strong>Pressemitteilung der Deutschen Ophthalmologische Gesellschaft (DOG):</strong></p>
<p>Das Problem beginnt schon im mittleren Alter und zeigt sich zum Beispiel beim Lesen: Zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr erfassen die Augen der meisten Menschen nahe Ziele nicht mehr scharf. Ursache dieser Altersweitsichtigkeit oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Presbyopie">Presbyopie</a> ist die nachlassende Flexibilität der Linse. Zwar gleicht eine Lesebrille die verlorene Nahanpassung des Auges aus. Wiederherstellen lässt sich die verlorene Sehkraft aber bislang nicht. Ein neues Laserverfahren kann nun die Elastizität der Linse wieder erhöhen, wie die <a href="http://www.dog.org">Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG)</a> betont. Bisher noch in der experimentellen Phase, lässt dies erstmals auf eine ursächliche Therapie der Altersweitsichtigkeit hoffen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Hauptursache der Presbyopie ist die zunehmende Verhärtung des Linsengewebes. Die Linse kann sich dadurch nicht mehr ausreichend abkugeln, um Gesehenes auf die Mitte der Netzhaut zu projizieren. „Dadurch rücken jene Objekte, die das Auge gerade noch fokussieren kann, mit steigendem Alter immer weiter in die Ferne“, erläutert DOG-Mitglied Professor <a href="http://www.lzh.de/de/abteilungen/biomedizinischeoptik">Holger Lubatschowski vom Laser Zentrum Hannover</a>. „Angesichts der älter werdenden Bevölkerung betrifft dieses Problem zukünftig immer mehr Menschen“, gibt Professor Christian Ohrloff, Mediensprecher der DOG zu  bedenken. Zwar ermöglichen neben der Lesebrille seit einigen Jahren auch implantierbare Kunstlinsen das Fokussieren auf nahe Gegenstände. Aber die Elastizität der natürlichen Linse ließ sich bislang nicht steigern.</p>
<p>Dies ändert jetzt der Femtosekunden-Laser (fs-Laser). Dessen ultrakurze Pulse nutzen Augenmediziner schon seit Jahren dazu, die Brechkraft der Hornhaut zu verändern. „Bei der neuen fs-Lentotomie schneidet der Laser gezielt feinste dreidimensionale Muster in die Linse“, sagt  Lubatschowski. „Die dadurch erzeugten Gleitebenen sollen die Elastizität erhöhen, so dass sich das Auge wieder dynamisch auf nahe Ziele einstellen kann.“ Ein Team um Lubatschowski prüfte das Verfahren zunächst an mehr als 40 menschlichen Autopsielinsen unterschiedlichen Alters. Bei zwei Drittel der Linsen stieg die Flexibilität, bei fast der Hälfte sogar um über 30 Prozent.</p>
<p>Zunächst waren unmittelbar nach dem Eingriff sowohl die vom Laser erzeugten Gasbläschen als auch die Schnittmuster im Linsengewebe sichtbar. Aber die Bläschen verschwanden binnen Stunden vollständig. Im Tiermodell am Kaninchen blichen die Schnittstrukturen während der folgenden Monate weitgehend aus. Inwieweit die noch verbleibenden geringen Spuren die Sehqualität beeinträchtigen, lässt sich derzeit nicht abschließend beurteilen.  Abseits der Schnitte fanden die Forscher jedenfalls keinerlei verändertes  Gewebe. Damit sei eine Trübung der Linse äußerst unwahrscheinlich,  betonen sie.  Bis das Verfahren zum Einsatz kommen kann, seien jedoch noch &#8220;umfassende Studien&#8221; nötig.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20108193">Lubatschowski  H et al. Lentotomie mittels fs-Laserpulsen: Behandlung der Presbyopie durch Erzeugen von Gleitebenen in der Linse. Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde 2009; 226: S. 984-990</a></li>
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		<title>Lieber einen dicken Hintern&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 21:58:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Herzinfarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>
		<category><![CDATA[Übergewicht]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; als einen dicken Bauch &#8211; so könnte man das Ergebnis einer Studie mit knapp 11000 Teilnehmern zusammenfassen, die Wissenschaftler der Universität München in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Journal of Clinical Endocrinology &#38; Metabolism veröffentlicht haben. Dabei ging es den Forschern allerdings nicht um Fragen des Geschmacks sondern um das Risiko, einen Herzinfarkt oder einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; als einen dicken Bauch &#8211; so könnte man das Ergebnis einer Studie mit knapp 11000 Teilnehmern zusammenfassen, die Wissenschaftler der Universität München in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift <em>Journal of Clinical Endocrinology &amp; Metabolism </em>veröffentlicht haben. Dabei ging es den Forschern allerdings nicht um Fragen des Geschmacks sondern um das Risiko, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden. Um dieses Risiko abzuschätzen haben Mediziner lange Zeit den so genannten<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Body-Mass-Index"> Body-Mass-Index (BMI)</a> genutzt, der sich ausrechnen läßt, wenn man die Körpermasse (in Kilogramm) teilt durch die Körpergröße (in Metern) zum Quadrat. Auch die Weltgesundheitsorgansisation (WHO) setzt trotz zunehmender Kritik von Experten noch immer auf diese Meßgröße.<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/1296172e2b8e4f678d379694bc558d51" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Doch der BMI ist ein alter Hut &#8211; sagen jedenfalls die Münchener Wissenschaftler um Studienleiter Dr. Harald J. Schneider von der  Medizinischen Klinik,  Campus Innenstadt. In ihrer Untersuchung hatten sie bei knapp 11000 Freiwilligen anfangs sowohl den BMI gemessen als auch den als WHtR abgekürzten Wert, der sich ergibt, wenn man den Taillenumfang durch die Körpergröße teilt. Als die Forscher nach drei- bis achtjähriger Beobachtungszeit dann die Zahl der Infarkte mit den ursprünglich gemessenen BMI- und WtHR-Werten verglichen war das Ergebnis eindeutig: &#8220;Der BMI spielt keine Rolle für  das Schlaganfall-, Herzinfarkt- oder  Todesrisiko eines Menschen&#8221;, so Schneider.</p>
<p>Nicht die Menge, sondern die Verteilung des Körperfetts ist nämlich entscheidend für bestimmte Krankheits-Gefahren, erläutern die Wissenschaftler und sprechen deshalb auch von &#8220;gutem und bösem Fett.&#8221; Der  Speck um den Bauch &#8211; also um die Taille &#8211; kann schädliche Fettsäuren  abgeben und verschiedene Botenstoffe in den Körper abgeben, die Entzündungen  fördern, erklären sie. Das passiert auch und gerade in den Gefäßen, was die  Arterienverkalkung (Arteriosklerose) vorantreibt und somit Infarkte begünstigt. Hüft-, Oberschenkel- und Gesäßfett hingegen  haben nach jüngsten Erkenntnissen nichts mit dem Risiko für  Herz-Kreislauferkrankungen zu tun und wirken mitunter sogar schützend, wie  manche Untersuchungen zeigen. &#8220;Es  gibt immer mehr Studien, die belegen, dass die Messung des BMI wenig  bringt&#8221;, sagt Schneider &#8211; und hofft nun darauf,  &#8220;dass medizinische Fachgesellschaften und WHO ihre Empfehlungen für die  Messung des Körperfetts bald ändern.&#8221;</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20130075">Schneider HJ et al. The Predictive Value of Different Measures of Obesity for Incident Cardiovascular Events and Mortality. J Clin Endocrinol Metab, April 2010, 95(4)</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Mehr Totgeburten nach künstlicher Befruchtung</title>
		<link>http://simmformation.michaelsimm.de/2010/02/mehr-totgeburten-nach-kunstlicher-befruchtung/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 00:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Frauen, die mit Hilfe zweier unterschiedlicher Techniken der künstlichen Befruchtung (IVF und ICSI) schwanger werden, haben laut einer dänischen Studie ein erhöhtes Risiko für Totgeburten. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sollten allerdings vorsichtig bewertet werden, warnte die Leiterin der Studie, Kirsten Wisborg von der Universitätsklinik Aarhus in Dänemark. Man müsse bedenken, dass das Risiko von Totgeburten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frauen, die mit Hilfe zweier unterschiedlicher Techniken der künstlichen Befruchtung (IVF und ICSI) schwanger werden, haben laut einer dänischen Studie ein erhöhtes Risiko für Totgeburten. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sollten allerdings vorsichtig bewertet werden, warnte die Leiterin der Studie, Kirsten Wisborg von der Universitätsklinik Aarhus in Dänemark. Man müsse bedenken, dass das Risiko von Totgeburten auch mit IVF/ICSI sehr niedrig sei. &#8220;Außerdem wissen wir nicht, ob sich das Risiko durch die eigentliche Behandlung erhöht, oder ob es bislang unbekannte Risikofaktoren gibt, die bei jenen Paaren vermehrt auftreten, die IVF und ICSI in Anspruch nehmen.&#8221;<img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/d23623c78d3248d8a3e90e86bc676faa" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Für die aktuelle Untersuchung, die in der Fachzeitschrift <a href="http://humrep.oxfordjournals.org/current.dtl"><em>Human Reproduction</em></a> veröffentlicht wurde, hatte Wisborg mit ihren Kollegen die Daten von mehr als 20000 Einzel-Schwangerschaften ausgewertet, bei denen die Geburtstermine zwischen August 1989 und Oktober 2006 angesetzt waren, und bei denen die Frauen jeweils ihr erstes Kind zu Welt bringen wollten.</p>
<p>82 Prozent dieser Schwangerschaften waren auf natürlichem Wege nach weniger als 12 Monaten zustande gekommen, bei weiteren zehn Prozent hatte es ohne Hilfsmittel länger als ein Jahr gedauert. Bei den restlichen acht Prozent der Schwangerschaften hatten Ärzte durch verschiedene Arten von Fruchtbarkeitsbehandlungen nachgeholfen: In 742 Fällen kam die Befruchtung außerhalb des Körpers zustande, indem die Ärzte entweder Ei- und Samenzellen im Labor in Kulturschalen zusammenbrachten (sogenannte &#8220;In Vitro Fertilisation&#8221;, IVF) oder unter dem Mikroskop eine einzige Spermienzelle direkt in die Eizelle hinein spritzten  (&#8220;Intrazytoplasmatische Spermieninjektion&#8221;, ICSI). Die verbleibenden 879 Schwangerschaften kamen durch weniger aufwändige Methoden zustande wie die Hormonstimulation und die Insemination, bei der Spermien in den Genitaltrakt der Frau eingeführt werden.</p>
<p>Insgesamt kam es unter den mehr als 20000 Schwangerschaften zu 86 Totgeburten, was einem Durchschnitt von 4,3 Totgeburten je 1000 Schwangerschaften entspricht, also weniger als einem halben Prozent. Bei den Schwangerschaften, die Dank IVF und ICSI zustande kamen, war der Anteil der Totgeburten mit 1,6 Prozent immer noch sehr niedrig &#8211; gegenüber dem Durchschnitt allerdings war dieser Wert um das Vierfache erhöht. Die wenigsten Totgeburten gab es unter jenen Frauen, die durch eine Hormonbehandlung oder die Insemination schwanger geworden waren; hier lag der Anteil bei 0,2 Prozent. Nach den Regeln der Statistik, denen Wisborg und ihre Kollegen bei ihrer Untersuchung folgten, war jedoch nur der Unterschied zwischen IVF/ICSI und den natürlichen Schwangerschaften bedeutsam und mit großer Wahrscheinlichkeit kein Zufall.</p>
<p>&#8220;Bisher hatte man spekuliert, dass ein erhöhtes Risiko für die Schwangerschaft nach Fruchtbarkeitsbehandlungen mit Faktoren zusammenhängt, die bei den unfruchtbaren Paaren liegen&#8221;, erklärte Wisborg das Neue an ihrer Untersuchung. &#8220;Wenn aber das Risiko zwischen weniger fruchtbaren Paaren, voll fruchtbaren Paaren und jenen, die mit Hormonbehandlung und Inseminaion schwanger wurden annähernd gleich ist, kann dies auch bedeuten, dass das erhöhte Risiko für Totgeburten mit der Technik von IVF/ICSI zusammen hängen könnte, oder mit körperlichen Unterschieden bei jenen Paaren, die diese Techniken in Anspruch nehmen.&#8221;</p>
<p>Um solche Fragen zu beantworten und die möglichen Ursachen der Totgeburten heraus zu finden, wollen Wisborg und ihre Kollegen Hans Jakob Ingerslev und Tine Brink Henriksen auch weiterhin Daten sammeln. &#8220;Hoffentlich verdeutlichen die Resultate unserer Studie auch die Bedeutung von Langzeituntersuchungen zu den möglichen Folgen verschiedener Fruchtbarkeitsbehandlungen&#8221;, so Wisborg.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<ul>
<li>Wisborg K, Ingerlev HJ, Henriksen TB. IVF and Stillbirth: A Prospective Follow-Up Study. Human Reproduction doi:10/1093/humrep/deq023</li>
</ul>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.wunschkinder.net">Die Kinderwunsch-Seite</a> gibt Nachhilfe nicht nur über die Grundlagen der Fruchtbarkeit und die natürliche Familienplanung, sondern informiert auch über die zahlreichen Methoden, mit denen Ärzte versuchen, unerfüllte Kinderwünsche zu verwirklichen. Ergänzt wird die gut gemachte Seite durch ein sehr reges Forum, Buchtipps und zahlreiche Service-Angebote.</li>
<li><a href="../Stichwort/schwangerschaft/">Alle   Texte zum Stichwort  “Schwangerschaft”</a> bei Simmformation</li>
<li><a href="http://www.netzeitung.de/genundmensch/227884.html">Kaffee gefährdet die Schwangerschaft</a>. Bericht der Netzeitung zu einem Thema, das aufzugreifen mir die Zeit gefehlt hat.</li>
<li><a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,675965,00.html">Gene beeinflussen das Risiko für eine Frühgeburt</a>. Eine Analyse bei Spiegel online.</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Schlaganfall: Bessere Erholung mit Antidepressiva?</title>
		<link>http://simmformation.michaelsimm.de/2010/02/schlaganfall-bessere-erholung-mit-antidepressiva/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 17:26:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gehirn & Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Antidepressiva]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Rehabilitation]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einem Schlaganfall erholt sich das Gehirn der Patienten womöglich schneller, wenn sie ein Medikament gegen Depressionen bekommen. Sowohl das Denkvermögen als auch die Lernfähigkeit und das Gedächtnis war bei solchen Patienten nach zwölf Wochen eindeutig besser als bei Kranken, die zum Vergleich lediglich ein Scheinmedikament erhalten hatten, berichten Ärzte der Universität von Iowa (USA) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einem Schlaganfall erholt sich das Gehirn der Patienten womöglich schneller, wenn sie ein Medikament gegen Depressionen bekommen. Sowohl das Denkvermögen als auch die Lernfähigkeit und das Gedächtnis war bei solchen Patienten nach zwölf Wochen eindeutig besser als bei Kranken, die zum Vergleich lediglich ein Scheinmedikament erhalten hatten, berichten Ärzte der Universität von Iowa (USA) in der Fachzeitschrift <em>Archives of General Psychiatry</em>.<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/c9af82883834472ebc9b245de458b555" width="1" height="1" alt=""></p>
<p>&#8220;Wichtig ist, dass die gemessenen Veränderungen auch dazu geführt haben, dass Alltagstätigkeiten besser bewältigt wurden&#8221;, schreiben <a href="http://www.linkedin.com/pub/jorge-ricardo/9/77a/421">Ricardo Jorge</a> und dessen Kollegen, die für ihre Studie das Medikament <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Escitalopram">Escitalopram</a> (Handelsname: Cipralex) benutzt hatten, welches bisher nur gegen Depressionen und Angststörungen eingesetzt wird. Insgesamt hatten 129 Schlaganfall-Patienten an der Studie teilgenommen und das Medikament binnen drei Monaten nach dem Hirninfarkt erhalten. Die Arznei sei dabei gut vertragen worden und haben ebenso wenig Nebenwirkungen verursacht wie ein Scheinmedikament, berichten die Ärzte. Die genaue Wirkungsweise antidepressiver Medikamente ist noch immer unklar. Allerdings gab es in den vergangenen Jahren zahlreiche Experimente die gezeigt haben, dass Antidepressiva das Wachstum von Nervenzellen fördern und die Struktur ganzer Hirnregionen verändern können.</p>
<p>&#8220;Wie immer es funktioniert: Unsere Studie hat erstmals gezeigt, dass dieses Medikament zu einer verbesserten Erholung der geistigen Funktionen nach einem Hirninfarkt führt&#8221;, behaupten die Wissenschaftler.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://archpsyc.ama-assn.org/cgi/content/abstract/67/2/187">Jorge RE et al. Escitalopram and enhancement of cognitive recovery following stroke. Arch Gen Psychiatry 2010; 67[2]:187-196</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Die Wochenschau 04-2010</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 07:44:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Epilepsie]]></category>
		<category><![CDATA[Ginkgo]]></category>
		<category><![CDATA[Impfung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Übergewicht]]></category>

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		<description><![CDATA[
Zehn Milliarden Dollar für die nächsten zehn Jahre will Bill Gates mit seiner Stiftung investieren, um Impfstoffe für die ärmsten Länder der Welt zu entwickeln. Durch verstärkte Anstrengungen ließen sich allein bis zum Jahr 2020 annähernd acht Millionen Kinder retten, verbreitete der Software-Milliardär auf einer Pressekonferenz am Rande des Weltwirtschaftsgipfels in Davos.
Dicke Kinder sind „eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li>Zehn Milliarden Dollar für die nächsten zehn Jahre will Bill Gates mit seiner Stiftung investieren, um Impfstoffe für die ärmsten Länder der Welt zu entwickeln. Durch verstärkte Anstrengungen ließen sich allein bis zum Jahr 2020 annähernd acht Millionen Kinder retten, verbreitete der Software-Milliardär auf einer <a href="http://www.gatesfoundation.org/press-releases/Pages/decade-of-vaccines-wec-announcement-100129.aspx">Pressekonferenz</a> am Rande des Weltwirtschaftsgipfels in Davos.</li>
<li>Dicke Kinder sind „eine Folge der gesellschaftlichen Modernisierung, wobei Übergewicht maßgeblich durch das Auseinanderfallen sozialer und kultureller Strukturen begünstigt wird: durch die Folgen der Überflussgesellschaft auf der einen und durch familiäre Erosionsprozesse und Funktionsdefizite auf der anderen Seite.“  Festgestellt haben dies Forscher der Universität Stuttgart in einer <a href="http://go2.wordpress.com/?id=725X1342&amp;site=tkron.wordpress.com&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.uni-stuttgart.de%2Faktuelles%2Fpresse%2F2010%2F9.html">Studie</a>, auf die ich durch meinen Kollegen Dr. Thomas Kron aufmerksam wurde. Am besten lesen Sie dessen <a href="http://tkron.wordpress.com/2010/01/27/dicke-kinder-auch-ein-sozialpolitisches-problem/">Bericht dazu auf seinem Blog &#8220;Medizin &amp; Meinung&#8221;</a>.</li>
<li>Sie sind zwar pflanzlicher Herkunft, deshalb aber nicht unbedenklich: Ginkgo-Präparate, die besonders in Deutschland gerne eingenommen werden, um das Denkvermögen zu fördern, könnten epileptische Anfälle auslösen, warnen Forscher der Universität Bonn.  Im <em>Journal of Natural Products</em> haben Eckhard Leistner und Christel Drewke zehn solcher Vorfälle dokumentiert. Nun seien sie überzeugt, dass Arzneien auf der Basis von Ginkgo biloba schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben könne, schreiben die Wissenschaftler. Im Verdacht haben sie einen bestimmten Inhaltsstoff des Baumes, das so genannte Ginkgotoxin. Diese Substanz könne chemische Signalwege im Körper verändern, schreiben sie. Die Hersteller fordern sie auf, den Ginkgotoxin-Gehalt auf den Verpackungen der verschiedenen Präparate anzugeben.</li>
</ul>
<p><img src="http://vg03.met.vgwort.de/na/b48bd13aedbb41d49bfdd77d28b97005" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<item>
		<title>Lasertherapie soll Nackenschmerzen lindern</title>
		<link>http://simmformation.michaelsimm.de/2010/01/lasertherapie-soll-nackenschmerzen-lindern/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 15:45:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Laser]]></category>
		<category><![CDATA[Nackenschmerzen]]></category>
		<category><![CDATA[Physiotherapie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die folgende, leicht überarbeitete Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie wollte ich meinen Lesern nicht vorenthalten. Ich habe sie außerdem mit einigen Ergänzungen versehen, um den Nutzwert zu erhöhen:
Ein zusammenfassender Überblick zu Studien mit so genannten Softlasern hat ergeben, dass diese Geräte Nackenschmerzen wirksam bekämpfen können. Die Methode habe bessere Resultate erzielt als andere gebräuchliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die folgende, leicht überarbeitete <strong>Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie</strong> wollte ich meinen Lesern nicht vorenthalten. Ich habe sie außerdem mit einigen Ergänzungen versehen, um den Nutzwert zu erhöhen:<img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/8cf4814426474cf691a80f7cfd47b0b7" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Ein zusammenfassender Überblick zu Studien mit so genannten Softlasern hat ergeben, dass diese Geräte Nackenschmerzen wirksam bekämpfen können. Die Methode habe bessere Resultate erzielt als andere gebräuchliche Therapien, berichten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift <em>The Lancet</em>. Besonders günstig hätten die niederenergetischen Laserstrahlen im Vergleich zur Gabe schmerzstillender Medikamente abgeschnitten, für die „Beweise rar und Nebenwirkungen häufig sind“, heißt es in der Meta-Analyse von 16 Studien mit insgesamt 820 Patienten.</p>
<div id="attachment_1313" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-1313" href="http://simmformation.michaelsimm.de/2010/01/lasertherapie-soll-nackenschmerzen-lindern/claudia-sommer/"><img class="size-medium wp-image-1313 " title="Claudia Sommer" src="http://simmformation.michaelsimm.de/wp-content/uploads/2010/01/Claudia-Sommer-300x275.jpg" alt="" width="300" height="275" /></a><p class="wp-caption-text">Vorsichtig optimistisch: Professor Claudia Sommer, Leitende Oberärztin an der Neurologischen Klinik der Universität Würzburg (Foto: privat/DGN)</p></div>
<p>&#8220;Das ist eine überraschende und vielleicht auch eine gute Nachricht&#8221;, kommentiert die Würzburger Neurologin und Schmerzforscherin Professor Claudia Sommer. &#8220;Nackenschmerzen sind in der Bevölkerung weit verbreitet und verursachen zudem enorme wirtschaftliche Schäden, jedoch fehlte es bislang an wissenschaftlich gesicherten, wirksamen Therapien&#8221;, sagt die Leitende Oberärztin an der Neurologischen Klinik und Poliklinik. &#8220;Bevor die Softlaser in der neurologischen Praxis Einzug halten, sollten die neuen Erkenntnisse allerdings in einer hochwertigen größeren Einzelstudie überprüft werden.&#8221;</p>
<p>Vertreter der Schulmedizin standen dem Einsatz niederenergetischer Laserstrahlen &#8211; im englischen Low-Level-Laser-Therapy, LLLT &#8211; bisher eher skeptisch gegenüber. Die auch als &#8220;Softlaser&#8221; oder &#8220;Kalte Laser&#8221; bekannten Geräte arbeiten mit gebündelten Lichtstrahlen, die zu schwach sind, um im Gewebe eine spürbare Erwärmung auszulösen. Sie sind wegen ihrer angeblich durchblutungsfördernden und entzündungshemmenden Wirkung unter Alternativmedizinern sehr beliebt.</p>
<p><strong>Widersprüchliche Daten hatten zu Skepsis geführt</strong></p>
<p><strong> </strong> In Übersichtsarbeiten der angesehenen Cochrane-Collaboration fand sich aber bislang kein Beleg für den Nutzen der Methode gegen Rückenschmerzen oder gegen Rheuma. Zur LLLT gegen Nackenschmerzen waren die Ergebnisse widersprüchlich, was Roberta T. Chow vom Brain and Mind Research Institute der Universität Sydney, Australien, für eine systematische Neubewertung zum Anlass genommen hatte.</p>
<p>Zusammen mit australischen und norwegischen Kollegen hatte Chow zunächst aus 490 Literaturhinweisen 16 Studien mit 820 Teilnehmern ausgesiebt, bei denen die LLLT gegen unspezifische Nackenschmerzen erprobt worden war, und die strengen wissenschaftlichen Kriterien genügten. Dabei fanden die Forscher lediglich zwei Studien bei denen auch der akute Nackenschmerz behandelt worden war. Bei diesen beiden Untersuchungen besserten sich die Nackenschmerzen unter der Lasertherapie zu 69 Prozent häufiger als mit einer Scheinbehandlung.</p>
<p>Zum chronischen Nackenschmerz (mehr als drei Monate andauernd) fanden Chow und Kollegen fünf Studien, bei denen der Erfolg der Behandlung kategorisch erfasst wurde, also mit &#8220;Ja&#8221; oder &#8220;Nein&#8221;. Hier war die Lasertherapie vier Mal häufiger wirksam als die Scheinbehandlung. Weitere elf Studien zu chronischen Nackenschmerzen hatten die Schmerzlinderung anhand einer 100 Millimeter langen Strichskala gemessen, bei der die Patienten den gefühlten Schmerz vor und nach der Behandlung mit einer Markierung zwischen den beiden Enden bewerten. In jeder einzelnen dieser Untersuchungen war die Laserbehandlung tendenziell überlegen gewesen; in der Zusammenfassung errechneten Chow und Kollegen eine durchschnittliche Verbesserung um 19,86 Millmeter. Anhand der sieben Studien mit Folgeuntersuchungen bis zu 22 Wochen nach der Behandlung ergab sich, dass der Erfolg auch mittelfristig anhielt mit einer Schmerzreduktion von 22,07 Millimetern. Die Nebenwirkungen der LLLT wären dabei ebenso mild wie die unter einer Scheinbehandlung, notieren Chow und Kollegen.</p>
<p><strong>Saubere Analyse ergab &#8220;mäßige statistische Evidenz&#8221;</strong></p>
<p>&#8220;Die Ergebnisse der niederenergetischen Lasertherapie sind im Vergleich zu anderen gebräuchlichen Therapien besser &#8211; insbesondere gegenüber medikamentösen Interventionen, für die es nur spärliche Beweise gibt, aber viele Nebenwirkungen&#8221;, schreiben die Wissenschaftler, und sie sprechen von &#8220;mäßiger statistischer Evidenz&#8221; für die Wirksamkeit der LLLT. &#8220;Der Direktvergleich zu medikamentösen und anderen Therapieformen, zum Beispiel den häufig verwendeten Injektionstherapien oder einer Physiotherapie, wäre allerdings noch zu erbringen&#8221;, meint Professor Claudia Sommer.</p>
<p>Wie der Veröffentlichung zu entnehmen ist, kam die Meta-Analyse ohne finanzielle Unterstützung durch einen Sponsor zustande. Chow ist allerdings Mitglied der World Association for Laser Therapy (WALT), der Co-Autor Rodrigo A. B. Lopez-Martins ist deren wissenschaftlicher Sekretär, und Mitautor Jan M. Bjordal ist Präsident der WALT. Wie der <a href="http://www.walt.nu/scientific-secretary-report/promotion-of-walt-and-low-level-laser-therapy.html">Webseite des Verbandes zu entnehmen ist</a>, zählen zu dessen Aufgaben auch die Bewerbung (engl. &#8220;promotion&#8221;) von Softlasern. Auf der <a href="http://www.thorlaser.com/laser-neck-pain/">Webseite der Firma Thor</a>, einem großen Hersteller von Softlasern, macht sich Erstautorin Chow zudem in einem englischsprachigen Interview für diese Geräte stark. Der Grund für das Interview sei aber nur, das Wissen zur Anwendung der Lasertechnik gegen Nackenschmerzen zu fördern und stelle keine besondere Befürwortung der Firma Thor Photomedicine dar, ist auf der Webseite zu lesen.</p>
<p>In einem Kommentar, den Jaime Guzman von der Universität Vancouver in der gleichen Ausgabe von <em>The Lancet</em> veröffentlicht hat, bescheinigt der Assistenzprofessor für Physiotherapie und Rehabilitation seinen Kollegen jedenfalls, dass deren Meta-Analyse sauber und anhand der geltenden Standards durchgeführt wurde. Die Wirkweise der Lasertherapie sei zwar noch immer unklar und müsse weiter untersucht werden. &#8220;Dennoch ist die Beweislage für die LLLT gegen Nackenschmerzen solider als für viele andere Interventionen.&#8221;</p>
<p><strong> Quellen:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19913903">Chow RT et al. Efficacy of low-level laser therapy in the management of neck pain: a systematic review and meta-analysis of randomised placebo or active-treatment controlled trials. Lancet. 2009 Dec 5;374(9705):1897-908.</a></li>
<li><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19913901">Guzman J. Neck pain and low-level laser: Does it work and how? Lancet. 2009 Dec 5;374(9705):1875-6.</a></li>
</ul>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<ul>
<li>&#8220;Was hilft am besten gegen Nackenschmerzen?&#8221; habe ich mich gefragt und bin bei meiner Recherche auf sehr unterschiedliche Antworten gestoßen. Am besten gefallen hat mir die <a href="http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Nackenschmerzen/">Seite bei Netdoktor.de</a>, wo der Orthopäde Dr. Thomas Wallny verrät: &#8220;Nackenschmerzen, die Folge von Verspannungen sind, vergehen meist ohne Behandlung von selbst. Vorsichtige Massagen oder physikalische Anwendungen (wie Wärmepackungen, Fango uns  Rotlicht) lindern die Beschwerden. Schmerzstillende Medikamente (Analgetika) und muskelentspannnende Wirkstoffe beschleunigen den Heilungsprozess.&#8221; Natürlich rät der Orthopäde davon ab, Nackenschmerzen durch die Konkurrenz behandeln zu lassen und warnt vor &#8220;chiropraktischen Einrenkungen, aber auch osteopathischer beziehungsweise physiotherapeutischer manueller Therapie&#8221;. Meine Freundin &#8211; sie ist Physiotherapeutin &#8211; meint dagegen, dass ein paar Stunden Krankengymnastik mehr bringen und nachhaltiger wirken, als ein Besuch beim Orthopäden&#8230;</li>
<li>Und wenn man keine Krankengymnastik verschrieben bekommt? Vielleicht helfen ja die <a href="http://www.freundin.de/Videogalerie/Fitness-Tipps-uebungen-gegen-Nackenschmerzen_263790.html">Übungen gegen Nackenschmerzen</a>, wie sie z.B. die Webseite der &#8220;Freundin&#8221; im Video präsentiert.</li>
<li>Immerhin scheinen die meisten &#8220;Experten&#8221; sich einig, dass Bewegung besser ist als still zu halten. Dies rät auch bei einem steifen Hals <a href="http://www.stern.de/ruecken/erkrankungen/nackenschmerzen-steifer-hals-658918.html">Constanze Böttcher auf der Webseite des Stern</a>. Und &#8220;Netdoktor&#8221; Wallny &#8211; dies will ich nicht unterschlagen &#8211; beschließt seinen Artikel ebenfalls mit dem Hinweis: &#8220;Täglicher Ausdauersport hilft, der Entstehung von Nackenschmerzen vorzubeugen. Zudem verbessert er das Körpergefühl, stärkt das Selbstbewusstsein und hebt die Laune.&#8221; Wer wollte dem widersprechen?</li>
</ul>
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		<title>Die Wochenschau 03-2010</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 08:25:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Multiple Sklerose]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>

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Auf Pillen gegen die Multiple Sklerose haben Patienten schon seit langem gewartet. Noch müssen sie sich nämlich Interferone spritzen, um den Verlauf der Krankheit wenigstens zu verlangsamen. Nun berichtet das New England Journal of Medicine jedoch über Erfolge mit zwei Substanzen, die man schlucken kann und die trotzdem die Blut-Hirn-Schranke überwinden: Cladribin und Fingolimod haben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li>Auf Pillen gegen die Multiple Sklerose haben Patienten schon seit langem gewartet. Noch müssen sie sich nämlich Interferone spritzen, um den Verlauf der Krankheit wenigstens zu verlangsamen. Nun berichtet das<em> New England Journal of Medicine</em> jedoch über Erfolge mit zwei Substanzen, die man schlucken kann und die trotzdem die Blut-Hirn-Schranke überwinden: Cladribin und Fingolimod haben in klinischen Studien der Phase III ihre Wirksamkeit belegt, wobei Fingolimod sogar im direkten Vergleich deutlich besser wirkte als die bisher gebräuchlichen Arzneien. Wie einer <a href="http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/39760/Multiple_Sklerose_Orale_Medikamente_zeigen_Wirkung.htm">Zusammenfassung im Deutschen Ärzteblatt</a> zu entnehmen ist, ist ein Nachteil der beiden neuen Medikamente jedoch, dass sie das Immunsystem massiv beeinflussen und dadurch offenbar Infektionen mit Herpesviren ausbrechen können. Zwei dieser Infektionen verliefen in den Studien tödlich, außerdem wurden Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Hautkrebs und andere mögliche Nebenwirkungen registriert.</li>
<li>Wer einen Schlaganfall überlebt müsste gewarnt sein und alles tun, um den zweiten Hirninfarkt zu verhindern, sollte man meinen. Dennoch nehmen nach zwei Jahren bis zu 55 Prozent der Patienten vorbeugende Medikamente nicht mehr ein, berichten schwedische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift <em>Stroke.</em></li>
</ul>
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		<title>US-Kids nutzen Medien fast acht Stunden täglich</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 12:04:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gehirn & Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Restekiste]]></category>
		<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Computerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Spiele]]></category>

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		<description><![CDATA[US-amerikanische Kinder und Jugendliche verbringen durchschnittlich sieben Stunden und 38 Minuten pro Tag vor dem Fernseher, mit Videospielen oder beim surfen im Internet. In den vergangenen fünf Jahren habe der Medienkonsum um 1 Stunde und 17 Minuten zugenommen und ist nun auf einem neuen Rekordhoch angelangt heißt es in einem Bericht der Kaiser Family Foundation. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>US-amerikanische Kinder und Jugendliche verbringen durchschnittlich sieben Stunden und 38 Minuten pro Tag vor dem Fernseher, mit Videospielen oder beim surfen im Internet. In den vergangenen fünf Jahren habe der Medienkonsum um 1 Stunde und 17 Minuten zugenommen und ist nun auf einem neuen Rekordhoch angelangt heißt es in einem <a href="http://www.kff.org/entmedia/mh012010pkg.cfm">Bericht der Kaiser Family Foundation</a>. Befragt wurden für den Bericht 2000 Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 18 Jahren.<img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/c52d4b59f44b4730b848e984d2ad4c8b" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Wie Victoria Rideout, eine der Autorinnen des Berichtes vorrechnet, liegt die Zeit für den Medienkonsum dieser Mädchen und Jungen mit 53 Stunden pro Woche erheblich über dem, was berufstätige Erwachsene mit Arbeit verbringen. Weil die Kinder oftmals mehr als ein Medium gleichzeitig nutzen, schaffen sie es sogar, täglich den Gegenwert von zehn Stunden und 45 Minuten an Inhalten zu konsumieren. Diese Zahlen beinhalten ausschließlich den Gebrauch von Medien zur Unterhaltung. Nicht eingeschlossen wurde beispielsweise die Zeit am Handy, in der tatsächlich telefoniert wurde sowie die Nutzung von Computern für die Schularbeiten.</p>
<p>Zu der Entwicklung beigetragen habe wohl auch die explosionsartige Vermehrung von Handys, iPods und ähnlichen Geräten, vermutet Rideout. Während im Jahr 2004 &#8220;nur&#8221; 39 Prozent der US-Kids ein Handy besaßen, sind es mittlerweile 66 Prozent, also zwei Drittel. Gleichzeitig erhöhte sich der Anteil der Jugendlichen mit MP3-Spielern von 18 auf 76 Prozent. Mit 49 gegenüber 33 Minuten wird dem Bericht zufolge mit den Handys auch deutlich mehr gespielt und Musik gehört, als telefoniert. Auch Fernsehgeräte prägen weiterhin den Alltag. Sie laufen bei 64 Prozent aller amerikanischen Familien auch während der Mahlzeiten und sind in 45 Prozent der Haushalte &#8220;fast die ganze Zeit&#8221; angeschaltet &#8211; auch wenn niemand die Sendungen verfolgt. Zusätzlich zu den Geräten im Wohnzimmer stehen Fernseher in 71 Prozent aller Kinderzimmer.</p>
<p>Obwohl die US-Kids nach wie vor etwa 25 Minuten täglich damit verbringen, Bücher zu lesen, scheinen Zeitschriften und Tageszeitungen immer weniger zu interessieren. Binnen fünf Jahren sank die für Zeitschriften aufgebrachte Zeit von 14 auf 9 Minuten täglich. Für Tageszeitungen halbierte sich dieser Wert im gleichen Zeitraum von sechs auf drei Minuten. Dass die Kinder und Jugendlichen nunmehr zwei Minuten täglich Zeitungen und Zeitschriften online lesen, konnte den Rückgang in der Lesebilanz nicht ausgleichen.</p>
<p>Viel lieber verbringen die Heranwachsenden ihre Online-Zeit mit YouTube. Die Webseite, auf der man fremde Videos anschauen und eigene präsentieren kann, besuchen typische US-amerikanische Jugendliche 15 Minuten am Tag. Noch lieber tummeln sie sich aber in Facebook und anderen sozialen Netzwerken. Drei Viertel der Schüler in den Klassen sieben bis zwölf haben dort ein Profil mit persönlichen Daten angelegt, fanden die Forscher heraus.</p>
<p>Ob der Medienkonsum zu schlechteren Schulnoten führt, lassen die Autoren des Berichtes offen. Allerdings bemerken sie, dass unter jenem Fünftel der Kinder mit heftigem Mediengebrauch (mehr als 16 Stunden pro Tag) beinahe die Hälfte schlechte Schulnoten hatte. Unter den Kindern mit weniger als drei Stunden täglichem Mediengebrauch betrug der Anteil mit schlechten Schulnoten dagegen nur 23 Prozent &#8211; also weniger als ein Viertel.</p>
<p>Im Vergleich zu den USA, wo die Kaiser Family Foundation nunmehr schon den dritten umfassenden Bericht zur Mediennutzung Jugendlicher vorgelegt hat, sind die Daten für Deutschland eher lückenhaft. Aus einer <a href="http://www.hls-online.org/fernseh.html">Übersicht der Hessischen Landesstelle für Suchtgefahren</a> kann man jedoch auf eine Fernsehzeit von täglich etwa drei Stunden schließen. Forscher der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universität Mainz haben zudem kürzlich 256 Schüler im Saarland befragt und dabei festgestellt, dass diese Werktags durchschnittlich 3,2 Stunden aktiv im Internet verbrachten, an den Wochenenden waren es sogar 4,3 Stunden.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.kff.org/entmedia/upload/8010.pdf">Generation M<sup>2</sup>: Media in the Lives of 8- to 18-Year-Olds</a>. <a href="http://www.kff.org/about/entmediastudies.cfm">Program for the Study of Media and Health</a> der <a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;source=web&amp;ct=res&amp;cd=3&amp;ved=0CCYQFjAC&amp;url=http%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FKaiser_Family_Foundation&amp;ei=9jNYS7ewFYjymwOT9vGOAw&amp;usg=AFQjCNGiJCPDYY2y8MmX99xqOwcTPnpmMg&amp;sig2=Ua-Pb1_2zAdL8UkG2QtUVA">Kaiser Family Foundation</a></li>
</ul>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<ul>
<li>Seit 1999 führt der medienpädagogische Forschungsverbund Südwest regelmäßige <a href="http://www.mpfs.de/index.php?id=10">Studien zum Stellenwert der Medien bei Kindern (KIM)</a> und <a href="http://www.mpfs.de/index.php?id=11">Jugendlichen (JIM)</a> durch.</li>
<li>Fernsehen macht &#8220;dick, dumm und gewalttätig&#8221;, argumentiert der Hirnforscher <a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;source=web&amp;ct=res&amp;cd=1&amp;ved=0CBMQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FManfred_Spitzer&amp;ei=xTVYS6_OHpT-mQO8jJmLAw&amp;usg=AFQjCNF9yMRRXpuedFVT8nqfWiu2xMy4Aw&amp;sig2=bpbX5DbTX2aZi5RWBeYQIw">Professor Manfred Spitzer</a> in vielen seiner <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2Fs%3Fie%3DUTF8%26tag%3Dfirefox-de-21%26index%3Dblended%26link_code%3Dqs%26field-keywords%3Dmanfred%2520spitzer%26sourceid%3DMozilla-search&amp;site-redirect=de&amp;tag=siv7-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=19454">Bücher</a>. Eine Rezension zu seinem Werk &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3423343273?ie=UTF8&amp;tag=simmformation-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3423343273">Vorsicht Bildschirm</a>&#8221; finden Sie <a href="http://www.socialnet.de/rezensionen/3025.php">hier</a>.</li>
<li><a href="../2009/03/interview-gewalt-und-neue-medien/">Gewalt durch neue Medien?</a> Ein Interview mit Professor Manfred Beutel</li>
</ul>
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		<title>Die Wochenschau 02-2010</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 23:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch & Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Restekiste]]></category>
		<category><![CDATA[Impfung]]></category>
		<category><![CDATA[Malaria]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Schweinegrippe]]></category>

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Nach 25 Jahren Forschung gibt es (wieder einmal) Hoffnung auf einen Impfstoff gegen die Tropenkrankheit Malaria, meldet Marcus Theurer aus London in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Jo Cohen habe die Vakkzine für GlaxoSmithKline (GSK) entwickelt, den viertgrößten Pharmakonzern der Welt. Mitbeteiligt war als Geldgeber die von Microsoft-Gründer Bill Gates finanzierte Malaria Vaccine Initiative. Der Impfstoff [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li>Nach 25 Jahren Forschung gibt es (wieder einmal) Hoffnung auf einen Impfstoff gegen die Tropenkrankheit Malaria, meldet <a href="http://bit.ly/58GL8m">Marcus Theurer aus London in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung</a>. Jo Cohen habe die Vakkzine für GlaxoSmithKline (GSK) entwickelt, den viertgrößten Pharmakonzern der Welt. Mitbeteiligt war als Geldgeber die von Microsoft-Gründer Bill Gates finanzierte Malaria Vaccine Initiative. Der Impfstoff befindet sich demnach in Phase III der klinischen Prüfung, einem Stadium in dem normalerweise die entscheidenden Daten für die Marktzulassung gesammelt werden. Laut Cohen liegt die Gefahr eines Scheiterns in dieser Phase nur noch bei 10 bis 15 Prozent &#8211; &#8220;gefühlsstatistisch&#8221; scheint sie mir höher zu sein. Mag sein, dass GSK die gute Nachricht gerade jetzt verbreitet, weil das Unternehmen als einer der Hauptproduzenten eines Impfstoffes gegen die Schweinegrippe derzeit von vielen Seiten der Panikmache und Preistreiberei bezichtigt wird. Aber erstens glaube ich nicht an solch eine &#8220;Verschwörung&#8221;. Zweitens darf, wer Gutes tut, auch darüber reden. Und drittens ist die Malaria mit geschätzten 900000 Todesopfern jährlich nach vor einer der schlimmsten Killer unter den Infektionskrankheiten.</li>
<li>Die neuesten europäischen<a href="http://bit.ly/8fWqwn"> Zahlen zur so genannten Schweinegrippe</a> fasst das Deutsche Ärzteblatt zusammen. Demnach haben sich bisher 36,4 Millionen Europäer gegen die neue Form der Influenza impfen lassen und zwar ohne, dass ein Anstieg schwerwiegender Impfkomplikationen erkennbar sei. Die Daten stammen aus einer <a href="http://www.ema.europa.eu/pdfs/influenza/2134510en.pdf">Pressemitteilung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMEA</a> und von EudraVigilance, einem Netzwerk zur Erfassung von Nebenwirkungen bereits zugelassener Arzneien und Impfstoffe, wo man 8580 Berichte zur Schweinegrippe-Impfung registriert hat. Dem stehen bislang 2078 Todesopfer durch die neue Grippe in Europa gegenüber. Auch <a href="http://www.cdc.gov/h1n1flu/pdf/January_15.pdf">für die USA gibt es neue Zahlen</a>, diesmal von deren &#8220;Krankheitskontrollzentrum&#8221; <a href="http://www.cdc.gov">CDC</a>. Zwischen April und 12. Dezember 2009 gab es demnach geschätzte 55 Millionen Infektionen, das entspricht etwa etwa jedem sechsten Einwohner. Knapp 250000 mussten deswegen ins Krankenhaus, und 11160 Menschen starben. Danke für den Hinweis an <a href="http://twitter.com/Stollovo">Volker Stollorz</a>, <strong>dem </strong>Experten zum Thema unter Deutschlands Wissenschaftsjournalisten.</li>
<li>Und zu guter Letzt frage ich Sie, ob sie es auch gemerkt haben. Dass nämlich das letzte Wochenende irgendwie mehr Spaß gemacht hat, als die Arbeitswoche davor? Dann geht es Ihnen wie Richard Ryan, Professor für Psychologie an der Universität von Rochester. &#8220;Von Bauarbeitern und Sekretärinnen bis hin zu Ärzten und Rechtsanwälten sind die Menschen von Freitag Abend bis zum Sonntag Nachmittag besser gelaunt und aktiver und sie haben weniger Sorgen und Schmerzen&#8221;. So lautet das Ergebnis einer Studie mit 74 arbeitenden Erwachsenen, die Ryan soeben im <em>Journal of Social and Clinical Psychology </em>veröffentlicht hat. Außerdem hat der Wissenschaftler festgestellt, dass es einen engen Zusammenhang gibt zwischen dem &#8220;Wochenend-Effekt&#8221;und 1. Der Freiheit, zu tun was man will sowie 2. Der Gelegenheit, Zeit mit den Menschen zu verbringen, die man liebt. Mit dieser Erkenntnis ist Ryan sicher ein heißer Kandidat für den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ig-Nobelpreis">Ig-Nobelpreis</a>&#8230;</li>
</ul>
<p><img src="http://vg01.met.vgwort.de/na/085d0d3349fd4300b8f8c67a36b8701d" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		</item>
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		<title>Krebsforschung &#8211; Verunsicherung durch falsche Zellen</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jan 2010 17:17:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MSimm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pharma, Gen- und Biotech]]></category>
		<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>

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		<description><![CDATA[Dutzende von Forschungsarbeiten zum Speiseröhrenkrebs haben womöglich falsche Ergebnisse erbracht, weil die dabei benutzten Zelllinien tatsächlich von Tumoren der Lunge, des Darms und des Magens abstammen. Dass die angeblichen Speiseröhren-Zellen verunreinigt sind, hat ein internationales Team von Wissenschaftlern mit einer Methode bewiesen, die auch bei der Verbrecherjagd immer häufiger zu Einsatz kommt: Dem so genannten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dutzende von Forschungsarbeiten zum Speiseröhrenkrebs haben womöglich falsche Ergebnisse erbracht, weil die dabei benutzten Zelllinien tatsächlich von Tumoren der Lunge, des Darms und des Magens abstammen. Dass die angeblichen Speiseröhren-Zellen verunreinigt sind, hat ein internationales Team von Wissenschaftlern mit einer Methode bewiesen, die auch bei der Verbrecherjagd immer häufiger zu Einsatz kommt: Dem so genannten STR-Fingerprinting.<img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/2e173e0546d54ddb93e0ecee1a27b0b7" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Wie die Forscher im <em>Journal of the National Cancer Institute</em> berichten, hatten sie Labors aus aller Welt gebeten, Zelllinien einzusenden, die ursprünglich einmal aus den Zellen bestimmter Tumoren (Adenokarzinome) der Speiseröhre gezüchtet worden waren. Diese Tumoren hatte man bei der Operation einzelner Patienten entfernt. Als die Wissenschaftler um Jurjen J. Boonstra vom Medizinischen Zentrum der Universität Rotterdam jedoch die Abstammung von 13 solcher Zelllinien überprüften, fanden sie drei &#8220;Ausreißer&#8221;, die offensichtlich verunreinigt waren. Statt Zellen der Speiseröhre fanden sie im Fingerprinting-Test charakteristische Merkmale für Zellen aus Lunge, Magen und Darm. Experimente mit den drei offensichtlich verunreinigten Zelllinien SEG-1, BIC-1 und SK-GT-5 aber hätten in den USA zu elf Patenten geführt, zu mehr als 100 Fachpublikationen sowie zu klinischen Studien mit Patienten, die an Speiseröhrenkrebs leiden.&#8221;Die weitverbreitete Nutzung dieser Zelllinien könnte die Entwicklung neuer Therapien gefährden&#8221;, befürchten nun die Forscher.</p>
<div id="attachment_1220" class="wp-caption alignleft" style="width: 181px"><a rel="attachment wp-att-1220" href="http://simmformation.michaelsimm.de/2010/01/krebsforschung-verunsicherung-durch-falsche-zellen/hans-g-drexler/"><img class="size-full wp-image-1220" title="Hans G Drexler" src="http://simmformation.michaelsimm.de/wp-content/uploads/2010/01/Hans-G-Drexler.jpg" alt="" width="171" height="231" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Wir hätten das gemerkt&quot; Prof. Hans Drexler, DSZM (Foto mit freundlicher Genehmigung)</p></div>
<p>Dabei sind verunreinigte oder falsch gekennzeichnete Zelllinien kein neues Problem, weiß Professor Hans G. Drexler, der als Abteilungsleiter an der Deutschen Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen (DSZM) zuständig ist für menschliche und tierische Zelllinien. Manchmal stecken in der ursprünglich entnommen Probe eines Tumors zusätzlich Krebszellen aus einem anderen Organ. Wenn diese schneller wachsen als die eigentlich gewünschten Zellen wird der Anteil der Fremdlinge im Laufe der Zeit immer größer und die ursprünglichen Eigenschaften der Zelllinie gehen verloren. Solch eine &#8220;feindliche Übernahme&#8221; droht auch bei handwerklichen Fehlern im Labor. Am häufigsten aber, schätzt Drexler, sind ganz einfache Verwechslungen. &#8220;Man beschriftet gerade 96 Röhrchen, wird dabei abgelenkt &#8211; und schon steht ein A, wo eigentlich B stehen sollte&#8221;, so der gegenwärtige Interimsdirektor des DSZM. Bereits vor elf Jahren hat Drexler eine Studie vorgelegt, bei der er unter 252 menschlichen Zelllinien 45 fand, die nicht das waren, was sie schienen. Das entspricht einem Anteil von 18 Prozent, also fast einem Fünftel.</p>
<p>Am DSZM arbeitet man schon lange mit der Fingerprinting-Technik, um die Identität der dort angebotenen Zelllinien zu überprüfen. Tatsächlich befindet sich im Katalog der DSZM keine der von Boonstra enttarnten &#8220;falschen&#8221; Zelllinien &#8211; eine Absicherung, von der jeder  Wissenschaftler für 270 Euro profitieren kann. &#8220;Wir hätten das gemerkt&#8221;, behauptet Drexler selbstbewusst und verweist auf die Kooperation mit US-amerikanischen und japanischen Zellbanken, die allen Beteiligten Zugriff auf eine gewaltige Datenbank mit den typischen Kennzeichen der verschiedenen Zelllinien erlaubt. &#8220;Es gibt aber immer wieder Schlaumeier, die sich das Geld sparen wollen und Zellen fragwürdiger Qualität aus dem Kühlschrank eines befreundeten Labors benutzen&#8221;, so Drexler. &#8220;Bei einer Fehlerquote von 18 Prozent ist dies ein ziemlich großes Risiko &#8211; nicht nur für jemanden, der gerade eine Doktorarbeit schreibt.&#8221;</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://jnci.oxfordjournals.org/cgi/content/abstract/djp499v1">Boonstra JJ, van Marion R, Beer DG, et al. Verification and unmasking of widely used human esophageal adenocarcinoma cell lines. J Natl Cancer Inst (2010) 102(4)</a></li>
<li><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10508494">McLeod RA et al. Widespread intraspecies cross-contamination of human tumor cell lines arising at source. Int J. Cancer. 1999 Nov 12;83(4):555-63</a></li>
</ul>
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